"Er ist bitte was?" fuhr ich Taemin Montagnachittag am Handy im Büro an. "Rhesa reg dich ab, dem kleinen geht es hier bestens." versuchte er mich zu beruhigen, doch vergebens. "Ich soll mich abregen, wenn ich heute morgen die Benachrichtigung von Jungsoos Schule bekomme, dass er nicht zum Unterricht erschienen ist?" meckerte ich Taemin weiter an und haute auf den Schreibtisch. "Ich wusste nicht, dass ihr nicht wusstet, dass er mit uns weg ist." machte er mir klar. "Hätten Jonghyun und ich das gewusst, hätten wir ihn mit dem nächsten Taxi in Richtung Schule geschickt." beteuerte der am anderen Ende der Leitung. "Ich will meinen Sohn sprechen, sofort!" verlangte ich streng. "Äh... Also..." druckste Taemin herum. "Was äh und also?" hinterfragte ich sauer und raufte mir die Haare. "Der ist mit Yuhan auf die Toilette verschwunden." beichtete er mir.
Ich gab einen angespannten Laut von mir. "Dann geh ihm hinter her und hol ihn mir ans Telefon, ist mir scheiß egal, ob die beiden das Flugzeug zusammenficken oder nicht." wies ich ihm an. Taemin seufzte. "Ich melde mich in fünf Minuten noch mal bei dir, mit deinem Sohn." murmelte er und legte auf. Fassungslos schmiss ich mein Handy auf die Tischplatte und schüttelte den Kopf. Jungsoo hatte es tatsächlich fertig gebracht sich mit Yuhan, Taemin, Jonghyun so wie ihrer Group mit auf Tour zu schmuggeln und dass ohne, dass BamBam und ich bis eben was mitbekommen hatten, da mich Soos Schulleiter angerufen hatte.
Sollte ich meinen Sohn in den nächsten Tagen wieder zu Gesicht bekommen, kann er sich darauf gefasst machen, dass er seinem Yuhan nur noch auf zwanzig Meter entfernung zuwinken durfte. Das Jungsoo in seiner sprache etwas gewagter wurde, störte mich nicht wirklich, es war gewöhnungsbedürftig ihn auf einmal etwas offener zu erleben, aber das Yuhan ihn jetzt auch nich dazu überredet hatte mit ihm zu fliegen, obwohl mein Mann und ich dagegen waren, brachte das Fass zum überlaufen.
"Mrs Bhuwakul?" Ich sah auf und erblickte Nina in der Tür zum Büro. "Ich wollte sie an Ihren Termin in einer Viertelstunde erinnern." lächelte sie ein wenig unbehagen und stand in der Tür herum. Ich nickte und lehnte mich auf dem Stuhl zurück. "Und ich soll ihnen ausrichten, dass sie Mr Im davor abholen sollen." teilte sie mir noch mit und verschwand wieder.
Auch das noch. Wie abgesprochen meldete sich heute morgen der Manager von Yoongis Sohn und verlangte einen Termin, in dem ich einen möglichen Vetrag mit dem Newcomer Rapper zusammenstellen sollte. Yoongi hatte ziemlich weit vorgegriffen was das wohl betraf. Über den gestrigen Tag gab es zu meinem Glück keine unbequemen Begegnungen mit Leuten aus meiner schrecklichen Vergangenheit.
Mein Handy klingelte und so schnell wie noch nie nahm ich den Anruf an. "Hab den kleinen Ausreißer bei mir." meinte er zufrieden und reichte das Telefon weiter. "Sag mal Jungsoo Bhuwakul gehts bei dir eigentlich noch?! Dein Vater und ich haben dir doch ausdrücklich verboten, dass du mit Yuhan mit fliegst. Es ist Schule, wenn auch nict mehr lange für dieses Schuljahr, aber du kannst nicht einfach wider unser Entscheidung abhauen, ist dir das eigentlich klar?" ich musste meine Stimme ziemlich im Zaune halten, ihn nicht aus Leibeskräften anzubrüllen, da ich einfach nur wütend und aufgebracht war. "Mom, ihr erlaubt nie irgendwas!" wurde er mir gegenüber laut. "Ach? Also haben wir dir auch nicht erlaubt, dass Yuhan einfach nachts bleiben kann, oder dass du in den Ferien mit Jia nach LA fliegst, oder dass du nach deinem Abschluss das erste Collegejahr in Seoul machen darfst. Wir sind ja so streng zu dir." meinte ich bissig und hörte ihn ungläubig auflachen. "Wenn wir dir so wenig erlauben, hat sich das mit Yuhan, LA und dem College jetzt gestrichen." drohte ich ihm. "Wag es dir!" rief mein Sohn geschockt. "Oh und wie ich es mir wagen werde, wenn du deinen Arsch nicht in das nächste Flugzeug zurück nach Honolulu bewegst." bestand ich.
Jungsoo wurd das Telefon aus der Hand genommen. "Mrs Bhuwakul jetzt beruhigen Sie sich mal. Hier ist Yuhans Vater und ich versichere Ihnen, Ihrem Jungen wird nichts passieren." ertönte Luhan in einem möchtegern Väterton. "Wage es dir meinen Sohn anzurühren und du bist Tod!" drohte ich ihm. "Ach? Sie denken echt ich lasse meinen Sohn alleine auf eine solche Tour?" lachte er gestellt belustig. "Ich will sofort wieder mit Jungsoo sprechen." verlangte ich von dem dämlichen Pudel, der mir damals bereits mein Leben zur Hölle gemacht hatte. "Nein. Nein. Ich werde die beiden stehts und ständig in meiner Aufsicht behalten, machen Sie sich keinerlei sorgen." säuselte er unbekümmert weiter. Wie gerne ich ihm jetzt sein widerliches kindliches Gesicht verhauen würde, würde er genau vor mir stehen und nicht meilenweit entfernt am Handy hängen. "Wenn du ihm irgendwas antust, dann..." ich wurde unterbrochen. "Was nicht ist kann ja noch unterwegs werden. Sie sollten sich lieber auf Ihre Arbeit konzentrieren und darauf sich nicht zu verplappern oder Gläser um zu schmeißen. Was schön Sie kennengelernt zu haben Mrs Bhuwakul." Das wiederliche Piepen ertönte, was mir unweigerlich klar machte, dass Luhan den anruf beendet hatte. Ich wählte Taemins Nummer erneut, doch es nahm keiner ab, so war es auch bei der von meinem Sohn und Jonghyun.
Luhan hatte mir gedroht meinem Sohn etwas anzutun und ich könnte nicht mal was dagegen unternehmen, da ich auf Hawaii festhing und damit zu kämpfen hatte nun nicht komplett auszurasten. Ich stand viel zu ruckartig auf und warf dabei meinen Drehstuhl um. Ich ließ ihn liegen und verließ das Büro, um zu dem von Amber und Jaebum, eine Etage über unserem, zu fahren. Ohne anklopfen betrat ich den Raum und sah Jae an seinem Schreibtisch, wie er über Massen an Papieren grübelte. "Hast du noch die Nummer von Hongki?" fragte ich und rollte ihn aus dem Büro. "Ja, aber wieso?" wollte er wissen und drehte seinen Kopf zu mir. "Wenn ich dir das erzählen sollte, hälst du dicht, okay?" verlangte ich von ihm. Ein wenig irritiert binzelte er und nickte. "Und damit meine ich dicht, das kommt nicht mal in Ambers Hände." führte ich fort, erneut nickte er.
Ich schob Jae in seinem Rollstuhl in den Fahrstuhl und wartete bis die Türen zu gingen, eh ich den Stoppknopf drückte und den Lift anhalten ließ. "Luhan ist draußen." fiel ich mit der Tür ins Haus und ließ Jaebum vor schreck fast aus dem Rollstuhl kippen. "Nicht nur das. Mark ist auch wieder da und zwei von den Bangtans. Yuhan, der Trainee von dem hier alle mega begeistert sind, ist Luhans Nachfahre und er hat meinen Sohn total im griff." sprach ich weiter. "Bitte was?!" rief Jaebum schon fast und drehte den Rollstuhl zu mir um. "Luhan und die beiden Bangtans drohen mir hier alles zu zerstören und mich umzubringen, sollte ich irgendjemanden was sagen. Sie meinten ich werde beobachtet." endete ich mit dem gröbsten.
"Vergiss Hongki, ich sag Zico und seinen Leuten bescheid, die sollten sich darum kümmern, für die Jungs aus LA ist das ne Nummer zu hoch. Was deinen Mann und meine Frau betrifft, ich halte dicht, aber nur wenn du die beiden daraus hälst." setzte er seine Bedingungen. Ich nickte. "Danke Jae." Eine Träne stahl sich mir aus den Augen, schnell wischte ich sie wieder weg. Er lachte auf. "Kein Problem. Wäre ja nicht das erste mal, dass ich dich aus der scheiße fische." nahm er es locker. "Aber sieh zu, dass du keinem von den verrückten ins Blickfeld fällst." meinte er, doch das ganze änderte sich, als ich ihm von gestern und von der Sache mit Mark und Luhan um Krankenhaus erzählte.
"Nimm das zurück, was ich mit BamBam gesagt habe. Du erzählst es ihm und flehst ihn an, dass er normal bleiben soll, damit diese verfolger dir nichts tun und ich organisiere das, mit Zico und Co." stellte er richtig. Ich sah von ihm weg und nickte, da ich wusste, dass ich BamBam da nicht mit reinziehen werde, und allein um das zu verhindern würde ich ihm nichts erzählen, bis auf die Sache, dass Soo abgehauen ist.
Ich ließ den Fahrstul weiter nach unten gleiten und rollte Jaebum schließlich mit mir zu dem Treffen mit Yoongis Sohn und dem Manager.
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Not Today
Fanfic1. Gangs Bride 2. Never Ever 3. Not Today 4. Heavy Fire In dem Umschlag war ein Bild, was mir sofort das Blut in den Adern gefrieren ließ. Es zeigte einen dunkeren Hinterhof eines alten zerfallenen Gebäudes, was sich allerdings nicht auf der Inse...