Training

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Katara

Muskelkater. Der Avatar hatte Muskelkater. Schmerzen in Oberschenkel, Armen, Bauch, Rücken, Po und an noch ganz anderen Stellen, wie beispielweise an Füßen oder Hals, sogar ihre Finger blieben nicht verschont. 'Welcher normal sterbliche Mensch hat denn bitte an den Fingern Muskelkater?'

Schon seit einer halben Stunde sollte sie ein Stück Blatt mit vier Fingern festhalten, immer wieder Einatmen, dann tief Ausatmen und sich unter gar keinen Umständen aus der breiten Kniebeuge erheben. Dass Katara mit Sicherheit gleich zusammenbrechen würde, war ihrem Feuerbändigungslehrer allem Anschein nach gleichgültig. Noch nie hatten ihre Beine so gezittert, bei keiner Kältewelle oder fiebrigen Grippe. Sie war körperlich am Ende. Das Training schien jedoch überhaupt nicht enden zu wollen.

'Seltsam...' Die Schwertkampfstunden mit Piandao und Zuko vergingen immer wie im Flug. Natürlich waren die genauso, wenn nicht noch viel anstrengender, aber trotzdem vielen sie Katara um einiges Leichter. Womöglich lag es an den nicht erfüllten Erwartungen, denn was auch immer ihre Bändigungslehrer versuchten ihr beizubringen, sie schaffte es einfach nicht.

Kein Beben. Kein Funke. Keine Welle. Nichts.

"Bevor du die Kunst des Feuerbändigen erlernst, musst du die anderen Elemente verstehen. Wasser ist kühl und erfrischend. Erde ist standhaft und stabil. Luft ist leicht und frei und Feuer ist am Leben, es atmet, es wächst!", predigte Jeong Jeong. Jedes Training begann mit einer Weisheit und endete mit einer.

Gerade hatten sie besagtes Ende erreicht und Katara war froh. Das Mädchen erhob sich wackelig und verbeugte sich, bedacht darauf nicht vorn überzukippen. Als sie sich völlig verschwitzt in Richtung Platzmitte begab, sah sie Jeong Jeong aus dem Augenwinkel den Kopf schütteln, und ein flaues Gefühl machte sich in ihrer Brust breit. 'Speisesaal ich komme!' versuchte das Mädchen sich aufs Positive zu fokussieren, denn das Beste vom ganzen Tag stand kurz bevor.

Zuko

Ohne dass er es bemerkt hätte war es Mittag geworden. Es war fast schon traurig eine Trainingseinheit abzubrechen, die aus seiner Sicht gerade erst begonnen hatte. Doch sein Onkel ließ sich nie um eine wohl verdiente Mahlzeit bringen.

Beide verabschiedeten sich mit einer Verbeugung voneinander. Zuko schnappte noch schnell nach seinem Tuch und wischte beim Weggehen die vereinzelten Schweißperlen von seiner leicht feuchten Stirn. "Warte Zuko!", rief Iroh plötzlich nach ihm. Der junge Feuerbändiger drehte sich um. "Fragst du sie bitte wieder?"

'Wann bin ich hier zum Kurier geworden?' fragte sich Zuko, bevor ihm der Geruch von gutem Essen entgegenwehte. Erst da bemerkte er, wie hungrig er doch eigentlich war. Wieder mit Profis zu trainieren ließ ihn Raum und Zeit vergessen.

Es fiel ihm jedes Mal aufs Neue auf, wie zweifellos anders alles war als in der Armee des Erdkönigreichs. Wie zweifellos besser. Allein schon seine Bändigungskräfte nicht mehr verbergen zu müssen, sie sogar weiterzuentwickeln, war mehr als nur genug. Zuko war seit langem mal wieder glücklich, selbstverständlich ließ der Feuerbändiger es sich nicht anmerken, schon gar nicht in Gegenwart einer bestimmten Person. Wie könnte er nur, vor allem wenn besagte Person seinen Tag unter Umständen noch weiter verschönerte?

Ja, er war tatsächlich gut gelaunt. Noch.

Katara

Aufstehen. Anziehen. Training. Essen. Meditieren. Training. Essen. Schlafen. Aus nicht mehr und nicht weniger hatten die letzten Wochen bestanden.

Remember me - a zutara love storyGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt