Kapitel 23

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Um keine weiteren Gedanken an den Schwertkämpfer zu verschwenden, stand ich auf und suchte mit meinem Haki nach der orangehaarigen Frau.
Ich klopfte an die Tür und trat ein.
Im Raum befanden sich Unmengen an Karten.
"Was kann ich für dich tun?", fragte sie höflich.
"Kannst du uns zu dieser Insel navigieren?"
"Klar. Ich bin schließlich die Navigatorin."
Ich nickte, überreichte ihr die Karte und machte auf dem Absatz kehrt.
Ich hatte Hunger. Also auf in die Küche!
Sanji stand am Herd und machte schon das Mittagessen.
"Riecht lecker.", flüsterte ich in sein Ohr.
Erschrocken zuckte er zusammen. Ich bewegte mich nun lautlos vorwärts...
"K-kaze", stotterte er.
"Gewöhn dich dran.", meinte ich und ging wieder auf Abstand. Ich steuerte auf den Kühlschrank zu und überflog den Inhalt. An einem Hähnchen blieb ich hängen.
Lecker.
Ich griff in den Kühlschrank und holte mir jedoch einen Sake heraus. Das Hähnchen konnte ich mir auch in der Nacht als kleinen Snack holen...
Da fällt mir ein... Meine Tasche befindet sich noch in dem Boot im hinteren abgelegendem Teil des Hafen. Glücklicherweise hatte das Schiff der Piraten noch nicht wieder abgelegt. Ich werde meinen Kram noch holen.
"Das essen ist fertig. Ich hole die anderen. Setzt dich doch schon mal, Kaze-kun."
Anstatt dies zu machen ging ich wieder raus an Deck.
"Kaze-kun???", hörte ich Blondi mir noch hinterher rufen, doch ich ignorierte ihn.
Auch wenn ich Hunger hatte, wollte ich dennoch noch nicht mit den anderen gemeinsam essen. Ich werde mir wirklich das Hähnchen in der Nacht holen. Denn es fühlte sich so komisch an, so anders an. Ungewohnt, war wohl ein passendereres Wort. Es war auf jeden Fall ein seltsames Gefühl.
Also ging ich von Board und spazierte zu dem Boot, was ich eigentlich vorhatte zu nehmen.
Bevor das alles chaotisch wurde zumindest. Ich musste schnell zu dieser beknackten Insel und Sora retten. Ich bin es ihr verdammt nicht mal schuldig!
Ich warf mir die Tasche um die Schulter und schlenderte zurück zu dem Schiff der Strohhut-Piraten. Naja, jetzt eher zu unserem Schiff.
Die Gedanken mit mehreren Zusammen zu sein, wie eine Familie ist schön und gleichzeitig habe ich ein wenig Angst. Familie... Etwas was ich nie wirklich hatte und doch immer irgendwie hatte.
Robin war eine Familie gewesen, obwohl sie elf Jahre älter ist und wir nur einige Jahre miteinander verbracht hatten. Sora war eine Familie gewesen, eher wie eine kleine Schwester auf die man aufpassen muss, aber trotzdem Familie. Und doch hatte ich beide verloren, doch habe ich Robin dafür wiedergefunden, dazu hat mir nun dieser Schwertheini Zorro geholfen, obwohl er mich nicht mal kannte...
Grrrr! Meine Gedanken sind schon wieder bei diesem Kerl! Kann mir vielleicht mal einer sagen was mit mir los ist?!
Da dreht man ja durch.
Automatisch wurden meine Schritte energischer. Ich habe mich immer, wirklich immer unter Kontrolle - damit meine ich nicht nur den Dämonen in mir - gehabt. Doch seid ich ihn kenne, beginne ich die Kontrolle zu verlieren, Ich kann nicht mal mehr meine Gedanken steuern! Der Dämon wird immer aufbrausender und es nervt. Was soll die Scheiße?! Was passiert hier überhaupt?
Als ich merkte das ich in der Nähe des Schiffes war, ließ ich mich nah - aber nicht zu nah - am Schiff in den Sand fallen und starrte auf die ruhige Wasseroberfläche der Meeres.
Ich versuchte mich auf den Wind, auf das Rauschen und den Geruch des Meeres zu konzentrieren, doch leider ohne besonder viel Erfolg.
Meine Gedanken schweiften immer wieder zu Sora, dann zu Robin und schließlich - auch wenn es mir nicht besonders gefiel - zu Zorro ab. Ich verstehe einfach nicht wieso er mir geholfen hat. Die Erinnerung an seine Lippen auf meiner Stirn ließen mein Herz schneller schlagen. Was bedeutet das nur?
Ich fange an mich selbst deswegen wahnsinnig zu machen!
Das muss echt aufhören.
Ich werde meine Ziele nicht aus den Augen verlieren! Basta.
Schließlich rappelte ich mich auf und ging auf's Schiff.
An Deck schlüpfte ich erstmal in mein Zimmer und lud die Tasche auf meinem Bett ab und suchte mir auf Deck eine ruhige Ecke. Als ich sie im hinteren Teil des Schiffes gefunden habe, fing ich an zu trainieren. Das war mein einzigster noch verbleibender Weg um einen klaren Kopf zu kriegen. Und den brauchte ich grade wirklich.
Ich zog meine Dolche und wiederholte einige Attacken, steckte sie wieder weg und ließ meine Klauen ausfahren. Schnell verlor ich mich in meinen Bewegungen.
Ich wechselte immer zwischen meinen Dolchen, meinen Krallen und meinen Körperlichen Attacken, sehr wohl darauf bedacht, meinen Dämon im Zaum zu halten.
Der Schweiß fing an mir irgendwann auf der Stirn zu stehen und ich spürte wie die Wunde an meiner Hüfte wieder aufgegangen war. Ich hatte keine Ahnung wie lange ich schon trainiert hatte, aber es war lange gewesen und ich musste mich ausruhen und dann aufbrechen.
Mir war es egal, ob nun mit den Strohhut-Piraten oder ohne sie.
Ich werde Sora auf jeden Fall befreien. Ohne wenn und aber.
Ich überlegte wie ich und wann ich aufbrechen sollte.
Zuerst ging ich in Ruhe duschen und genoss das Wasser auf meiner Haut - abgesehen von dem Brennen der Wunden. Meine Hüfte blutete.
Nach dem Duschen band ich mir einfach eine Bandage um und zog meine Kleidung wieder an.
Ich hatte Hunger.
Trotzdem ging ich nicht in die Küche. Dort werden noch die anderen sein, da ich sie an Deck nicht gesehen habe.
Also beschloss ich mich eine Runde auf's Ohr zu hauen.
Nachdem ich zusammengerollt im Bett lag, dauerte es nicht lange bis ich eingeschlafen bin.

Meine Gedanken schwiften zu dem sturen Muskelprotz...

One Piece - Love?! [Fan-Fiction]Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt