Neben mir klingelte Ambers telefon. Sie würde bestimmt gleich genau die selbe Alptraumnachricht bekommen wie ich. "Geht es dir gut?" fragte ich meinen Mann. Er gab einen bejahenden Laut von sich, was mir innerlich einen Stein vom Herzen ließ. "Krankenwagen und Polizei ist bereits vor Ort um sich um die verletzten zu kümmern. Ich möchte, dass du erstmal da bleibst wo du bist." verlangte mein Mann von mir. "Ja." nuschtelte ich ein wenig geschockt und sah zu Amber die komplett in Tränen ausgebrochen war, as definitiv nichts gutes verheißen konnte. "Wann?" wollte ich auf das was er mir vorhin erzählt hatte wissen. BamBam blieb kurz ruhig. "Vor etwa einer Dreiviertel Stude, ich kann von Glück reden, dass man es oben in den Büros nur gehört hat, bei Jae sah es da etwas anders aus." teilte er mir mit einer beängstigend ruhigen Stimme mir.
"Die Studios, so wie der Empfang sind im Arsch, der Keller ist halbwegs heil geblieben, so wie die obersten Räumlichkeiten." Ich nickte, obwohl er es nicht sehen würde. Auf unser Entertainment wurde ein Anschlag verübt, spukte es mir durch den Kopf. Bisher hatte ich gedacht Hawaii wäre ein ruhiger Staat, in dem es für die Kinder am besten war aufzuwachsen und das in mitten von Sandstränden, Surfbrettern und Palmen, doch dieses Bild wurde mir soeben genommen. Auf einmal hatte ich Angst das kleine, fast unsehbare Leben in mir auf diese Erde zu bringen, aus Sorge es würde in eine Welt kommen, in der es keinen Frieden mehr geben wird. "Tai?" mein Mann klang ängstlich, nahezu zerbrechlich mit einem mal. "Tu mir einen gefallen und mache dir keine Sorgen okay? Angst ist das erste, was diese Bastarde von Terroristen verursachen wollen und du weißt ich werde dich mit meinem Leben beschützen, wenn es zu schlimmeren kommen sollte." erinnerte er mich. Ungehindert bahnten sich Tränen aus meinen Augen. Wieder nickte ich, mit dem Wissen, dass er es nicht sehen konnte.
Ein seufzen von ihm ertönte. "Ich stehle mich durch die Polizeibefragungen und hole dann die Kinder von der Schule ab, setze sie ab und hole euch beide. Die Sanitäter haben Jae sofort ins Krankenhaus gebracht, ihn hat es ziemlich übel erwischt, wir fahren dann mit Amber hin und schauen wie es ihm geht." teilte er mir seinen Plan mit, dem ich mit einen betrübten Laut zustimmte. "Tai? Pass auf dich auf. Ich liebe dich, wir sehen uns später." verabschiedete er sich mit nidergeschlagener Stimme. "Ich dich auch, und passe selber auf dich auf." verabschiedete ich mich, doch es piepte bereits am anderen Ende der Leitung.
Mein Blick ging zu Amber, die völlig aufgelöst in ihrem Stuhl hockte und ihr Gesicht in ihren Händen verbarg. Ich stand auf und kniete mich neben sie. "Er wird wieder Am." versicherte ich ihr und strich ihr über den Rücken. Sie hob ihren Blick. Der Mascara um ihre Augen, so wie der Eyeliner waren komplett verschmiert und liefen ihr die Wangen hinab. "Woher?" schluchzte sie. "Bam hat mir grade alles erzählt." erklärte ich ihr kurz und zog sie runter in meine Arme. "Jae...Er...Er darf nicht... nicht sterben." wimmerte sie und vergrub ihren Kopf an meiner Schulter. "Das... Das könten Kira und ich nicht... nicht verkraften." Ihre Tränen durchsickerten mein Oberteil und würden höchstwahrscheinlich dunkle Flecken hinterlassen, doch das war mir in diesem Moment mehr als nur egal. "Amber. Er wird nicht sterben. Er wird kämpfen, hat er doch schon immer." versicherte ich ihr und lachte leise. Sie nickte gegen meine Schulter. "Mein Kämpferjaebie." murmelte sie unter Tränen und gab einen Laut von sich in den man ein Schluchzen und ein Lachen interpretieren konnte. Nach und nach wurden die anderen Anwesenden am Videoset benachrichtigt. Es hieß, dass der Dreh abgebrochen wurde und erst wieder fortgesetzt werden würde, wenn alles wieder gut und der Anschlag von allen Seiten verkraftet sein würde, doch im Moment sah noch gar nichts danach aus.
So ziemlich alle liefen am Wasser herum und telefonierten mit angehörigen oder Freunden, um ihnen zu versichern, dass es ihnen gut ging, was mir das Zeichen gab, dass es die Explosion bereits in die Medien geschafft hatte, soetwas verbreitete sich schneller als jedes Lauffeuer. Spätestens heute Abend würde Chen bei uns anrufen und nach dem Rechten fragen, da die News es dann einmal um die Welt geschafft hätten und jeder es dann wissen musste. Amber hing noch immer an mir und vergrub ihren Kopf an meiner Schulter, während ich ihr immer wieder zuflüsterte, dass alles gut werden würde, doch das Chaos an besorgten Menschen vor meinen Augen ließ mich ein wenig daran zweifeln, dass alles so schnell wieder Happy wie ein Einhorn werden würde.
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Not Today
Fanfiction1. Gangs Bride 2. Never Ever 3. Not Today 4. Heavy Fire In dem Umschlag war ein Bild, was mir sofort das Blut in den Adern gefrieren ließ. Es zeigte einen dunkeren Hinterhof eines alten zerfallenen Gebäudes, was sich allerdings nicht auf der Inse...