Wir haben unsere Inhaltsrichtlinien aktualisiert.
Sieh dir die neuesten Richtlinien an, um weiterhin sicher Geschichten zu teilen.

| 7 |

660 50 12
                                        

*Vergangenheit*

Charlie Spencer

Ich erinnerte mich noch daran, als Cian drei Jahre alt war. Wir waren auf dem Weg zu meinen Eltern.

"Ich muss mal!", rief Cian von der Rückbank. Also setzte ich den Blinker und fuhr an den Straßenrand. Jamie und ich stiegen aus, ich holte unseren Sohn aus dem Auto und lief mit ihm hinter einen Busch.

"Wie lange brauchen wir noch?", fragte er ungeduldig, als er fertig war. "Noch drei Stunden. Bist du müde?", fragte ich und zog ihm die Hose wieder an. "Ja... ein bisschen." "Dann schlafe doch ein bisschen", schlug ich vor und lief mit ihm zurück zu Jamie.

"Aber das ist unbequem." Ich liebte es, wie er schwere Wörter schon so gut aussprechen konnte. Er hatte so schnell laufen und sprechen gelernt, er war ein kleines Wunderkind.

"Dann frag doch Jamie, ob er sich zu dir setzt." "Oh ja!" Jamie tippte gerade auf seinem iPhone herum. "Jamie! Jamie!" Cian zog an seinem Hemd. Sofort steckte er das iPhone weg und hockte sich lächelnd zu Cian. "Ja, mein Schatz?"

"Ich bin müde! Kannst du bei mir schlafen?" "Klar, kann ich das." Jamie hob Cian hoch. Ich holte also den Kindersitz von der Rückbank und stellte diesen auf den Beifahrersitz.

Mein Mann stieg ein und legte sich auf den Rücken, Cian legte er auf seinen Schoß und Oberkörper. "Bequem so?", fragte Jai unseren Sohn, welcher sich zufrieden an seinen Vater kuschelte.

Ich schloss die Tür und stieg wieder ins Auto, startete den Wagen und fuhr wieder los. "Ist das bequem, so zu liegen?", fragte ich skeptisch, als ich in den Rückspiegel schaute. "Nein. Eigentlich nicht."

Leicht lächelte ich. Jamie tat wirklich alles für Cian! "Dann kannst du dich ja auf eine Massage heute Abend freuen." "Sehr gerne." Tonlos formte Jamie mit seinen Lippen ein „nackt". Ich kannte ihn schließlich lange genug.

Ich schüttelte nur grinsend meinen Kopf. Dann konzentrierte ich mich wieder auf die Straße.

Nach einer Weile war Jamie ebenfalls eingeschlafen, weshalb ich das Radio leise anschaltete. Die drei Stunden gingen recht schnell um und schon war ich wieder auf der Farm. Meine Heimat. Glücklich parkte ich mein Auto und stieg aus. Jamie und Cian schliefen noch immer.

Ich rannte zur Veranda. Dort war Mum. "Küken!", rief sie begeistert und breitete ihre Arme aus. Lächelnd ging ich die paar Schritte zu ihr und hockte mich vor sie, umarmte meine Mum lange.

"Wo sind deine Jungs?" "Sie schlafen noch", lächelte ich. "Wo sind die anderen?" "Dein Dad ist mit den Kids und Mia einkaufen und sie bringen anschließend Aleksander mit." Ich nickte. "Heute Abend wird nämlich gegrillt und Tennis gespielt." "Hört sich super an", erwiderte ich lächelnd.

"Granny!", kreischte plötzlich mein Sohn, weshalb ich mich umdrehte. Cian kam zu uns gerannt und wurde von meiner Mum hoch gehoben. "Bist du groß geworden!", staunte sie. Cian nickte stolz.

Auch Jamie kam um die Ecke, rieb sich schmerzhaft den Nacken. Grinsend lief ich ein paar Schritte auf ihn zu und hielt ihn fest.

"Du hast so süß geschlafen", flüsterte ich und gab ihm einen Kuss. "Mir tut alles weh. Was tut man nicht alles für so einen kleinen Hosenscheißer." "Heute Abend tut dir nichts mehr weh, das verspreche ich dir." "Das will ich hoffen!", knurrte Jamie in mein Ohr. 

"Ein Pony? Ein richtiges Pony?", kreischte Cian aufgeregt. "Dad! Jamie! Ich habe ein Pony bekommen!" Ich lächelte. "Kein Pony. Es ist ein Fohlen. Das wird auch ganz groß, damit du später auch noch darauf reiten kannst."

Meine Eltern hatten uns letzte Woche angerufen und gemeint, dass Henry, das Nachbarpferd (ein edler Zuchthengst), und Lia, Mias Pferd, Eltern geworden waren. Das Fohlen sollte Cian bekommen, da Dylan schon ein Pferd besaß.

"Ich muss zu ihm!" Cian flitzte davon. "Nicht so schnell!" Seufzend rannte ich meinem Sohn hinterher. Bei den Ställen angekommen, sahen wir ein schwarzes Fohlen. Es sah genau so aus wie December. Pechschwarz. December stammte nämlich ebenfalls von dem Zuchthengst ab.

"Ist es ein Mädchen?", fragte Cian mit großen Augen. "Ja." Lächelnd hob ich ihn hoch, stellte seine Füße auf eines der Bretter und hielt ihn fest. "Hast du schon einen Namen?", fragte ich. 

Neugierig kam das Fohlen zu uns. Ich steckte meine Hand durch das Tor, ließ die Kleine mich beschnuppern. Cian drehte seinen Kopf und sah mich grinsend an. "Charmie!" Überrascht sah ich ihn an. "Woher kennst du dieses Wort?" Er grinste nur breit. "Mein Geheimnis!"

Charmie.

Der Shippingname der Fans für Jamie und mich.

Und unser Sohn benannte sein Pferd nach uns.

Das war das Süßeste, was es gab!

"Und da bist du dir ganz sicher?", fragte ich lächelnd. "Ja!" Ich knuddelte meinen Sohn. "Dann packen wir jetzt unsere Sachen aus und wenn wir uns umgezogen haben, gehen wir zu Charmie, okay? Dann kannst du sie ordentlich begrüßen." "Au ja!"

Ich stellte Cian auf den Boden und gemeinsam liefen wir zurück. Jamie unterhielt sich mit meiner Mum. "Mein Pferd ist so hübsch!" "Hast du denn schon einen Namen für sie?", fragte Mum lächelnd. 

Stolz nickte Cian. "Sie heißt Charmie!" Lächelnd sah ich zu Jai, welcher kurz erstarrte, dann aber breit grinste. 

Ich liebte es.

Ich liebte ihn.

Ich liebte diese Familie!


Hat es euch gefallen? Wenn ja, würde ich öfter mal einen Rückblick schreiben :)

DARKNESS ∣ Fortsetzung zu Heavy PastGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt