Kapitel 2: Versteckte Kamera?

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Ich ließ Neo schieben, da er es so gerne machte. Ich beobachtete ihn ein bisschen. Immer wieder schaute er nach den Kleinen und lächelte sie an. Neo wird später sicherlich mal ein guter Vater. Er war so unheimlich lieb zu den zwei kleinen Mäusen Alice und Amelie, dann war er so lieb zu den kleinen Prinzen von mir.

Vorsichtig schob er den Kinderwagen den Bordstein hinunter und auf der anderen Seite wieder hoch. Er war so darauf konzentriert, dass er gar nicht mitbekam, als ich mit ihm sprach. Ich wiederholte meine Frage, aber er antwortete immer noch nicht.

Verarschen? Man konnte doch unmöglich so auf das vor sich konzentriert sein, dass man das neben sich gar nicht mehr mitbekam. Ich piekte ihm in den Arm um endlich mal seine Aufmerksamkeit zu bekommen. Er beschwerte sich leicht und schaute mich an. Ich grinste ihn an und sagte, dass ich ihm schon zweimal etwas gefragt habe, aber er so auf das vor sich konzentriert war, dass er es gar nicht mitbekam und irgendwie musste ich ja seine Aufmerksamkeit bekommen.

Er lachte und meinte, dass es ihm leid tat, aber er wollte schließlich nicht, dass den kleinen Prinzen etwas passierte. Ich nickte nur und schaute wieder nach vorne, was mir Neo gleichtat und setzte sich wieder mit den Zwillingen in Bewegung.

Als wir im Park waren setzten wir uns auf eine Bank und genossen das herrliche Wetter.

„Tessa?", fragte Neo und drehte sich in meine Richtung.

„Mh?", sagte ich und legte meinen Kopf in den Nacken und schloss die Augen.

„Darf ich dich etwas fragen?"

„Mh?"

„Was ist nun zwischen dir und Marvin? Es kann doch nicht ewig so weiter gehen mit euch. Es ist sicherlich auch nicht gut für die Kleinen."

„Keine Ahnung, Neo. Ich weiß selbst, dass es nicht so weiter gehen kann und es auch nicht gut für die Kleinen ist, aber was soll ich machen? Er redet seitdem ich seinen Heiratsantrag abgelehnt habe nicht mehr mit mir und lässt mir höchstens Nachrichten durch Max überbringen und das auch nur, wenn es um die Zwillinge geht. Ich kann ihm nicht zwingen mit mir zu reden. Am Anfang habe ich es ja verstanden, dass er Abstand von mir wollte um sich erst mal Gedanken über das alles zu machen, aber jetzt sind es schon 3 Monate her und es hat sich immer noch nichts verändert. Ich liebe ihn und das weiß er auch, aber er versteht einfach nicht warum ich den Antrag abgelehnt habe, ich würde es ihm ja erklären, aber da er nicht mit mir redet kann ich das auch sein lassen. Weißt du, mein Leben dreht sich um die Zwillinge und die werden immer an erster Stelle stehen. Und ich merke, dass ich mich immer mehr von Marvin entferne und mein eigenes Leben lebe.", sagte ich und zog meine Sonnenbrille auf.

„Meinst du ihr kommt noch einmal zusammen? Oder willst du nicht mehr? Suchst du dir vielleicht einen neuen Mann?"

„Ich weiß es nicht. Und ich suche keinen neuen Mann, aber wenn ich jemanden kennenlerne und es funken sollte, weiß ich nicht was ich machen werde, immerhin kann ich nicht ewig darauf warten das Marvin wieder zu Verstand kommt und mit mir redet. Es ist zwar Schade, aber er wird sich sicherlich auch wem Neues suchen. Wer weiß schon, was die Zukunft bringt. Ich sage auf jeden Fall nicht, dass es ausgeschlossen ist."

„Wer hätte das bei euch gedacht."

„Keiner. Aber wer weiß, wofür das alles gut war.", sagte ich.

„Mh."

„Sollen wir mit den Zwei auf den Spielplatz gehen und Rutschen?", fragte ich und stand grinsend auf.

„Rutschen? Sie sind doch noch viel zu klein Tessa!", sagte Neo fast schon aufgebracht und hantierte mit seinen Armen vor seinem Körper.

Ich lachte ihn aus. Und beschrieb ihm dann, dass ich einen der Zwillinge in die Arme nehme und die kleine Rutsche ein Stück rutsche. Oder dass ich einen der Zwillinge auf den Arm nehme und mich auf die Schaukel setzte und leicht schaukelte. Nichts Übertriebenes.

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