Ein kleines Übergangskapitel ^^ Und bevor jetzt jeder schimpft, warum nicht mehr Details zur Hochzeit kamen: Es fühlte sich nicht richtig an, hier große Liebesschwüre zu schreiben ;)
Es war die perfekte Hochzeit. Jeder würde das so sehen. Astoria glaubte es fast selbst. Aber nur fast. Aber jeder andere glaubte es. Und wieso auch nicht? Eine wunderschöne Hochzeit. Eine schöne Zeremonie. Draco, der mehr als gut seine Rolle spielen konnte. Fast schon übertrieben. Aber vielleicht war das Gut. Die nächsten Wochen würden die Zeitungen voll mit ihren Fotos sein. Mit Fotos von Astorias Kleid. Mit Fotos von Draco und ihr. Selbst als sie mit ihrem frisch angetrauten Mann getanzt hatte, hatte sie Herzklopfen bekommen. Sie glaubte es fast selbst und das war trügerisch. Denn er schien distanziert zu sein. Die ganze Zeit, wenn sie alleine waren. Sie schritt an das große Fenster des gemeinsamen Schlafzimmers und sah nach draußen. Sie sah von hier aus noch die aufgebauten Zelte und beleuchtete Tanzfläche. Man hörte immer noch Musik und die Leute lachen und reden. Es wurde immer noch gefeiert. Doch Draco und Astoria hatten sich ganz nach alter Sitte zurückgezogen.
Sie musterte im schwach beleuchteten Raum ihren Ehering. Und wenn es doch ein Fehler war? Wenn sie unglücklich werden würde? Sich nie damit abfinden konnte, dass Draco sie nicht liebte? Er diese Ansicht nie änderte? Sie wischte sich über die Wange. Nein. Er dachte zwar so, aber es war nicht die Wahrheit. Sie glaubte ganz fest daran, was Daphne gesagt hatte. Dass er sich das selbst nur einredete. Dass er vielleicht nicht wusste, was Liebe war. Aber sie würde ihm das zeigen. Sie zuckte innerlich zusammen und wandte sich um, als er offenbar hinter sie getreten war und ihr vorsichtig über die Wange strich.
„Warum weinst du?"
Er trug nur noch seine schwarze Hose und sein Hemd, deren obersten Knöpfe bereits offen waren. Sie strich sich über die Wangen und Augen.
„Ach... es ist nichts."
Er nahm ihre Hände in seine und strich mit den Daumen beruhigend darüber.
„Erzähl mir was los ist." Sie schüttelte den Kopf und wurde rot. „Tori.", murmelte er.
„Willst du mich nicht?"
Er lachte auf. „Dich nicht wollen? Wie kommst du darauf?"
Sie zuckte die Schultern. „Du... wir haben nicht mehr miteinander geschlafen."
„Tori.", fing er an und wirkte amüsiert. „Merlin, ich kann seitdem ersten Sex mit dir, an nichts anderes denken."
„Und warum schläfst du mit mir nicht?", wollte sie wissen und er ließ ihre Hände los und fuhr sich durch seine Haare.
„Nun zu einem, weil ich nicht wusste, ob es angebracht nach der ganzen Sache ist und ob du das willst und zum anderen, weil ich nicht wusste, ob das gut ist, nach dem Überfall. Ich wollte das Baby nicht gefährden." Sie legte unbewusst ihre Hand auf ihren flachen Bauch. Er machte sich Sorgen um das Baby. Er umfasste sanft ihren Kopf. „Der Sex mit dir ist der beste in meinem Leben. Ist dir das klar? Ich schlafe gerne mit dir. Ich will dich ständig. Begehre dich. Wenn es nicht andere Verpflichtungen geben würde, wäre ich vermutlich mit dir nur noch im Bett."
Sie wurde rot. „Draco.", murmelte sie verlegen und er küsste sie zärtlich auf den Mund.
„Du siehst unglaublich in dem Kleid aus.", murmelte er und vertiefte sie in einen weiteren Kuss.
Astoria wachte auf, als nur wenig Sonnenlicht ins Schlafzimmer kroch und Draco sich angezogen zu ihr am Rand des Bettes setzte.
„Du bist schon wach?", murmelte sie verschlafen und schlang die Decke fester um ihren nackten Körper, während sie sich aufsetzte.
Wie konnte er schon wach sein?
„Ich muss noch etwas erledigen. Komme aber schnell wieder." Er strich ihr sanft ihre Haare hinters Ohr. „Ich möchte, dass du ein paar Sachen zusammenpackst. Für ein paar Tage."
„Wozu?", fragte sie ahnungslos und er grinste breit.
„Wir machen Urlaub. Hast du nicht immer gesagt, ich brauche mehr Urlaub." Sie grinste zurück. „Wir verbringen ein paar Tage in Frankreich in unserem Haus."
Unserem Haus. Es hörte sich wirklich schön an, wenn er so sprach.
Er küsste sie innig. „Bis später."
„Bis später.", erwiderte sie und sah ihm nach.
Sie ließ sich erst in die Kissen zurückfallen als er das Schlafzimmer verlassen hatte. Sie streckte sich und starrte die Decke an. Es war schön gewesen. Sie hatten miteinander geschlafen und es war so gewesen, als wäre nie etwas zwischen ihnen vorgefallen. In dem Punkt hatten sie offenbar nie Probleme. Astoria rollte sich im Bett zusammen und umfasste ihre Mitte. Sie würde das hinbekommen und sie würde Draco zeigen, dass sie ihn liebte. Das Liebe etwas bedeutete. Dass es nicht seltsamer Schwachsinn war. Gefühlsduselei. Wieso sah er das selbst nicht? Er konnte so eiskalt gegenüber anderen Leuten sein und dann so lieb und innig zu den Menschen die er... nun Astoria würde sagen, liebte. Vielleicht hatte Daphne recht? Vielleicht redete er sich das selbst nur ein oder wusste es nicht besser.
Es war eine gute Idee. Die Beste, die er hatte. Ein paar Tage England zu entfliehen. Weg von dem Stress und dem Gerede. Der Presse, die ohnehin viel zu viel Interesse an ihnen beiden hatte. Aber es war kein Wunder. Wer hätte schon gedacht, dass er heiraten würde? Er sicher als Letztes. Doch er hatte das Gefühl, dass es eine gute Entscheidung war. Eine sehr gute. War es geplant gewesen? Nein. Nein ganz und gar nicht. Aber Astoria und er harmonierten gut miteinander. Es war die richtige Entscheidung, auch wenn er ganz genau wusste, dass sie zweifelte an ihrer Entscheidung. Angst hatte, dass sie nicht glücklich werden würde. Aber er würde dafür sorgen, dass sie glücklich wurde. Er küsste sie auf die Stirn, während sie an ihm gekuschelt lag.
„Erzähl mir etwas?", fragte sie plötzlich leise und er schmunzelte.
„Was soll ich den erzählen?"
Sie hatten den ganzen Tag am Strand verbracht und eigentlich wollten sie zusammen essen gehen, aber sie waren lieber Nachhause gegangen und hatten miteinander geschlafen.
„Ich weiß so wenig über dich."
Er gluckste. „Was willst du denn wissen?"
Sie schien darüber nachzudenken. „Was ist deine Lieblingsfarbe?"
„Lieblingsfarbe?", wiederholte er und dachte nach. „Ich würde sagen grün?"
Sie grinste, er spürte es genau. „Das war ja klar."
„Es war klar?", wiederholte er verwundert.
„Wegen Slytherin, oder?"
Er malte kleine Muster auf ihren Rücken. „Ob du es glaubst oder nicht, nicht wegen Sylterhin. Grün erinnerte mich an die Natur. An die Gärten in Manor. Ich mag die Farbe einfach." Die Farbe beruhigte ihn. „Und deine Lieblingsfarbe?"
