Ein lauter Knall durchbrach meine Gedanken.
Und dann war es still.
Die Bärin war nicht gerade lautlos auf die Seite gefallen und zuckte kaum merklich mit den Pranken bis sie schließlich ganz starb.
Ich schloss meine Augen respektvoll und dankte dem Lupus für sein Geschenk. Mit dieser Beute könnte ich fast das ganze Rudel für einen Tag ernähren. Das war zwar kein Festmahl, aber besser als hungern zur müssen.
Mit aller Kraft begann ich also, das gigantische Tier durch den Wald zu schleifen. Die Zeit schien nicht zu vergehen, mein Nacken schmerzte unaushaltbar und ich kam kaum vorran.
Knurrend ließ ich von dem Bären ab und starrte die Leiche an.
"Warum muss alles immer so kompliziert sein?", zische ich entnervt und schüttle mich, um den gleißenden Schmerz meines Nackens wieder in den Griff zu kriegen.
Beruhige mich aber sofort wieder, als eine altbekannte Trauer in mir aufkeimt.
"Teufel...", murmelte ich.
Mit trüben Augen packte ich den Bären wieder und zog ihn weiter.
Ich spürte keinen Schmerz mehr, genauso wenig wie Freude darüber, dass es schneller zu klappen schien.
Ich spürte einzig und allein das klaffende Loch in meinem Herzen.
Es sehnte sich nach einer Vertrauensperson.
Es sehnte sich nach Aufmerksamkeit.
Es sehnte sich nach Liebe.
Aber diese Liebe würde es nie bekommen, denn es hatte sie nicht verdient.
Mein dummes Herz hatte gar nichts Gutes verdient. Niemals.
Im Lager angekommen ließ ich die Beute liegen und schleppte mich zu meiner einsamen Höhle, legte mich auf meinen einsamen Schlafplatz und versank in der einsamen Einsamkeit.
_____________________
Hey❤
Tut mir leid. Das Kapitel ist verdammt kurz.
Ich wollte aber unbedingt noch eins bringen, das ist ja besser als gar keins.
Morgen(oder heute, wir haben ja nach Mitternacht) kommt dann wahrscheinlich noch ein Kapitel.
Es wird nicht sehr lang sein, aber ich werde die Lesenacht ankündigen, in der ich "WOLFSRUF- Die Luna der Wölfe." beenden will.
Träumt schön❤
DU LIEST GERADE
WOLFSRUF: Die Luna Der Wölfe | #PlatinAward2017
Werewolf(vorsicht: Das Buch wurde von meinem 14-Jährigen Ich geschrieben und ist teilweise fehlerhaft :,D ) Jung und genervt. Das sind die zwei Wörter, die Lina im Moment am besten beschreiben. Seit ihre Mutter gestorben ist, gehen Gerüchte um; jeden Tag sc...
