~Kapitel 30~

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Heilige Scheisse, ich komme ja gar nicht mit! Schon über 600 Views :D Dankeschön!♡
Eine Frage an euch Leser...
Habt ihr eine Idee, wie es weitergeht? Ich würde gerne wissen, was in euren Köpfen abgeht :D
Und jetzt...genießt das Kapitel!
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Mit erhobenem Kopf betrat ich zusammen mit Lucifer das Lager- mein Lager. Seine Hand hatte meine fest im Griff, meine Schulter berührte seinen Arm. Liebevoll und entschlossen blickte ich zu dem Alpha auf und seine schönen braunen Augen erwiderten den Blick. Er drückte kurz feste meine Hand bevor wir gemeinsam auf die Mitte unseres Gebietes zuschritten.

"Wölfe, versammelt euch!", rief ich, verwandelte mich in einen Wolf und sah mit erhobenem Kopf in die Runde. Teufel hatte es mir gleich getan, mein Rudel war dabei, sich langsam und zögernd zu versammeln. "Schneller!"

Einige Sekunden musste ich noch warten, dann standen alle um uns herum.

"Ich habe etwas zu verkünden!", rief ich aus. "Teufel ist mein Mate, mein neuer Mate, und somit seid ihr ALLE gezwungen, ihn zu akzeptieren. Denn er wird ebenfalls Alpha dieses Rudels sein!"

Totenstille.

Nur eine einsame Grille durchschnitt die Ruhe wie ein scharfes Messer.

Aber damit war ich zufrieden, schließlich hätte das Rudel ja auch Einspruch erheben können. Die Hauptsache war, dass sie nichts Dummes anstellten. Solange dies nicht der Fall war, würde alles gut sein!

"Dann verstehen wir uns ja!", murmelte ich. Eine wohlige Wärme überkam mich, Zuneigung. Große Zuneigung zu meinem Rudel und zu Teufel. Über Jackys Tod war ich jedenfalls keineswegs traurig, er hatte es verdient. Er hatte mich belogen, niemals würde mir seine Treue gebühren, sondern der toten Alpha, der toten Diamond.
Ach, ihre Leiche musste ja auch noch entsorgt werden.

"Nurie?" Mein Blick schweifte durch die Menge, bis er auf die hübschen Augen meiner Schwester traf.
"Such' sofort die Leiche von Diamond und wirf sie in irgendeinen Fluss."
Aus dem Augenwinkel konnte ich bemerken, wie Shadow Einspruch erheben wollte, sich aber eines Besseren besinnte. Zufrieden nickte ich Nurie zu und sie verschwand hinter dem nächsten Dornenbusch.


Nurie

Völlig erschöpft ging ich mit den anderen Rudelgefährten zurück ins Lager. Der Tod von unserer alten Luna, von Diamond, hatte uns völlig überrumpelt, noch dazu Teufels widerliche Fratze erblicken zu müssen... Schrecklich.
Mit glasigen Augen sah ich mich nach Shadow um, irgendwo musste mein großer Wolf doch sein. Nach einigem Suchen fand ich ihn und stolperte auf den Beta zu, fiel aber um, bevor ich ihn erreicht hatte.
"Shadow", krächzte ich schwach und ruckartig sah er zu mir und sprang zur Hilfe. Mit ihm an meiner Seite setze ich mich auf. "Danke..."

"Immer doch, mein Baby", raunte er und stupste mich total liebevoll und sanft an. Oh mein Gott, so niedlich war er gerade. Während wir uns anstarrten und überlegten, ob wir uns hier und jetzt verschlingen sollten, erschienen zwei Gestalten, die sich uns näherten. Hand in Hand. Luna und Teufel. Heilige Scheisse. Brennende heilige Scheisse.
Ungläubig und von Angst geprägt drückte ich mich an Shadow, die anderen Wölfe taten es mir gleich. Ausnahmsweise wurde ich nicht wütend auf meine Rudelgefährten, sondern konnte ihre Angst verstehen. Würde dieses Monster uns etwa anführen!? Dieses Monster, das so viele Werwölfe getötet hatte, ohne mit der Wimper zu zucken?
Als sie dann sprach, war ich baff und drückte mich enger an meinen großen starken Wolf. Die wenigen übrig gebliebenen Wölfe versammelten sich auf Befehl und starrten meine Schwester mit angsterfüllten Augen an.
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Nachdem sie fast fertig war, rief sie meinen Namen und sah sie sich in unserer Wolfsmenge um, bis ihr Blick an mir hängen blieb.
"Such' sofort die Leiche von Diamond und wirf sie in irgendeinen Fluss.", befahl sie mir herrisch.
Shadow spannte sich an, war kurz davor, sich auf die Luna zu stürzen, aber gab nach, als ich ihn mit einem liebevollen ruhigen Blick ansah, bevor ich im Wald verschwand.
Langsam tappte ich durch die hohen Gräser bis zu der Stelle, wo meine wahre Luna gelegen hatte.
Betonung auf hatte, denn die Leiche war weg.
Es gab keine Spuren.
Es gab keine Hinweise, auf jegliche andere Wölfe; keine Witterungen, keine zertrampelten Graswege, keine Fellbüschel.
Es gab keine Diamond.

Sie war weg.
Diamond war weg.
Also hatte Luna ihren Kampf noch nicht beendet...
Auch, wenn sie jetzt über das Rudel herrschte, weil Diamond nachgegeben hatte, war der Kampf nicht GANZ vorbei. Denn von nun an war es eine Sache der Ehre, wer gewinnt und der Verlierer würde elend sterben, nur, um in den Erinnerungen des Rudels langsam aber sicher verloren zu gehen.

Aber für wen sollte ich stehen?
Zu meiner eigentlich geliebten Schwester oder zu meiner wahren Alpha-Wölfin?
Und vor allem...was sollte ich Luna jetzt sagen?

WOLFSRUF: Die Luna Der Wölfe | #PlatinAward2017Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt