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„Guten Morgen Marta!", betrat ich die Küche und umarmte die blonde Frau.

„Guten Morgen Lily! Wie ich sehe bist du locker vom Bett auf gestanden."

„Oh nein! Es war sehr schwer heute um vier aufzustehen. Aber wie du siehst bin ich hier munter und bereit zu arbeiten. Wenn ich es richtig verstanden habe muss ich heute das Frühstück vorbereiten."

Marta nickte. „Heute werde ich dir helfen, morgen bist du auf dich selbst gestellt.", lächelte sie mir und zeigte mir wo das Besteck und die Teller standen. „Mrs. Vermont ist Vegetarierin. Sie isst kein Fleisch und Fisch. Sie legt sehr viel Wert auf Vitamine. Deswegen muss ihr Frühstück alle nötigen Vitamine enthalten. Dazu gehört also ein frischer Obstsalat mit mindestens fünf Früchte und ein frisch gepresster Orangensaft. Den Orangensaft bereitest du vor allem kurz nachdem Mrs. Vermont sich am Tisch hingesetzt hat. Sie meinte das Vitamin C oxydiert schnell und verschwindet dann irgendwie so genau habe ich es nicht verstanden. Das war mir alles zu kompliziert. Immerhin bin ich keine Chemikerin. Wie dem auch sei, Orangensaft kurz nachdem Vermont sich hingesetzt hat. Verstanden?"

Ich nickte. „Was mit Kaffee?"

„Claudia trinkt immer einen Cappuccino ohne Zucker. Herr Vermont dagegen mag einen Zuckerwürfel in seinem Espresso. Nicht mehr und nicht weniger! Weißt du wie man eine Kaffeemaschine bedient?"

Ich nickte. „Dann zeig mir wie du dein Kaffee machst.", bat sie mich.

Innerhalb fünf Minuten standen zwei Kaffeetassen auf der Küchenplatte. Ein Espresso und ein Cappuccino. „Perfekt.", sagte Marta und wandte sich dann zum Herd. „Zum Frühstück essen die beiden entweder Omelette oder Spiegelei. Auf kein Fall Süßgebäck!"

Ich nickte und behielt meine Meinung für mich selbst. Wie kann man nicht gerne Waffeln oder Pfannkuchen morgens essen? Ich nehme mal an die Vermonts gehörten zu der Ich – zähle –meine – Kalorien – Sorte.

Ich deckte den Tisch und bereitete das Frühstück, während Marta mich beobachtete. Sie nickte immer wieder zufrieden. Gegen sieben kamen die Vermonts endlich Frühstück essen. Ich begrüßte sie und brachte schnell den Kaffee und den Orangensaft.

„Frisch gepresst?", fragte Claudia arrogant.

„Ja, Madame."

„Und fünf Früchte im Salat?"

„Nein, sechs Madame."

„Ausgezeichnet.", sagte Claudia zufrieden und biss in das Omelette.

„Es schmeckt ausgezeichnet.", meinte Vermont. Ich drehte mich zu ihm um und begutachtete ihn. Es war das erste mal, dass ich ihn sah. „Du bist das neue Hausmädchen?"

„Ja, Sir."

„Aber bitte keine Formalitäten. Lily war der Name?"

Ich nickte. „Du bist ziemlich jung. Wie alt bist du?"

„Sag du bist achtzehn.", hörte ich Oliver in meinem Ohr sagen.

„Achtzehn Sir. Mir sagen viele Leute dass ich jung aussehe. Ich habe ein Kindergesicht.", versuchte ich natürlich rüber zukommen.

„Bitte nenn mich Alan. Wie kommt es, dass ein junges Mädchen wie du hier arbeitet und nicht studieren geht?"

„Warum fragt er so viele Fragen?", hörte ich Oliver genervt murmeln. Anstatt sich aufzuregen soll er mir eine Antwort vorschlagen. Aber ich nehme mal an, er hatte keine Idee. „Sir...ich meine Alan, mit allem Respekt nicht jeder hat so viel Geld wie Sie. Ich muss hart arbeiten um mein Studium zu finanzieren. Da ich jedoch nicht weiß was ich studieren will, dachte ich mir eine Auszeit für ein Jahr zu nehmen und arbeiten zu gehen. In der Zeit kann ich Geld verdienen um meinen Studium zu finanzieren während ich über meine Zukunft nachdenke."

CaronaWo Geschichten leben. Entdecke jetzt