~Kapitel 15~

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Die Finsternis umhüllte Luna, auch wenn sie sich wohlfühlte.
Normalerweise war es ungewöhnlich für eine Luna, eine Wölfin, die Dunkelheit zu mögen, aber es war nunmal so.
Das Mädchen hatte keine Angst.
Er war da.
Er hielt sie in den Armen...
Wachte über sie.
Er würde dafür sorgen, dass sie nicht in Gefahr geriet.
Oder...?
Das Bewusstsein glitt ihr davon.
Dann war sie alleine.
Luna sah sich selbst, wie sie in Wolfsgestalt auf einem hohen Felsen saß.
Jacky starrte sie genauso hasserfüllt an wie Jacob das tat. Die beiden saßen in der Mitte der Wolfsschar, die sich unter dem Felsen der Anführerin drängten.
Luna hörte wie ihr Zukunfts-Ich sprach:
"Meine Kinder!", rief es feierlich aus, ohne auf die beiden wütenden Wölfe zu achten. Die anderen Wesen jaulten glücklich, schienen sich an ihrer Stimme zu erfreuen. "Ich danke euch allen! Dafür, dass ihr mir zum glorreichen Sieg gegen diese Monster geholfen habt!"
Die Menge johlte.
Aber...was meinte sie mit "Monstern"?
Die Jäger?
Die Vampire?
Oder gar etwas oder jemanden, den Luna noch nicht kannte?
So viele Fragen...
So wenige Antworten...
Sie lauschte weiter dem Klang ihrer erwachsenen Stimme.
"Sie werden uns niemals wieder belästigen! Das alles, die Versiegelung...Es hatte alles seine Preise, Diamond ist weg und ich bin gezwungen, für immer über euch zu bestimmen, doch nun sind wir für eine lange Zeit sicher vor Gefahren!", schrie sie entschlossen, aber Luna konnte erkennen, dass ihr eine silberne Träne die Wange hinunterrann.
Scheinbar glaubt ihr Zukunfts-Ich diese Worte selber nicht.
Das Rudel ignorierte ihre Tränen, sie bemerkten sie gar nicht.
Nur Jacob und Jacky starrten sie an, leckten sich die Lefzen.
Es sah aus, als ob sie sich jeden Moment auf die Anführerin stürzen und sie töten würden.
Aber sie taten es nicht.
Und Luna war sich sicher, dass es nur an den vielen Wölfen in ihrer Gegenwart lag.
Sollten sie diese Anführerin -diese Mutter des Rudels- je alleine vorfinden, würden sie ihr den gar aus machen.
Davon war Luna überzeugt.
Aber bevor sie sich mehr Gedanken darüber machen konnte, löste das Bild sich auf, die Finsternis verschleierte vor ihren Augen, ein milchiges Weiß tauchte auf, und dann blinzelte das Mädchen.
Sie war erwacht.
Mit mehr Wissen, als sie geglaubt hätte.

WOLFSRUF: Die Luna Der Wölfe | #PlatinAward2017Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt