Die ganze Nacht spielten sich vorstellbare Schreckensszenarien wie es ablaufen würde, Rose am nächsten Schultag zu begegnen, in meinem Kopf ab.
Ich hatte damit gerechnet, dass sie mich vielleicht ignoriert und ihr Gesicht sich kein einziges Mal zu mir drehen würde. Ich dachte, dass sie mir ihre Gleichgültigkeit offensichtlich vor Augen führen wollte ohne mit ihren langen Wimpern zu zucken- und das obwohl sowohl ich als auch sie genau wussten, dass es ihr alles andere als gleichgültig war und ihr innerlich der Kragen platzen musste.
Der Gedanke, dass sie gar nicht erst kommen würde, um ihre Verwundbarkeit zur Geltung zu bringen oder mir lediglich nicht den Schädel abzureißen, kam mir ebenfalls.
Zu meiner Überraschung verlief es ein wenig anders.
Ich war gerade auf dem Weg zu meinem Kursraum als ich Rose erkannte wie sie mir entgegenkam, doch anstatt gefühlskalt an mir vorbeizugehen, fiel sie mir im Überschwang der Gefühle um den Hals.
"Harry, hey."
Ihr ausgelassenes und beschwingtes Auftreten schien mir ein Enigma. Für einen kurzen Moment verstand ich schlicht die Welt nicht mehr.
Ehe ich ihren stürmischen Empfang erwidern konnte oder es nur schaffte meinen Mund einen Spalt zu öffnen, um zur Begrüßung anzusetzen, löste sie sich bereits aus unserer Umarmung, um mir ins Gesicht zu sehen. Ich fragte mich, ob sie mir meine Ratlosigkeit ansehen konnte.
"Ich hab dich vermisst.", strahlte sie mich an.
Außenstehende würden mich vielleicht als paranoid bezeichnen, aber ich schien so perplex, dass ich ihrem unfassbar breiten Grinsen keinen Glauben schenkte und erwartete, dass sie gleich ihre Maske abnehmen würde.
"Wir haben uns doch gestern erst gesehen.", schlüpfte es mir ungewollt heraus.
Sie hatte mich den gesamten gestrigen Tag komplett außer Acht gelassen.
Ich meine, war das normal? Verhielt man sich so in einer Beziehung? Oder waren das nur wir, die Streitgespräche gekonnt ausblendeten nach etwas Zeit zur Beruhigung?
Sie warf ein, dass dies kein Grund sei, mich nicht zu vermissen als sie nach meiner Hand griff, um neben mir her zu gehen.
Anstatt auf ihre Worte einzugehen, schlug ich lediglich vor, zu den anderen zu gehen und war froh, dass sie es mit einem Nicken quittierte.
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Remember You I Larry Stylinson
FanfictionEs ist schwer, jemanden zu vergessen, der dir so viel zum Erinnern gab. geschrieben von @ItsDizzy und @emuliert
