Kapitel 12: Freundschaft?

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Samstag, 05.08.2017

Seit einer Woche war ich 19. Jahre und seit einer Woche wohnten wir nun in dem Haus. Unglaublich wie meine Freunde das alles geschafft hatten. Ich war ihnen immer noch dankbar. Gerade deshalb, weil nicht alles so lief, wie es sein sollte und sie trotzdem weiter gemacht hatten und bis spät in die Nacht Schränke aufgebaut hatten oder Anziehsachen in die Schränke geräumt hatten.

Dies erfuhr ich alles durch Marvin, mit dem ich bis jetzt jeden Abend auf unserer Couch im Wohnzimmer verbracht hatte und wir bis spät in die Nacht geredet hatten. Es war komisch, dass wir nicht zusammen waren, aber im gleichen Haus lebten. Jeder sein Zimmer hatte, wir aber trotzdem so viel zusammen machten.

Die Jungs waren, wie Marvin es schon angekündigt hatte, auch jeden Tag bei uns und kümmerten sich um die kleinen Prinzen oder lagen bei uns im Pool. Aber was sollte ich dazu schon sagen? Ich war froh, dass ich sie hatte und wir alle so gut miteinander klar kamen.

In der Woche hatte ich mir die Zimmer gründlich angesehen und alles auf mich wirken lassen. Es war unfassbar, dass das nun alles uns gehörte. Immerhin war ich gerade einmal 19. Mir gefielen die Räume, die Gegenstände die Marvin zusammen mit meiner Mutter ausgesucht hatte. Sein Geschmack glich sich mit meinem, was wir in der Vergangenheit schon öfter gesehen hatten.

Meine Sachen, die ich noch bei meinen Eltern hatte, hatten wir einen Tag später noch geholt. An meinem Geburtstag hatten wir noch gegrillt und ich habe lange mit Mia, Milan, Liam und Lana geredet, da ich von ihnen in der letzten Zeit kaum noch etwas gehört hatte. Es war schön sie wiederzusehen. Da Mila und Milan nicht hier übernachten wollten machten sie sich früher auf den Weg. Ich entschuldigte mich einige Male dafür, dass ich mich nicht mehr mit ihnen an den Wochenenden treffen konnte, aber sie verstanden es und meinten, dass ich mir keine Sorgen machen brauchte, immerhin würden wir ja weiter in Kontakt stehen, aber sie sagten, dass ich sie unbedingt mal besuchen sollte, wenn ich Zeit hätte, was ich ihnen auch versprach. Kurz danach hatten sich auch Liam und Lana verabschiedete, die in der Zeit ein Paar geworden waren. Süß. Ich freute mich für sie. Und wünschte ihnen alles Glück der Welt.

Kurze Zeit später verabschiedeten sich auch die Großeltern. Bei denen ich mich nochmal bedankte, dass sie das alles gemacht hatten. Sie meinten, dass ich mich dafür nicht bedanken bräuchte, immerhin habe ich ihnen das schönste Geschenk der Welt geboren. Knuffig. Ich drückte alle noch einmal, was Marvin mir gleich tat.

Am Ende saßen nur noch die 6 Sahneschnittchen, meine 2 Prinzen und ich auf der Terrasse. Die Mäuse hatten wir im Gästezimmer schlafen gelegt. Da es schon ziemlich spät war, brachten Marvin und ich die Prinzen ins Bett, gaben ihnen noch die Flasche, wickelten sie und zogen sie um. Zogen die Spieluhr auf und legten sie ins Bett. Schalteten das Babyphone an und gingen wieder runter.

Wir feierten noch eine ganze Weile. Tanzten und schmissen ziemlich spät noch einmal den Grill an, weil eine bestimmte Person Hunger hatte.

„Dann kannst du wohl dein Essen auch alleine grillen.", sagte ich zu Neo, der sich nicht entscheiden konnte, was er nun essen wollte.

„Ruhe Tessa. Muss gerade eine schwere Entscheidung treffen.", sagte er und konzentrierte sich auf das Fleisch vor ihm. Ich lachte und schüttelte nur den Kopf. Setzte mich wieder an den Tisch und schlürfte an meinem Cocktail, den einer der Jungs gemacht hatte.

Ich hörte meine kleinen Wecker weinen. Grinste und öffnete die Augen. Rollte mich aus dem Bett und öffnete meine Türe, jedoch war Marvin schneller als ich und war schon im Kinderzimmer und sprach mit den Kleinen. Ich stellte mich an den Türrahmen und schaute ihm zu.

„Pssst Schatz. Sonst wird Mama noch wach und wir wollten sie heute doch mal ausschlafen lassen.", sagte er zu Marlon und wiegte ihn hin und her. Ihm interessierte es aber nicht wirklich, was Marvin für einen Plan hatte und weinte weiter. Komisch. Normalerweise ist Ethan immer der, der als erstes weinte.

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