Flashback

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Wenn pure Panik und Adrenalin jemanden leiten, spürt man gar nichts. Man spürt keine Kälte, keine Wärme, keine Schmerzen, keine Angst. Der Körper ist stark darauf konzentriert, die Person am Leben zu halten. Der Körper schaltet sozusagen den Überlebensinstinkt an und das, was stört, schaltet der Körper ab.

Brenton wird von pure Adrenalin gepackt. Er kann an nichts anderes denken, als an das Überleben. Die Wellen schlagen stark auf sein Gesicht, sodass er das Gefühl hat, dass jemand mit einen Brett Holz auf seinem Gesicht zuschlägt. Keuchend versucht er Richtung Ufer zu schwimmen. Salziges Wasser spritzt in sein Gesicht, so dass seine Augen brennen und seine Sicht verschwommen wird. Langsam spürt er, wie er den steinigen Boden unter seinen Füßen spürt. Mit aller Kraft versucht er in einer Mischung von Rennen und Schwimmen das Ufer zu erreichen. Nach ein paar Metern erreicht er das Ufer. Er fällt in den steinigen Boden und kriecht ans feste Ufer. Erschöpft legt er sich auf dem Boden. Sein Brustkorb bewegt sich schnell und sein ganzer Körper zittert. Nach einigen Minuten merkt er, wie er langsam die Schmerzen und Krämpfe in seinen Körper spürt. Er hat sich zu sehr angestrengt. Er ist eben nicht für so was gebaut. Mit verbissenen Zähnen setzt er sich hin und betrachtet die blauen Flecke, die er von den aufprallenden Wellen eingeholt hatte. Plötzlich läuft ihm das Blut kalt an. Sein Vater! Wo ist sein Vater? Ängstlich schaut sich Brenton verzweifelt nach seinen Vater um, „Dad!", schreit er mit einer panischen Stimme. Doch er antwortet nicht! Stürmisch steht Brenton auf und will wieder ins Meer springen. Durch den dichten Nebel ist es unmöglich irgendwas findig zu machen. Man erkennt nur die dunklen Umrissen, der großen kantigen Felsen.

„Dad, wo bist du?", warme Tränen laufen Brentons Backen herunter. Eine kalte Hand fasst plötzlich Brenton von hinten an. Zusammenzuckend dreht sich Brenton hoffnungsvoll um, „Dad?"

Doch die Person, die vor ihm steht, ist nicht sein Vater. Obwohl es dunkel ist und man kaum, was sehen kann, erkennt Brenton die Umrisse der blonden Frau, die er zuvor schon mehrmals gesehen hatte. Herzrasend geht Brenton einen Schritt zurück.

„Wer bist du und was machst du hier?", brüllt die Frau, indem sie versucht lauter als die Wellen zu klingen. Brenton verliert die Farbe im Gesicht und sein ganzes Mittagessen wird wie ein bröselnder Wasserfall herausgespuckt. Die Frau verzieht angewidert ihr Gesicht. Brenton kniet sich im steinigen Boden hin und sein Blick wandert zum stürmenden Ozean.

„Dad, lass mich nicht allein!"

„Dad, lass mich nicht allein!"

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Verlorene ZeitWo Geschichten leben. Entdecke jetzt