Schatten der Vergangenheit

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Katara

So wunderschön und doch so gefährlich, das war ihre Einstellung zum Bändigen. Auch, wenn es für sie immer noch mehr zaubern war.

Das Mädchen betrachtete das plätschernde Wasser vor ihr skeptisch. 'Wenn ich der Avatar bin, wenn das hier alles real  ist...dann muss ich doch auch bändigen können?' schlussfolgerte sie. Sie schloss die Augen und konzentrierte sich. Ihr Bruder Sokka war früher Fan von Kung Fu Filmen gewesen. Als Kind hatt er stundenlang in seinem Zimmer gestanden und 'meditiert'. Daran erinnerte sich Katara; sie hob beide Hände etwa auf Bauchhöhe und atmete tief ein.

Ihre Gedanken waren nun bei den Bewegungsabläufen der Feuerbändiger. Langsam hob sie ihre rechte Hand, wobei sie die linke nach vorn streckte. Voll konzentriert, bemerkte Katara nicht, dass auch eine andere Person den Weg zum See eingeschlagen hatte.

"Katara!" Mehr brauchte es nicht, um sie aus der Fassung zu bringen. Sie drehte sich blitzschnell um, da sah sie auch schon den Besitzer der Stimme.

"Da bist du ja, ich hab dich überall gesucht!", sprach Zuko sie an. "Falls es dir nichts ausmacht, würde ich gerne mal mit dir reden, wenn du...damit fertig bist!" - "Ich hab nichts...egal! Also was musst du unbedingt mit mir bereden?"

"Ich sollte mich vielleicht erst einmal entschuldigen. Ich weiß ich hab Mist gebaut...und es tut mir leid dir wehgetan zu haben! Das sollte alles nicht so ablaufen...". Der Feuerbändiger schien es ernst zu meinen. Fast dachte Katara, ein Zittern seiner Hände wahrzunehmen, doch sie waren schon in seinen Hosentaschen verschwunden, bevor das Mädchen es sicher wissen konnte.

"Wie wolltest du denn, dass es abläuft?" Keine Antwort. "Ich könnte jetzt behaupten, dass es mir nichts ausgemacht hat, aber das stimmt nicht. Es hat mir nur wieder etwas gezeigt..." Der Schwarzhaarige blickte zu Boden, wobei er seine Augenbraue zusammenzog.

"Kannst du mir noch einmal verzeihen? Ich...ich war einfach nur so..." - "durcheinander", beendete sie den Satz und schaute ihm in die Augen. Er erwiderte den Blick. Der goldbraune Seelenspiegel bat so eindringlich um Vergebung. 'Wie kann ich nur...'

Sie neigte ihren Kopf zur Seite und fragte: "Denkst du ernsthaft, das alles ergibt für mich Sinn? Denkst du, es hilft mir hier durchzublicken, wenn du mich auch noch beschuldigst zu lügen?" Ihre Stimme war wütend und intensiv, aber sie wurde nie laut. "Ich weiß", antwortete er geschlagen.

"Schön. Wie wäre es, wenn du mir mal erklärst, warum du überhaupt so durchgedreht bist?" Eigentlich wollte sie nicht so forsch sein, doch der Feuerbändiger brachte ihre schlechtesten Seiten ans Licht.

"Ich bin mir nicht sicher, ob du es wirklich wissen willst", sagte dieser. "Es ist keine schöne Geschichte."

Zuko

Sein größtes Problem waren Gefühle, allerdings nicht die der anderen zu verstehen, sondern vielmehr seine eigenen auszudrücken. Dies wurde ihm in dieser Situation mal wieder zum Verhängnis. Der junge Mann befürchtete jeden Moment etwas Falsches zu sagen, doch trotzdem musste er es versuchen. Er war es ihr schuldig.

"Ich wurde als der Kronprinz der Feuernation geboren...", damit begann er mit seiner Lebensgeschichte. Er erzählte alles, was ihm zugestoßen war. Katara höhrte aufmerksam zu. Ihre Augen weiteten sich bei manchen Passagen und als es besonders schlimm wurde, hielt sie sich unwillkürlich die Hand vor den Mund. "Dann bin ich dir begegnet." Nun war es ruhig. Das Gesprochene hing in der Luft und wollte nicht davon wehen.

"Es tut mir leid", entschuldigte sich diesmal Katara. "Du musst nicht...ich brauch dein Mitleid nicht." - "Sagt man das nicht immer? Man hat es leid immer dieselben Floskeln zu hören von Leuten, die es doch nie verstehen werden? Aber eigentlich ist man einfach nur traurig und verbittert?"

Remember me - a zutara love storyGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt