Es waren genau drei Tage.
Drei verflucht lange Tage, die mir den Schlaf weitestgehend entzogen hatten, da ich an nichts anderes mehr denken konnte als an Alecs begierige Finger, die sich am pinken Glitzer-Top meiner Freundin vergriffen.
Ich versuchte mir die ganze Zeit einzureden, die Bilder entsprängen der reinen Fantasie, erwischte mich trotzdem ständig dabei, wie ich die beiden nicht aus den Augen ließ.
Ich wusste nicht, ob es an dem Flashback lag- daran, was ich gesehen hatte, doch plötzlich schien es so offensichtlich.
Plötzlich sah ich ihre verstohlenen Blicke in den Pausen. Ich bemerkte wie sie bei Treffen manchmal zur gleichen Zeit kamen und oft auch wieder zusammen verschwanden. Ich bemerkte wie sie morgens irgendwie immer zusammen zur Gruppe stießen, genauso wie Alecs verschmitztes Lächeln sobald Rose nur die Illusion erweckte, ihn anzusehen.
Was ich aber wusste war, dass ich mir selbst Sand in die Augen streute.
Ich gab mir sowie meinem Umfeld vor, der Treue meiner Freundin ergeben zu vertrauen.
Still und leise hatte ich den Gedanken ihres Seitensprungs jedoch längst eingesaugt und all meinen Glauben rein gesetzt.
Lange zögerte ich es hinaus, reinen Tisch zu machen, obwohl mir bewusst war, dass es gar nichts brachte, das Ganze einfach auszublenden.
Nachdem ich schließlich noch das ganze Wochenende damit verbracht hatte, mir den Kopf darüber zu zerbrechen, wann ich was zu ihr sagen sollte, eilte ich in aller Frühe am Montagmorgen zu ihrem Schließfach, um sie noch vor der ersten Stunde zu erwischen. "Harry, hey. Ich bin überrascht-", sagte sie als sich ein Lächeln auf ihre roten Lippen legte und sie mich zur Begrüßung in eine Umarmung ziehen wollte, hätte ich sie nicht mitten im Satz unterbrochen.
"Wir müssen reden.", sagte ich ohne Umschweife und beobachtete wie ihre Mundwinkel beinahe panikartig zuckten ehe sie ihre Lippen zwanghaft noch oben zog.
Bedächtig nickte Rose und vergaß wahrscheinlich selbst, dass ihre Hand meinen Arm umfasste.
"Okay.", stimmte sie nach kurzer Stille zu und betrachtete mich mit ihren großen, unschuldigen Augen.
Mutwillig löste ich mich von ihrem Händedruck, der meinen Oberarm das Blut abschnürte. Ihren Blick erwiderte ich ernst und versuchte ruhig ein- und auszuatmen, um dem Angstbefühl und dem Unwohlsein die Chance zu verweigern, Überhand zu nehmen.
Ich schnappte ein letztes Mal tief nach Luft und stellte die Frage, die die letzten Tage in meinem Kopf herumirrte.
"Was läuft da zwischen dir und Alec?"
Es war fast schon eine Art Déjà-vu.
Augenblicklich wurde Rose rot während sie unbeholfen das Gesicht verzog. Stammelnd entflohen ihr zunächst zusammenhangslose Worte, bevor sie es schaffte, einen halbwegs richtigen Satz rauszubringen.
"Wie- was läuft da?", entwich es ihr einige Oktaven zu hoch. Ich sah wie ihren Versuch, die Gesichtszüge zu entspannen, jedoch wirkte sie dabei nur noch angespannter. "Wir sind doch alle Freunde.", fügte sie aufgewühlt hinzu.
Ich schnaubte wahrnehmbar, um nicht die Nerven zu verlieren und schüttelte den Kopf. "Sei ehrlich.", forderte ich Rose nachdrücklich auf und fing an meine Beobachtungen aufzuzählen. "Ihr verschwindet immer zur selben Zeit, kommt manchmal zur gleichen Zeit an-" "Das sagt doch gar nichts aus.", schnitt sie mir das Wort abrupt ab und leugnete weiterhin, irgendetwas Falsches gemacht zu haben.
Grob unterstrich sie, dass ja auch Ashley und Zayn immer zusammen kommen würden und niemand ihnen eine Liebesbeziehung unterstelle.
Ich wusste, dass sie hoffte, das Thema auf die Freundschaft der beiden zu wechseln oder mich dazu zu bekommen, nachzugeben, da sie ja immer Recht habe und ich in ihren Augen begriffsstutzig zu sein scheine.
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Remember You I Larry Stylinson
FanfictionEs ist schwer, jemanden zu vergessen, der dir so viel zum Erinnern gab. geschrieben von @ItsDizzy und @emuliert