„Mmh. Ich würde sagen himmelblau." Himmelblau also. „Und was isst du gerne?"
Er lachte erneut dumpf. „Wird das jetzt eine Fragestunde?"
Sie setzte sich auf und sah ihn an. Er griff nach ihren offenen Haaren und wickelte eine Strähne um seinen Finger. Ihr Haar war voll und seidig.
„Sag mir bitte nicht, dass du nichts gerne isst."
Er rollte leicht mit den Augen. „Steak."
Sie schmunzelte. „Steak? Der Mann von Welt isst gerne Steak?"
„Steak mit Gemüse oder Kartoffeln.", fügte er hinzu. „Es ist ein einfaches und leckeres Essen."
Wenn es nach ihm gehen würde, könnte er jeden Tag Steak essen. Auch wenn das vermutlich nicht besonders gesund war.
„Also Steak."
„Kein Steak Liebhaber?", fragte er amüsiert nach.
„Ich mag Steak. Aber es ist nicht mein Lieblingsessen. Ich bin mehr der Pasta-Fan."
„Deine Pasta damals war hervorragend."
Sie konnte gut kochen. Mehr als gut.
„Ich könnte jetzt auch für uns kochen. War das nicht der eigentliche Plan gewesen, weswegen wir nachhause gefahren sind?"
Nun, so ungefähr. Aber er hatte mehr Appetit auf sie gehabt. Viel mehr.
Er fragte sich, ob das immer so bleiben würde und ob sie das für immer so zulassen würde. Momentan sprach nichts dagegen. Aber das Baby in ihr würde wachsen und was war, nachdem das Baby da war? Das waren Fragen die ihn beschäftigten. Die ihn unruhig werden ließen. Seine Hände legten sich vorsichtig auf ihren Leib. Er wollte das Kind nicht gefährden. Er zuckte innerlich zusammen, als sich ihre Hand auf seine legte.
„Es ist alles gut. Dem Baby geht es gut.", sagte sie sanft. Das hoffte er wirklich. Er küsste sie innig, bevor er sich vorbeugte und einen Kuss auf ihren nackten flachen Bauch setzte und sie umarmte und seinen Kopf auf ihren Leib legte. Noch sah man nichts, aber er wusste, dass darin Leben heranwuchs. Sein Kind. Seine Tochter oder sein Sohn. Es war ihm egal, was es wurde, Hauptsache gesund. Er spürte, wie sie ihre Finger durch seine Haare fuhren ließ und sie dann um ihn legte. „Es geht uns gut, Draco.", sagte sie leise.
Er löste sich langsam von ihr und sie lächelte ihn an.
„Wir sollten duschen gehen."
„Das hört sich nach einer verdammt guten Idee an."
Sie lachte leise. „Um wirklich zu duschen und dann in die Küche zu gehen und zu kochen." Er hatte eigentlich mehr Lust auf eine weitere Nummer in der Dusche. Aber er hatte auch Hunger. „Ich glaube, wir haben sogar noch Steaks hier.", lockte sie ihn und sie begann zu quietschen, als er sie packte und über seine Schulter warf. „Was wird das?", gluckste sie amüsiert.
„Wir gehen jetzt Duschen, haben ein wenig Spaß und gehen dann gemeinsam in die Küche."
Sie lachte weiter. „Du bist ein nimmersatt, weißt du das eigentlich?"
Er würde niemals davon genug bekommen. Niemals.
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Der Deal
RomanceHyperion Greengrass hat sich verspekuliert. Die Familie und das Unternehmen stehen vor dem finanziellen Ruin. Doch eine Möglichkeit steht offen, Draco Malfoy, der zu den reichsten Männern Englands gehört, um Hilfe zu bitten. Doch Draco Malfoy ist ke...
