Kapitel 6: Verpiss dich

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Die Kleinen schliefen tief und fest. Ich fuhr mit den Jungs nach meinen Eltern. Wir hatten besprochen, dass wir gleich noch etwas spazieren gehen wollten, da der Tag sich eh dem Ende neigte und niemand mehr etwas vor hatte. Danach wollten wir noch etwas essen gehen, weil keiner von uns Lust hatte noch etwas zu kochen.

Ich fuhr in unsere Straße ein und sah einen Wagen, den ich hier nicht sehen wollte. Niemals mehr. Was sollte ich jetzt machen? Weiter fahren und so tun, als hätte ich ihn nicht gesehen? Aber das konnte ich nicht. Was sollte ich sonst machen? Die Kinder im Auto lassen und ihn wegschicken. Das war keine schlechte Idee. Außerdem würden die Jungs wohl auch gleich kommen und würden ihn von hier weg bringen.

Ich fuhr also wie gewohnt in unsere Einfahrt und parkte den Wagen, von Marvin hatte ich bis jetzt zum Glück noch nichts gesehen, da meine Eltern nicht zu Hause waren, konnte er also auch nicht im Haus sein. Ich schaute mich überall noch einmal um, sah ihn nirgends, also stieg ich aus. Ließ die Prinzen aber noch im Auto.

Ich schaute mich noch einmal um und sah, dass Marvin sich auf den Weg zu mir machte. Ich verdrehte die Augen. Was verstand er nicht daran, dass ich ihn nicht mehr sehen wollte? Das er die Kinder auch erst einmal nicht mehr zu sehen bekommt, auch wenn er der Vater war. Aber ganz ehrlich, ein Vater würde sowas niemals sagen, egal was war.

Ich rüstete mich also auf den mentalen Kampf mit Marvin und stellte mich vor mein Auto, damit er erst gar nicht in die Nähe der Kleinen kam.

„Was willst du hier?", fragte ich, verschränkte meine Arme vor der Brust und schaute ihn böse an.

„Die Kinder sehen.", sagte er und schaute mich genauso böse an. Moment mal, wieso schaute er mich so an? Immerhin war er an der ganzen Situation schuld und nicht ich. Ich schützte nur die Kinder vor ihm. Wer weiß was er in Zukunft noch alles sagen würde. Niemals. Das wollte ich nicht zulassen.

„Nein. Du bekommst sie nicht mehr zu Gesicht.", sagte ich immer noch in derselben Haltung.

„Tessa. Lass mich die Zwillinge sehen.", sagte er und fing an zu fluchen.

„Nein.", sagte ich und schüttelte energisch meinen Kopf. Wie konnte er nur meinen, dass ich ihm die Kinder sehen lassen würde? Was lief bei ihm im Kopf im Moment schief?

„Willst du mich verarschen? Ich will MEINE Kinder nun sehen. Mir egal was du sagst.", schrie er und wollte an mir vorbei, doch in solchen Moment bekam jede Mutter Superkräfte. Ich hielt ihm am Arm fest, krallte meine Nägel so tief in seinen Arm wie es ging und zog ihn vom Auto zurück.

„Du wirst die Kinder nicht mehr sehen und jetzt verpiss dich von hier. Geh zu der Hure und erzähl ihr weiter, dass du die Kleinen nicht kennst.", grinste ich nun, hielt ihm aber immer noch am Arm fest.

„Fick dich, Tessa. Was ist nur aus dir geworden? Wie konnte ich sowas wie dich jemals lieben und auch noch heiraten wollen, bin jetzt sowas von froh, dass du nein gesagt hast.", fing er an und schüttelte den Kopf.

Okay, das hatte gesessen. Auch wenn es im Moment scheiße zwischen uns war und ich mir selbst nicht mehr im Klaren war, wie es weiter gehen sollte. Wie er mich lieben konnte? Das wurde immer besser. Sollte ich drauf Antworten? Oder sollte ich ihn einfach stehen lassen und nichts drauf sagen? Ich hoffte einfach nur, dass die Jungs so langsam mal kommen würden.

„Was aus mir geworden ist, Marvin? Haha, das fragst gerade du?", ich schaute ihn an und fing an zu lachen. „Im Gegensatz zu dir, mein Lieber, streite ich nicht vor irgendwelchen daher gelaufenen Flittchen meine Kinder ab. Merk dir das mal. Und wie du mich lieben konntest? Keine Ahnung, musst du ja wissen, aber so schlimm konnte ich ja nicht gewesen sein, immerhin warst immer du der, der angelaufen kam. Denk mal drüber nach, BABY! Und nun verschwinde von unserem Grundstück, du hast hier nichts mehr zu suchen. Die Kinder wirst du nicht mehr sehen, komm erst mal wieder auf deinem Leben klar und mach dir vielleicht vorher mal Gedanken über Sachen, die aus deinem Mund kommen.", grinste ich weiter.

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