Vorbereitungen

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„Ginny müsste jeden Moment hier auftauchen.", sagte Hermine mit Blick auf ihre Uhr. Es begann leicht zu schneien und ein recht kühler Wind ließ die Mädchen frösteln. „Ich hoffe sie braucht nicht mehr lange, sonst erfrieren wir noch.", meinte Pansy und zog ihre Jacke etwas enger. Wie zur Antwort gab es ein leises Plopp und Ginny und Harry tauchten vor ihnen auf.

„Ich habe dich so vermisst.", rief Hermine und zog ihre Freundin in eine stürmische Umarmung. „Und ich dich erst.", antwortete Ginny lachend. Sie lösten sich voneinander und Hermine umarmte Harry fröhlich. „Wie geht es dir?", fragte sie ihren besten Freund und konnte es gar nicht glauben, wie gut es sich anfühlte die zwei endlich wieder zu sehen.

„Bestens und dir?", fragte Harry fröhlich und begrüßte nun auch Pansy und Luna. „Mir geht es so gut wie schon lange nicht mehr. Ich würde gern noch viel länger mit dir erzählen, aber wir Mädels haben noch einiges vor.", lachte sie. Also verabschiedeten sie sich von Harry und begaben sich auf den Weg zum Schloss.

In ihrem Gemeinschaftsraum angekommen, holte Pansy ihr Kleid und zu viert begaben sie sich zum Raum der Wünsche. Der Raum war relativ klein aber dafür sehr gemütlich. In der Mitte standen vier Sessel um einen kleinen Tisch und in der Ecke prasselte ein Feuer im Kamin.

Sie setzten sich und riefen nach Winky. Die kleine Elfe erschien mit einem leisen Plopp. „Was kann Winky ihnen bringen?", fragte sie glücklich und sah die vier Mädchen fröhlich an. „Kannst du uns ein Mittag vorbei bringen und dann mit uns essen?", erkundigte sich Hermine freundlich. Die Elfe nickte nur und verschwand.

„Was machen wir jetzt noch den ganzen Nachmittag?", erkundigte sich Pansy und spielte mit ihren Haaren. „Wir machen einen richtigen Weibernachmittag.", verkündete Hermine lachend und vergrößerte den Tisch, damit sie ordentlich essen konnten. Winky erschien mit fünf Tellern und setzte sich auf die Lehne von Hermines Sessel.

Sie aßen die Nudeln mit Tomatensoße und genossen die Ruhe. Nachdem sie aufgegessen hatten verschwand Winky, da sie in der Küche helfen musste. „Und was machen wir jetzt?", erkundigte sich Ginny fröhlich und schaute zu Hermine.

„Also ich habe Nagellack, Gesichtsmasken und Mädchenzeitschriften.", verkündete Hermine und breitete die Sachen auf dem Tisch aus: ,,Also alles was man für einen Mädchennachmittag braucht." Die nächsten paar Stunden verbrachten die Mädchen damit sich gegenseitig die Masken ins Gesicht zu schmieren, ihre Nägel zu lackieren und aus den Zeitschriften vor zu lesen.

Sie lachten so viel, dass sie Bauchschmerzen bekamen. Sie aßen von Winky gebrachte Kekse alberten herum und tratschten über alles Mögliche. Die Stunden vergingen wie im Flug. „Ich glaube wir sollten uns langsam fertig machen.", meinte Ginny noch immer lachend. Die anderen nickten nur und als hätte der Raum verstanden, was sie gesagt hatte, begann er sich zu verändern.

Die Sessel und der Tisch verschwanden und nun fanden sie auf der einen Seite vier Duschen, auf der anderen Seite vier Waschbecken und an der hinteren Wand waren Spiegel angebracht mit jeweils einem kleinen Tisch und Stuhl davor. Der Spaß konnte beginnen.

Hermine sprach einen Zauber und sofort ertönte Musik in dem riesigen Raum. Taylor Swift und Miley Cyrus schalten laut durch den Raum und die Mädchen sagen lauthals mit, während sie unter den Duschen standen und das warme Wasser, das auf ihre Körper prasselte, genossen. Danach trockneten sie sich ab und zogen ihre Kleider an.

Ginny trug ein dunkelblaues, bodenlanges Kleid welches mit vielen kleinen Glitzersteinen überseht war. Pansys Kleid hingegen was dunkelgrün mit silbernen Verzierungen.

Sie ließen sich von Winky das Abendessen bringen. Danach setzten sie sich vor die Spiegel und Pansy schminkte Hermine und Ginny Luna. Es dauerte eine ganze Weile, bis Pansy und Ginny wirklich zufrieden waren mit ihrem Werk. Hermine begann Lunas Haare hochzustecken und in eine unglaubliche Frisur zu verwandeln.

Währenddessen schminkte Pansy noch Ginny und andersherum, da weder Hermine noch Luna besonders viel Ahnung davon hatten. Hermine machte auch Ginny und Pansy die Haare, wobei sie bei Pansy nicht viel zu tun hatte, das sie ihre Haare nahezu offen tragen wollte. Ginny kümmerte sich um Hermines Hochsteckfrisur und verzierte sie mit kleinen weißen Blumen, welche die vier alle in ihren Haaren trugen.

Zum Schluss zogen sie noch ihre Schuhe an und legten sich ihren Schmuck um. Sie betrachteten sich noch einmal im Spiegel und verließen dann den Raum der Wünsch. Sie liefen zu ihren Gemeinschaftsraum und brachten ihr Sachen weg. Unterwegs begegnete ihnen niemand, da alle dabei waren sich für den Ball fertig zu machen.

In Hermines Zimmer warteten sie, bis es kurz vor um acht war und sie den Gemeinschaftsraum gleichzeitig mit den Jungs betraten. Die Jungs trugen alle schwarze Anzüge mit weißen Hemden und Krawatten in der Farbe der Kleider ihrer Partnerin. Die Jungs staunten nicht schlecht über den atemberaubenden Anblick ihrer Freundinnen.

„Ihr seht alle umwerfend aus.", sagte Blaise und sprach damit das aus, was alle Jungs dachten. „Danke.", antworteten die Mädchen im Chor. „Du siehst wirklich unglaublich aus Hermine.", flüsterte Draco in Hermines Ohr und gab ihr einen Kuss auf die Wange. Sie spürte wie sie leicht rot wurde und meinte: „Du siehst auch nicht schlecht aus. Der Anzug steht dir hervorragend."

Zusammen begaben sie sich auf den Weg in die Große Halle. Sie konnten die Musik schon von weitem hören und als sie die Halle endlich betraten, waren schon fast alle Schüler versammelt.

Die Freunde gesellten sich zu Ron, Angelina und George und erzählten ausgelassen, bis Minerva McGonagall das Wort ergriff. „Lasst den Ball beginnen."


Anders als erwartetGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt