„Hey. Du siehst echt müde aus." Sylex brummte Aarn an und setzte sich auf seinen Platz, als er auf einmal einen Apfel vor sich liegen hatte. Er drehte sich um und sah in Drews lächelnde Augen, die ihn anstrahlten. „Danke." Sylex fühlte eine Wärme in sich, die bei dem Lächeln und dem Gedanken, dass Drew sich um ihn sorgte, in ihm aufstieg und immer stärker wurde.
„Es heißt doch, dass alle Elementaren dieselben Prozesse durchlaufen, wenn sie ihr Element beherrschen." Sylex drehte sich so, dass er die drei anderen ansehen konnten. Die nicken ihm zu und wartete darauf, was er wissen wollte. „Wieso werden dann nur die Dunkelelementaren gehasst?"
Die Überraschung war allen dreien anzusehen. Damit hatten sie nicht gerechnet. Keiner von ihnen. „Warum fragst du uns das? Dafür sind eigentlich die Professoren da." wollte Ceran wissen. „Weil ich glaube, dass ihr mir das erstens besser erklären könnt und zweitens auch die Wahrheit sagt." Die drei sahen sich an und schienen summ eine Diskussion zu führen.
„Weil die Dunkelelementaren stolz waren und nach wie vor sind. Vele Elementare haben nach dem Verlust des Drachen gesagt, dass sie von diesem manipuliert wurden. Viele Dunkelelementare waren zu stolz ihre Überzeugung zu verleugnen. Manche sind dafür gestorben, viele haben sich versteckt. Dadurch wurden Dunkelelementare als Krieger des Drachen bekannt und die waren verhasst, sind es bis heute." Erklärte Ceran und Sylex nickte.
Er verstand es. Gegen seine Überzeugung hatte er nie gerne etwas gesagt es fühlte sich immer falsch an. Gegenüber denen, die das nach dem Krieg nicht getan hatten, die zu ihrer Überzeugung gestanden hatten, hatte er den größten Respekt. Allerdings wollte er wissen, warum sie es ihm nicht gleich gesagt hatten und er ging das Gesagte im Kopf noch einmal durch.
„Wie war das Heer des Drachen wirklich aufgebaut?" wollte er dann wissen. „Ungefähr zu gleichen Teilen." Kam es knapp von Drew. „Sie hat Recht. Aufzeichnungen aus dem Heer belegen, dass von allen Elementen ungefähr gleich viele im Heer waren. Viele werden namentlich genannt, die aus Überzeugung in dem Heer dienten, die freiwillig eintraten, später aber aussagten manipuliert worden zu sein." Fügte Aaron grimmig hinzu.
„Weil sie feige waren, nur darum." Sylex überlegte. Er verstand, wie es zu Stande gekommen war, aber über die Dummheit und Leichtgläubigkeit der Menschen konnte er nur den Kopf schütteln. Wie konnte man annehmen, dass ein Gott jemanden aufnahm, der nicht der Überzeugung war das Richtige zu tun? Man musste nur zu den anderen Göttern beten oder einen Priester aufsuchen und das Ganze hätte sich gehabt.
„Menschen scheinen nicht besonders schlau zu sein." Ceran und Drew lachten. „Wenn es um die Elementaren geht nicht, nein. Sie fürchten uns und sind deshalb irrational uns gegenüber." Erläuterte Ceran und deutete dann nach vorne, denn der Professor mit dem militärischen Stil war herein gekommen.
„Nun. In der letzten Stunde haben wir uns mit einem Mord des Drachenkults beschäftigt. Mire und die Gruppe um Ceran hatte Recht. Es wurde festgestellt, dass der Mord dem Drachenkult nicht zugeordnet werden kann." „Sicher wussten die das." Murmelte Nymin und er hatte das Glück, dass der Professor ihn nicht gehört hatte.
Drew hob die Hand. „Weiß man denn, wer der Mörder ist?" Ja. Ein Verbrecher. E hat sie getötet, weil sie zur falschen Zeit am falschen Ort war. Nun aber weiter im Stoff. Wir reden heute weiter über den Drachenkult und ich möchte alles von euch hören, was ihr glaubt. Ob das richtig ist oder nicht ist erstmal nicht wichtig. Neuer, fang an."
Sylex hasste es so genannt zu werden. „ein Name ist Sylex. Der Drachenkult ist eine Vereinigung, die für einen ganzen Haufen an rituellen Morden verantwortlich gemacht wird. Das erste Mal wurden sie vor etwas mehr als zehn Jahren erwähnt." „Aaron ergänze, dann Drew, Ceran und so weiter!"
„Es wurde niemals ein Mord des Drachenkultes aufgeklärt und niemals ein Mitglied gefasst. Es gibt Theorien, dass man mit den Morden dem Drachen Lebensenergie zuführen möchte." Meinte Aaron und sah dann zu Drew. „ich wiederspreche Sylex und Aaron dahin gehend, dass niemand weiß, ob es den Drachenkult überhaupt gibt. Es ist ein Name der Detektivs und der Medien für die Verantwortlichen für diese Morde."
„Wir unterbrechen hier. Drew hat genau das gesagt, was ich hören wollte. Ihr alle, Drachenkult ist nur ein Name und eine Theorie. Es ist nicht bewiesen, dass diese Menschen dem Drachen geopfert werden." „Wem den sonst?" warf Lilia ein und Drew verdrehte die Augen. Sylex hatte das Gefühl, dass sein Hausvorstand Lilia nicht mochte.
„Nun, Lilia. Es könnte jedem und allem gelten. Jedem Gott, aber auch der dunklen Magie oder einem Wesen oder Gott, den wir nicht einmal kennen. Es ist ein ganz großes Problem, aber jeder nimmt durch den Namen an, dass die Opfer dem Drachen geweiht sind. Ihr solltet eigentlich wissen, dass man nicht alles aus den Medien ungesehen glauben darf."
Der warnende Blick des Professors glitt über seine Schüler. Sylex fragte sich, warum manche der Schüler ängstlich zusammen zuckten. Er empfand den Lehrer nicht als angsteinflößend, sondern als streng aber fair. Ein Blick zu Aaron zeigte ihm, dass dieser damit ebenfalls kein Problem hatte, sodass er annahm, dass dies auch für Ceran und Drew galt. Er konnte sich nicht vorstellen, dass diese Beiden Angst hätten, wenn Aaron es nicht hatte.
„Ich hoffe, dass ihr endlich lernt selbst zu denken anstelle nur den Medien nachzuplappern. Ihr seid keine Papageien, auch wenn ich mir bei einigen von euch zu Seit da nicht so sicher bin. Ihr seid mit den anderen Elementaren zusammen, ihr kennt euch, es existieren Freundschaften und Beziehungen. Hört mit euren Vorurteilen auf!"
Er drehte sich um und begann mit seinem Tafelanschrieb. „Er ist voll in Ordnung." „Ich bemerke es." Antwortete Syex Aaron geflüstert und begann den Anschrieb zu übernehmen. Seine Gedanken schweiften ab und landeten erneut bei Drew. Deren schwarze Augen bekam er einfach nicht mehr aus dem Kopf. Man konnte von Nahem so viel in diesen Augen sehen und das faszinierte ihn.
Er drehte sich um und sah Drew an. Die sah aufmerksam zur Tafel, in einer Hand ihren Stift. Ihr Blick war konzentriert, aber Sylex war sich fast sicher, dass darunter Langeweile lag. Selbst nun wirkte sie in Sylex Augen elegant und wunderschön. Er konnte es sich nicht erklären, bisher hatte er immer nur nebenher bemerkt, ob jemand schön war oder nicht. Drew aber war ständig in seinen Gedanken, sie und ihre Schönheit.
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Gegen den Drachen
FantasyIn einer Welt, in der manche Menschen die Kraft haben ein Element zu kontrollieren, müssen diese an gesonderte Schulen gehen um niemandem gefährlich zu werden. So auch der Einzelgänger Sylex, der später als alle anderen erst entdeckt wurde. Er kann...
