»Und weißt du was sie dann gesagt hat?«, lallte ich und hielt mir kichernd die Hand vor meinen Mund, »Dass alle Alarmglocken schon bei ihr geläutet haben.« Auf einmal prustete ich laut los, als ich mich daran zurückerinnerte, wie sauer Tante Gracie wegen so einer Kleinigkeit gewesen war.
»Weißt du? So Tatütata die Feuerwehr ist da!«, ich fing noch mehr an zu lachen, als ich Vincents gezwungenes Lachen hörte, »Stell dir mal Tante Gracie in einem Feuerwehrauto vor!« Mein Bauch platzte gleich, weil ich so um mich herum gackerte und schwankte hin und her, als ich auf einmal komplett die Kontrolle verlor und nach hinten kippte, die vier leeren Jim Beam Flaschen klirrend umkippten und hätte Vincent mich nicht rechtzeitig am Rücken gepackt, wäre ich höchstwahrscheinlich auf das Glas gefallen.
»Pass auf, Hailey!«, rief er noch besorgt, rutschte näher an mich heran und jeden Millimeter, den die kleine Entfernung zwischen uns verringerte, stärkte sich sein Griff an meiner Hüfte. »Es ist alles gut mein kleiner Vincent!«, quasselte ich und lehnte mich an ihn an, meinen Kopf ließ ich auf seiner Schulter nieder, »Alles, alles gut.«
Vincent neben mir seufzte verzweifelt auf, nachdem er ein leises Scheiße geflüstert hatte und den Kopf nach unten senkte.
Ich wusste nicht, was er so scheiße fand. Es war doch alles perfekt! Wir haben uns vier Stunden perfekt amüsiert, indem wir hier auf der Treppe der Terrasse saßen, dabei über Gott und die Welt sprachen und unseren trockenen Hals mit Alkohol wieder auffrischten, damit wir weiterreden konnten.
Im Moment war es gegen halb vier in der Nacht und noch lange hatte ich nicht vor, zu gehen, denn das alles hier war viel zu schön.
Drinnen wurde die Party gefühlt noch besser, jeder grölte und tanzte zu Liedern mit, leere sowie volle Alkoholflaschen lagen auf dem Boden im Wohnzimmer verteilt und jeder, der mir und Vincent aufgefallen war, war sturzbetrunken oder high von Drogen.
Leise holte ich tief Luft, hob meinen Kopf, sodass ich mit den Augen nach oben schauen konnte und lauschte seinem ruhigen Atem.
Der Himmel war immer noch pechschwarz. Viele, kleine Sterne dekorierten das Sternenzelt und der Halbmond weiter rechts schien direkt auf uns hinab.
Als er mit seiner Hand an meiner Hüfte mich noch ein wenig weiter an ihn heranschob, öffnete ich meine Augen und drückte auf einmal meine Beine zusammen.
»Ich muss richtig pissen.«
Vincent schaute mich sofort erschrocken an und lehnte sich ein wenig zurück, damit er mich ansehen konnte. Auch ich drehte mich zu ihm um und kniff meine Augenbrauen zusammen, während ich mich fragte, wie viel Kraft meine Beine eigentlich hatten, um sich überhaupt zusammendrücken zu lassen.
Scheiße war das gerade unpassend.
Ein paar Sekunden danach, wo er meinen leidenden Gesichtsausdruck betrachtete, stand er auf, klopfte sich den Dreck von seinem Hintern mit seinen Händen ab und stellte sich vor mich, streckte mir die Hände heraus und nickte mit dem Kopf, was bedeutete, dass ich aufstehen sollte.
Gekränkt fing ich an zu stöhnen, stützte mich mit meinen Händen am Boden ab und versuchte aufzustehen, was mir aber nicht zu übersehen misslang. »Ich will nicht«, jammerte ich und legte den Kopf in den Nacken, spürte, wie locker meine Arme auf einmal wurden und ich wieder kurz davor war, auf die leeren Flaschen hinter meinem Rücken zu kippen und das merkte auch Vincent, weil er sich blitzschnell herunterbeugte und mich an meinen Handgelenken packte.
»Komm jetzt, Hailey.« Vorsichtig umfasste er meine Hände ein wenig fester, zog mich langsam von der zweiten Treppenstufe hoch und stellte mich auf die Beine, aber anstatt dass ich ruhig stehen blieb, schwankte ich von links nach rechts und stolperte zwei Schritte danach zur Seite, als Vincent mich erneut an der Hüfte packte und mich somit zum Stillstand brachte.
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Addicted | wird überarbeitet und in der neuen version wieder gepostet!
Teen FictionWIRD ÜBERARBEITET UND IN DER NEUEN VERSION WIEDERGEPOSTET! »Ich brauche dich. Ich bin süchtig nach dir.« Es war nur eine Party, die das anscheinend so perfekte Leben von Hailey in ein komplettes Desaster änderte. Sie dachte, er wäre das Beste für si...
