„Sind die jetzt endlich fertig? Sonst schlaf ich gleich noch neben meinem Kitten." Sylex rieb sich übers Gesicht und sah dann auf Drews Kopf auf seinem Schoß. Sie schlief noch immer und wirkte dabei so friedlich und ruhig wie sonst nur selten.
„Naja. Fertig sind die Lehrer jetzt schon. Aber jetzt kommt der lustigere Teil... zumindest ein bisschen besser. Showkämpfe der Schüler." „Ist das besser?" Allein der Seitenblick auf Aaron reichte Sylex und er wusste, viel war wohl nicht zu erwarten. Trotzdem hob er den Blick und sah auf das Feld, wo nun gerade zwei Leute sich vorbereiteten.
Ein Mädchen mit der blauen Weste der Wasserelementaren und ein etwa gleichalter Junge, der die Weste der Luft trug, standen sich gegenüber. „Eigentlich sollten Ceran und Aaron kämpfen, aber die beiden sind selten zu stoppen. Sie sind so aufeinander fixiert, dass sie nicht bemerken, wenn sie andere verletzen." Svex ließ sich neben Sylex nieder.
Das Lixie sich nicht zu ihnen setzte, überraschte Sylex, doch da es in dem Moment wirklich losgeht, denkt er nicht weiter darüber nach. Die aus dem Nichts kommende, riesige Welle wurde von Aaron zwar von ihnen abgehalten, ries Sylex Aufmerksamkeit aber zu dem Kampf. Während die anderen von dem gewohnten Bild, trotz der immensen Wassermassen, die um sie herum strömten, gelangweilt waren, folgten seine Augen dem Kampf.
Der Junge schien die Überhand zu haben, auch wenn er eigentlich nur auswich. Das er aber bisher keiner Attacken des Mädchens, die ihr Element großzügig einsetzte, getroffen wurde, zeigte es Sylex deutlich. Eine riesige Wassermenge, die mittlerweile von den anderen Wasserelementaren im Feld gehalten wurde, bewegte sich wie wild darin, doch niemals berührte ihn auch nur ein Tropfen.
Sylex versuchte in den Gesichtern der beiden zu lesen, wenn man dieser durch das aufgewühlte Wasser einmal sah und verstand es nach kurzer Zeit. Der Junge war nicht dumm. Er hatte eine Blase aus Luft um sich gelegt und hielt diese aufrecht. Selbst die spitzen Eisnadeln, die das Mädchen auf ihn abschoss, zersplitterten an dem harten Schild. Dabei zeigte er keine Regung.
Das schien das Mädchen aufzuregen und Sylex grinste, denn er hatte bemerkt, dass dies das Ziel des Jungen war. Der schlug erst jetzt zu und schoss Schockwellen auf sie ab, die man in den Wassermassen gut sehen konnte. Sie verdrängten das Wasser und die folgenden trafen die junge Frau, schleuderten sie durch die Luft und nur der schnellen Reaktion von Anna war es zu verdanken, dass das Mädchen nicht auf dem Boden aufschlug.
„Vander! Ihr sollt euch nicht verletzen!" wurde er dafür von einem der Lehrer angepfiffen, doch er grinste nur und ging durch das Wasser vom Feld. „Vander! Verdammt! Und jetzt lasst endlich das Wasser verschwinden!" Ceran grinste über den Lehrer, der über Vander überhaupt keine Kontrolle hatte.
„Vander ist einfach eine Nummer für sich. Der nutzt das, was du auch bemerkt hast aus und das bis zum extremen." Ceran nickte zu dem wirklich hübschen Jungen, der von Mädchen umschwärmt wurde. „Er sieht nach einem Ladysman aus." „Badboys sind eben beliebt." Erwiderte Svex auf Sylex Kommentar.
„Aaron lass al das Wasser verschwinden, bevor hier noch wer ausrastet." Murmelte Ceran und Aaron grinste, machte sich dann aber an die Arbeit. Langsam aber sicher verschwand das Wasser und der Boden wurde trocken. „Ceran! Du gegen Sanyxa." Auf der anderen Seite stand eine junge Frau auf und betrat das Feld.
