Die Zeit ohne dich.

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Ich konnte ihn nicht heilen. Ich hatte zu viel Kraft verbraucht. Ich musste hoffen, dass die Ärzte ihn auf normale Weise heilen konnten. Im Krankenhaus wollten sie Sam gleich behandeln und versuchten was sie konnten. Der Energiestrahl hatte nur ein kleines Loch in seine Brust gerissen. Er hatte sich noch ein wenig geheilt, sodass das Loch zur oberflächlichen Wunde wurde. Nach 7 Stunden hatten die Ärzte den Rest getan und das Gewebe musste nur noch verwachsen, aber er wachte trotzdem nicht auf. Selbst die Ärzte wussten nicht warum, also behielten sie ihn da. Ich knüpfte einige Teronen um sofort zu erfahren, wenn sich sein Zustand verschlechtern würde. Es war kalt als ich das Krankenhaus verlies. Ein Schmerzgefühl breitete sich aus. Ich musste die nächste Zeit ohne ihn verbringen. Zuhause angekommen setzte ich mich auf die Couch und starrte den ausgeschalteten Fernseher an. Simon kam hoch ins Wohnzimmer und setzte sich zu mir. „ Hey, ich hab euch zwei dort oben gesehen. Wie geht es Sam?"
„Er lebt noch. Allerdings ist er noch nicht aufgewacht.", sagte ich. Kurz darauf quälte uns erneut die Stille. In den nächsten paar Tagen in der Schule konnte ich mich kaum konzentrieren. Ich musste immer an ihn denken. In der Pause ging ich zu Lena, einer Freundin aus meiner Klasse. Ich redete mit ihr über die typischen Mädelssachen halt. Aber ich bekam immer mehr das Bedürfnis über Sam zu reden. Und dann tat ich es. Würde sie mir Glauben schenken. „Du Lena.", sagte ich. „Ja?", sagte sie. „Du magst doch diese ganzen Serien mit Superkräften und so?", fragte ich. „Ja." sagte sie. „Sowas gibt es wirklich.", sagte ich. „Red doch kein Schwachsinn." sagte sie. „Soll ich es dir zeigen?", fragte ich und stand auf. Ich strich mit der einen Hand über die Handfläche der anderen und sie fingen an zu Brennen während Lenas Blick weiterhin starr auf ein Paar Jung beim Fußballspielen gerichtet war. Als sich Lenas starrer Blick löste und dass sah, wendete sie entsetzt den Blick von mir weg und starrte meine Hand an. Ich grinste und sagte „Aber das ist ja noch langweilig.", ich legte die Handflächen auf meine Schulterblätter und dort wuchsen Flügel aus schwarzen Flammen. Ich hob vom Boden ab und schwebte. Zuletzt schuf ich mir eine lila Aura, die meine Haare zum Schweben brachten. Sie staunte über diesen dämonisch-heldenhaften Anblick. Ich hob die Arme über meine Schultern, kreuzte sie dort, packte die Luft und zog. Meine Aura verschwand mit dem Rest der Magie. „Wow. Wie hast du das gemacht?" sagte Lena. „Magie." erklärte ich, „Der Hammer!" antwortete sie. „ Aber dass, worüber ich eigentlich mit dir reden wollte... Kennst du Sam?" fragte ich. „Du meinst den Jungen mit den Braunen Haaren, mit dem du öfter mal in der Pause redest? Klar kenn ich den, der ist in meiner Klasse.", meinte sie. „Ich mag ihn. Wirklich!" sagte ich. „Er liegt momentan im Krankenhaus und wacht nicht auf.", ergänzte ich. „Jedesmal wenn ich an ihn denke hab ich so ein Schmerzgefühl.", erzählte ich. „Zeig es mir!", bat sie und umarmte mich, dann lies ich einen Teil des Schmerzes los. Ich merkte wie sie anfing zu zittern und dann zu schreien. Sofort lies ich sie los und sie zitterte noch. „Spürst du das die ganze Zeit?", fragte sie mitfühlend. Ich nickte. Ich ging mit ihr zur Sekretariat und wir meldeten uns ab. Nach kurzer Zeit unterbrach ich dann die Stille: „Sam ist vermutlich der einzige, der diese Schmerzen aushalten kann". Wir gingen zu mir. Lena setzte sich aufs Sofa und ich holte was zu Trinken. Simon kam die Treppe von seinem Keller hoch. „Oh. Wer bist du den?" fragte er interessiert als er Lena sah. „Das ist Lena, eine gute Freundin von mir." stellte ich sie vor. Sie lächelte. „Larissa, ich hab eine Möglichkeit gefunden Sam aus dem Paradoxon zu holen. Er wacht nicht mehr auf, da ein psychisches Gift verhindert dass er überhaupt mit bekommt das er schläft." erklärte Simon. „Und was ist deine Lösung?" fragte ich. „Ich kann seinen Kopf durch ein Programm beeinflussen. Ich werde dich durch ein Programm dort hinein bringen und das einzige was du tun musst, ist ihn zu Berühren wärend er ruhig ist, dann kann ich einen Code bei ihm ausführen der den Fehler behebt." erklärte er. Wir gingen ins Krankenhaus, bauten dort alles auf und als wir dann bereit waren, bat ich Lena: "Pass auf das er keinen Scheiß macht". Sie nickte und dann schlief ich ein.

Als ich wieder aufwachte, stand ich auf einer dunklen Straße und Sam stand vor mir.

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