ERIN
Erfreulicher Weise hatte ich mich wieder etwas abreagiert. Lucia hatte gemeint, dass sie sich um Travor kümmern würde, aber trotzdem konnte ich das Gefühl von seinen Händen auf meinem Körper und seinen Geschmack auf meiner Zunge nicht loswerden. Kurzer Hand hatte ich beschlossen, ihn aus meinen Gedanken zu vertreiben und zwar auf die einzige Art, die ich kannte. Hunter.
Ich stand im Aufzug zu seinem Penthaus und rief ihn auf dem Handy an. Nervös fuhr ich mir durch die Haare, als es das dritte Mal piepte. Das vierte Piepen wurde abgeschnitten, als der Anruf angenommen wurde.
"Ja", tönte Hunters Stimme knapp von der anderen Seite der Leitung. Er schien außer Atem zu sein. Ich zögerte kurz. Vielleicht hätte ich ihn vorher fragen sollen, ob ich vorbei kommen konnte.
"Ich bin in deinem Aufzug", sagte ich schließlich, als mir einfiel, dass es jetzt auch schon zu spät war und ich ihm vermutlich antworten sollte. Aus dem Handy kam ein Geräusch, das sich anhörte, als würde jemand einen Klettverschluss aufziehen.
"Ich lass dich gleich rein. Warte." Er legte nicht auf. Ich hörte, wie eine Tür geöffnet wurde und dann zu fiel. Dann hörte ich Schritte.
"Du hast Glück, dass mein Vater nicht da ist", murmelte Hunter abwesend. Ich öffnete den Mund um zu antworten, aber ich wusste nicht wirklich was ich sagen sollte. Nach weiteren 30 Sekunden Stille, die sich wie eine Ewigkeiten anfühlten, öffneten sich die Türen des Aufzugs und Hunter stand vor mir. Er trug eine graue Jogginghose und... sonst nichts weiter. Als er mich sah, trat ein freudiges Grinsen auf sein Gesicht. Er fuhr sich durch seine Haare, die an den Spitzen nass waren und etwas an seiner Stirn klebten. Auf seinem freien Oberkörper glitzerte Schweiß und seine Hände waren mit Bandagen eingebunden. Ich hob den Blick wieder zu seinem Gesicht.
"Willst du nicht rein kommen?", fragte Hunter amüsiert in sein Handy. Da fiel mir auf, dass ich meins ebenfalls noch an mein Ohr presste. Ich trat über die Schwelle und beendete den Anruf.
"Ist alles okay?" Er sah mich besorgt an, als ich vor ihm stand und ich schüttelte langsam den Kopf.
"Sicher, was soll denn sein?", erwiderte ich mit einem falschen Lächeln. Hunter zog die Augenbrauen zusammen, akzeptierte aber meine Antwort ohne weiter nachzufragen.
"Ich nehm an, du bist hier, um mich auszunutzen", erwiderte er anstatt einer Antwort auf Frage und grinste schief. Leider hatte er absolut Recht. Er hielt mir seine bandagierte Hand hin und ich nahm sie ohne zu zögern.
*****
Er schloss seine Zimmertür hinter sich und lehnte sich dagegen. Ich ließ den Blick durch sein Zimmer wandern. Im Vergleich zum letzten Mal, wo ich es gesehen hatte, hatte sich eigentlich so gut wie gar nichts verändert. Er hatte aber den Bettbezug gewechselt und ein neues Poster aufgehängt. Langsam ging ich auf sein Bett zu und setzte mich ans Ende der Matratze. Hunter ließ seinen Blick über mich wandern bis er seine Augen zu meinem Gesicht brachte. Er begann die Bandagen von seiner linken Hand zu wickeln und mit einem raubtierartigen Grinsen auf mich zu getigert. Als er direkt vor mir stand ließ ich den Blick an seinem nackten Oberkörper hoch wandern und sah schließlich durch meine dichten Wimpern zu ihm nach oben. Ich sah ihn unschuldig an und er drehte grinsend den Kopf zur Seite.
"Du willst mich foltern, Mädchen", flüsterte er schließlich und sah wieder zu mir. Es war als würde etwas uns zusammen ziehen und ich konnte der unsichtbaren Kraft nur schwer widerstehen.
"Was? Ich?", fragte ich scheinheilig und warf meine schwarzen Haare über meine Schulter zurück. Hunter leckte sich über die Lippen und grinste schief. Als er begann sich langsam zu mir herunter zu lehnen, wich ich ein wenig mit dem Kopf zurück. Sein Blick entfachte Feuer in mir und ich würde gern für ihn verbrennen. Seine rechte Hand strich über meine Wange, bevor er sie in meinen Haaren vergrub. Ich sah ihn auffordernd an und er zog mich zu sich. Seine Lippen waren heiß auf meinen, während er mich auf die Füße zog. Ich erwiderte seinen Kuss gierig und ließ mich in ihn fallen. Als er den Kopf zurückzog, drehte ich uns schwungvoll um, sodass er vor der Bettkante stand und ich mit dem Rücken in Richtung Zimmertür. Ich stieß ihn sanft an den Schultern und er ließ sich aufs Bett zurück fallen. Die Verwunderung auf seinem Gesicht ermutigte mich nur noch mehr. Schnell griff ich den Bund meines Oberteils und zog es mir über den Kopf. Meine verwuschelten Haare fielen um meine Schultern und ich wusste, dass man meine Nippel durch die Spitzenstoff meines BHs sehen konnte. Ein tiefes Stöhnen drang aus Hunters Kehle, als er meinen Anblick in sich aufsog.
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PLAYING PRETEND
Teen FictionJeder Mensch macht Fehler. Ich hatte nur nicht erwartet, dass meiner Hunter heißen würde. Da schläft man einmal (mehrmals) mit einem (dem) Typen und schon ist dein ganzer Ruf am Arsch. Oder viel mehr wäre dein Ruf am Arsch, wenn er und alle anderen...