Ceran verdrehte die Augen, rappelte sich dann aber doch auf und betrat ebenfalls das Feld. Sanyxa lächelte Ceran an, der aber nicht reagierte. „Sie will ihn verführen, aber Ceran reagiert nie." Erklärte Aaron und Svex lachte lautlos. „Sie ist einfach nicht hübsch genug für ihn. Er ist ein Mann, der die Schönheit schätzt."
Sylex und Svex haben die Augenbrauen, wegen der seltenen Ausdrucksweise von Aaron. Der sah allerdings auf das Feld, wo der Kampf nun beginnt. Sanyxa begann und schoss faustgroße Feuerkugeln, die Ceran mit einer massiven Steinwand abwehrte. Innerhalb von Sekunden lenkten die Kugeln um die Wand, die ihr komplett die Sicht nahm.
Die Clique aber sah, dass Ceran gar nicht mehr hinter der Wand stand, sondern irgendwo unter dem Feld war und den Boden von unten manipulierte. Von unten ließ er den Boden wackeln und ihn aufbrechen, sowie schmale Stäbe aus dem Boden wachsen. Sanyxa wurde in die Luft geschleudert, schaffte es aber unverletzt zu landen.
Ab da blieb sie nicht stehen und das gesamte Feld zerstörte sich von unten selbst. Das sorgte aber nur dafür, dass Sanyxa Zeit blieb sich etwas zu überlegen, doch ihr schien nichts einzufallen. Sylex hätte einen für sie, Feuer in den Gang schicken, doch er war ja eigentlich für Ceran.
So lehnte er sich nach hinten und sah dem Kampf zu, der nun stoppte. Der Boden, komplett zerklüftet, stand still und nichts bewegte sich, außer Sanyxa, die sich über den Boden tastete. Aber auf dem Boden war sie Cerans Beute, besonders wenn sie sich langsam bewegte.
Sie half ihrem Gegner damit nur sie zu lokalisieren und genau das hatte der nun auch getan. Direkt unter ihr brach der Boden ein und schnell war ihre untere Hälfte von härtendem Stein umgeben. Bevor sie noch viel tun konnte, band er auch ihre Hände an ihre Hüfte.
Sie zappelte und versuchte sich zu lösen, ging so weit als Feuer um den Stein zu schicken, wohl um den zu schmelzen. Das funktionierte, aber der Stein bewegte sich nicht, da Ceran ihn dort hielt wo er wollte. Sanyxa knurrte etwas, so leise, dass es niemand außer ihr verstand. „Ich gebe auf."
Ceran kam aus dem Boden und der Stein gab Sanyxa frei, die sauer vom Feld stapfte. Der Sieger ließ sich wieder bei seiner Clique nieder. Aaron aber beobachtete Sanyxa weiter und brach dann in Lachen aus. Von allen außen herum bekam er nun verwirrte Blicke zugeworfen.
„Ich kann es nicht glauben. Sie versucht immer noch mit dir zu flirten." Die Köpfe der Gruppe drehten sich sofort zu Sanyxa, die eine Haarsträhne um die Finger wickelte und Ceran begehrende Blicke zuwarf. Ceran wand sofort den Blick ab, während die anderen sich ihr Lachen verbissen.
Aaron dagegen starrte schon wieder irgendwen an, als wolle er ihn zum Frühstück verspeisen. Sylex sah schon gar nicht mehr hin. E akzeptierte das Geheimnis des anderen, stupste ihn aber an um ihn auf sein Starren aufmerksam zu machen. Der riss sich zusammen und stöhnte mit allen auf, als die Lehrer noch ein Paar aufstellten.
DU LIEST GERADE
Gegen den Drachen
FantasyIn einer Welt, in der manche Menschen die Kraft haben ein Element zu kontrollieren, müssen diese an gesonderte Schulen gehen um niemandem gefährlich zu werden. So auch der Einzelgänger Sylex, der später als alle anderen erst entdeckt wurde. Er kann...
