51st - Die Höhle eines Trolls

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HUNTER

Ich legte meinen Arm um Erin und zog sie an mich, um die Seite ihres Kopfes zu küssen.

"Meine Freundin", flüsterte ich ihr mit einem Grinsen ins Ohr, als wir zusammen das Schulgebäude verließen. Die ganzen Leute auf dem Parkplatz, die ebenfalls das Stadion verlassen hatten, aber noch nicht gefahren waren, nachdem unsere Schule hochhaus verloren hatte, sahen uns überrascht an und versuchten unbemerkt miteinander über uns zu reden. Nichts Neues. Ich ließ mich nicht irritieren.

"Können wir Lucia suchen, ich fahr mit ihr nach Hause", fragte Erin mit sanfter Stimme. Ich nickte schnell und sah mich um. Vielleicht konnte ich sie ja in dem Gedränge ausfindig machen, ich war ja doch um einiges größer als meine Freundin. Ich grinste breit. Mir gefiel wirklich wie sich das anhörte.

"Da vorne." Ich zeigte auf den verranzten Jeep von Erins bester Freundin etwas rechts von uns, der recht schwer zu übersehen war unter all den neuen, glänzenden Autos. Erin zögerte kurz, bevor sie entschlossen meine Hand packte und mich hinter sich er zog. Im Vorbeigehen entdeckte ich Ethan, der mich fragend ansah. Ich hob unsere verschlungenen Hände etwas an sodass er sehen konnte, dass ich Erins Hand hielt, und grinste breit, bevor ich wieder den Blick abwandte.

"Na sieh mal einer an", flötete eine schmunzelnde Lucia, die sich an ihren Jeep lehnte und einen Zigarettenstummel weg schnippste. Erin und ich blieben vor ihr stehen.

"Was treibt ihr denn unter der Tribüne", stichelte Erins beste Freundin mit einem zweideutigen Zwinkern. Ich rollte mit den Augen und Erin schüttelte schmunzelnd den Kopf.

"Ach gar nichts", erwiderte sie und warf ihre Haare über die Schulter zurück.

"Liar, liar, pants on fire. Ich hab eine Zeugin. Mila?" Lucia drehte sich um und zeigt auf die Rückbank ihres Jeeps. Dort saß das Mädchen, das Erin und mich vorhin zusammen erwischt hatte. Momentan unterhielt sie sich mit einem anderen Mädchen, das ich nicht kannte. Sie war wirklich hübsch, kein Wunder, dass dieser Dylan ihr die ganze Zeit nachrannte. Ebenso ihre Freundin. Etwas verwirrt drehten sie die Köpfe in unsere Richtung, als sie unsere Blicke auf sich bemerkten. Lucia öffnete die Fahrertür an der sie bis eben noch gelehnt hatte.

"Oh, hey", stieß Erin etwas irritiert aber mit einem freundlichen Lächeln hervor. 

"Hey!", erwiderten die beiden Mädchen auf dem Rücksitz. Erin sah erwartungsvoll zu Lucia.

"Ich hab die beiden zu dir eingeladen. Wir machen uns zusammen für die Afterparty fertig." Für ein paar Sekunden schien Erin überrumpelt zu sein, dann zuckte sie aber kaum merklich mit den Schulter und nickte.

"Okay." Sie drehte sich zu mir um und sah mit strahlenden Augen zu mir auf. Ich war ausweglos verloren. Es gab kein zurück mehr. 

"Ich seh dich später auf der Party?", fragte sie zögerlich. Ich schloss lächelnd die Augen und nickte. 

"Natürlich", erwiderte ich und steckte eine dunkle Haarsträhne hinter ihr Ohr zurück. Dann lehnte ich mich etwas zu ihr herunter und küsste sie sanfte. Ich spürte ihr Lächeln an meinen Lippen und musste ebenfalls grinsen. 

"Macht mal weiter. Ist ja ekelhaft! So viel Zuneigung. Bah!" Lucia lachte und stieg in ihr Auto ein. Bevor ich Erin gehen ließ, küsste ich sie noch auf ihre Nasenspitze und zwinkerte ihr zu. Langsam entfernte ich mich rückwärts und salutierte ihr bevor ich mich endgültig umdrehte und auf den Weg zu meinem Wagen machte.

*****

ERIN

Als ich mich auf den Beifahrersitz setzte und die Tür zuzog, merkte ich schon dass 3 Augenpaare auf mir lagen.

PLAYING PRETENDWo Geschichten leben. Entdecke jetzt