Breakdown

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Yubeom, Yoongis Sohn, war ein arrogantes und verzogenes Gör, was sich eine möchtegern Straßengeschichte zusammengelegt hatte. Sein Manager behielt mich mit warnendem Blick ihm Auge, während Jaebum sämliche Vertragsoptionen vorstellte, über die sich die beiden vor uns unterhielten und schließlich das beste wählten. Der Vertrag für JYP wurde gedruckt und an Ort und stelle noch unterschrieben, bevor sich das verzogene mochtegern Ghettokid mit seinem gefolge verpisste.

"Er gehört auch zu ihnen oder?" stellte Jae fest, als die beiden weg waren. Ich nickte. "Deshalb bist du so ausgeflippt?" Wieder nickte ich. "Hätte ich ihn wieder weggeschickt, hätten sie mich umgebracht." flüsterte ich und kauerte mich auf dem Stuhl zusammen, auf dem ich saß und erzählte ihm noch den ganzen Rest mit Jungsoo und dass er bei Luhan und seinem Sohn unterwegs war. "Das heißt, dass Tae und Jong doch eigentlich auch von alledem wissen müssten, sie haben schließlich mal für die Ssang Young Pa gearbeitet." murmelte der Rollstuhlfahrer und fuhr sich durch die Haare. Aus diesem Winkel hatte ich die ganze Sache bis jetzt noch nicht betrachtet.

Es könnte genauso gut sein, dass die beiden Jungsoo ebenfalls zum Abhauen motiviert haben, aber so schätzte ich die beiden garantiert nicht ein. Taemin und Jonghyun würden sich bestimmt nicht mehr auf die Seite der Ssang Young Pa stellten, so hoffte ich zumindest aus tiefstem Herzen. "Deinem Jungen wird nichts passieren Tee." versicherte Jae und nickte mir bekräftigend zu. "Und auch keinem von euch. Ich werde Zico sagen, dass sie Jungsoo am ersten Tourstopp abfangen sollen und ihn wiederbringen sollen, bevor sie die anderen wieder dahin zurückschicken, wo sie hingehören." versprach er mir und sah mich mit ermutigenden Augen an. Ich seufzte und nickte. Ich musste ihm ja wohl glauben, wenn ich das Leben meines Sohnes in seine Hände legte. Doch ich vertraute Jaebum, auch wenn es damals garantiert nie so gekommen wäre, wie wir uns kennengelernt hatten, doch mit der Zeit hatte ich gemerkt, dass er gar nicht so übel war und ungewollt musste ich mich ja auch damals mit ihm auseinander setzen, da er durch einen dummen Zufall Amber kennengelernt hatte und schließlich mit ihr zusammen gekomen war.

"Kannst du mich zu den Studios fahren?" ich muss nochmal nen Song überarbeiten und will gleich den Anruf machen." bat er mich. Ich stand auf und schob ihn vor mich hin zu dem Studio, in das er wollte. Wir verabschiedeten uns voneinander und ich lief wieder hoch ins Büro von meinem Mann und mir. "Jungsoo ist mit Yuhan geflogen?!" fuhr mich BamBam sofort an, als ich den Raum betrat. "Der Junge hat einen anpfiff schon weg." grummelte ich und schob mich an ihm vorbei. "Oh nein Theresa du bleibst bei mir und bist mir ne Erklärung schuldig, wieso du mir nicht eher gesagt hast, dass Luhan der Vater von Jungsoos Freund ist." fuhr er mich an und hielt mir sein Handy hin, auf dem ein Bild von dem Flugzeug zu sehen war, in dem mein Sohn saß. neben ihm Yuhan und daneben Luhan. "Wann hattest du vor mir das zu erzählen, wann wolltest du mich wissen lassen das unser Sohn direkt in die Arme von dem läuft, der mich damals töten wollte!" schrie er mich nahe zu an und blickte aus wütend und besorgt funkelnden Augen in meine. "Aus diesem Grund habe ich es dir verheimlicht, weil ich wusste, dass du so ausrasten würdest!" setzte ich mich zur weht und drückte ihn endlich zur Seite.

BamBam lachte auf. "Was sollte ich denn sonst tun? Zusammen mit diesem verdammten halbschwulen Pudel eierschaukeln und darüber reden, wie toll doch unsere Kinder zusammen passen?!" fuhr er mich weiter an und zog mich grob an meinem Handgelenk zu sich zurück. Noch nie hatte ich ihn so aggresiv erlebt. "War er es der im Krankenhaus war?! War er es der dich umbringen wollte?!" rief er weiter ohne rücksicht darauf, dass es mir sein Verhalten nicht grade einfacher machte ihm alles irgendwie zu erklären. Es tat weh zu sehen, dass er mir gegenüber tatsächlich so laut werden konnte. Ich riss mich von seinem Griff los und rieb mir mein Handgelenk, definitiv, würde dies eine blaue Spur hinterlassen. "Theresa erkläre es mir bitte und steh hier nicht nur so untätig herum!" wetterte er.

"Ich und untätig! Ich versuche hier irgendwie nicht zu sterben, während ich von allen Seiten bedroht und überwacht werde. Wie soll ich dir bitte etwas erklären, wenn es mich verdammt nochmal töten könnte, so wie uns alle!" schrie ich außer mir zurück und ließ den Tränen nun freien Lauf. Auf dem Gesicht meines Mannes stand plötzlich blankes Entsetzen. "Wie meinst du das?" meinte er aufeinmal wesentlich leiser und kam auf mich zu. Ich ging auf Abstand und erzählte ihm endlich alles. Angefangen von Mark, bis zu Yoongi Samstagnacht.

Mein Mann eilte auf mich zu und nahm mich in die Arme. Ich schluchzte und drückte mich an ihn. Es tat so unendlich gut ihm alles zu erzählen. Zwar hatte ich Jaebum eben etwas erzählt, doch er wusste noch nicht alles. "Tai. Dir, uns, wird keiner was anhaben. Wir bekommen unseren Sohn ohne einen Kratzer zurück, Jae hat mir nen Teil schon erzählt." teilte er mir mit. Ich sah zu ihm auf und wollte was sagen, spürte im selben Moment aber weiche, volle, sündigweiche Lippen auf meinen. "Sei ihm nicht sauer, er wollte nur, dass ich mir keine sorgen mehr um dich machen soll." sprach er leise. "Es hat aber total das Gegenteil bewirkt. Du hast mich angeschrien." schniefte ich und wendete meinen Blick von ihm. "Und das tut mir grade so leid, du hast mich noch nie so verängstigt angesehen, wie eben. Wenn ich könnte, würde ich die Zeit bis vorhin zurück drehen und hätte dich ruhiger damit konfrontiert." schwor er und küsste mich erneut, allerdings vorsichtig, so als hätte er Angst ich würde zerfallen.

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