10. Kapitel

2.3K 123 12
                                        

Ich dachte, ich hätte wirklich mehr Zeit für Wattpad - jetzt, wo doch Ferien sind. Aber irgendwie finde ich noch weniger Zeit für Wattpad und komme fast gar nicht mehr zum Schreiben...
ich werde aber versuchen, das wieder zu ändern und öfters zu updaten, damit es hier auch mal voran geht und ich mit den dritten Teil beginnen kann 🤗
Und jetzt viel spaß beim lesen

Ich zog mir das Trikot über den Brustpanzer, der über meinen Oberkörper gespannt ist. Die anderen Jungs waren auch dabei, sich für das bevorstehende Spiel vorzubereiten.

In mir herrschte bloße Unruhe, weil ich realisierte, dass auch heute niemand bei meinem Spiel da sein wird, der mir wichtig ist. Ich war mir sicher, dass meine Eltern auch heute Nachmittag keine Zeit für dieses Spiel finden werden. Allerdings hatte ich jedes Mal einen winzigen Funken Hoffnungen, dass sie doch verstanden hatten, wie wichtig es für mich wäre, sie dabei zu haben. Doch jedes Mal wurde ich vom Leben belehrt, dass es nur Enttäuschungen gab, wenn man sich an diese Hoffnung festkrallte.

»Alles gut, Bruder?« Scott stand neben mir und als ich nickte, klopfte er mir auf die Schulter.

In den Umkleidekabinen konnten wir Gejubel hören, als die gegnerische Mannschaft das Spielfeld betrat.

Allerdings verdreifachte sich das Gejubel und Geschreie, als wir das Spielfeld betraten. Die Cheerleaderinnen begannen ihre geübten Tanzschritte vorzuführen. Celine zwinkerte mir kurz zu und hatte ein breites Lächeln auf dem Gesicht, als ich meinen Blick für ein paar Sekunden in ihre Richtung warf. Dann konzentrierte sie sich wieder auf die Schritte und Bewegungen, die sie synchron mit den anderen Cheerleaderinnen vorführen musste.

Enttäuschend stellte ich fest, dass alle, die mir zujubelten, Schilder oder Trikots mit meinen Namen trugen, bloß Mitschüler waren, die mir rein gar nichts bedeuteten oder von denen ich kaum wusste, dass sie überhaupt existierten.

Weder meine Eltern noch meine Schwester saßen auf der Tribüne und jubelten mir zu. Scotts Eltern stattdessen saßen in den vorderen Reihen und sahen stolz ihren Sohn an, der freudig über das Feld eilte und mit seinen Freunden in der Footballmanschaft herumalberte, bevor wir alle unsere Positionen einnahmen.

• • •

Am Montag in der Schule wurde mir von einigen Schülerinnen und Schülern gratuliert, wie gut ich gespielt hätte und dass ohne mich die Mannschaft nur halb so gut gewesen wäre.

Seufzend ließ ich mich auf meinen Platz in die vorletzte Reihe nieder und ließ den unerträglichen Unterricht über mich ergehen. Die Lehrer lobten anfangs der Stunde die Leistung der Mannschaft am Wochenende, bevor sie auch gleich mit dem Unterricht beginnen.

Nach der Schule bot sich dann nach einem langen, fast unerträglichen Unterricht bis in den späteren Nachmittag ein Gespräch mit meinen Freunden vor dem Schulgebäude. Wir alle standen in der Nähe der Tür, aus der immer wieder einige Schüler erleichtert das Gebäude verlassen und sich mit ihren Freunden auf den Weg zum Schulbus oder zu ihren Autos machten.  Sie brabbelten fröhlich, manche alberten auch herum.

Jonas hatte nichts besseres zu tun, als dumme Kommentare über andere zu äußern, was Ashley zum Kichern brachte. Sie klammerte sich an seinen Arm und schmiegte ihren Körper gegen seinen, um ihm so nahe wie möglich zu sein. Ihr teuflisches Grinsen auf den Lippen verschwand keine Sekunde, denn es lief ständig jemand an uns vorbei, der von meinen Freunden nicht gemocht und akzeptiert wurden. Mia, Lucy, Andrew, Lucinda und Hope waren nur ein paar Schüler von vielen, die sie nicht akzeptierten. Aber das war auch nichts Neues gewesen, denn das fing bereits vor Jahren an, als wir unser erstes Jahr an der High School hatten.

Adam | New VersionWo Geschichten leben. Entdecke jetzt