Brenton verlässt die große Konzerthalle und läuft Richtung Parkplatz. Er schaut wieder auf sein Handy und liest sich die Nachricht von Eleonor durch. Sie will ihn im Kunstmuseum treffen.
„Brent! Wo willst du hin?", keuchend rennt Marco hinter Brenton her.
Brenton zuckt mit den Schultern, „Sorry Marco, aber diese Musikrichtung ist nicht so mein Ding! Außerdem ist da drinnen Polo. Ich finde es schon furchtbar, dass ich dieselbe Luft mit ihm teilen muss... denselben Ort werde ich nicht mit ihm teilen!"
„Sorry, ich wusste nicht, dass ihr euch so schlecht versteht!", Marco schaut verschämt auf dem Boden. Brentons Gesichtszüge werden weicher und er muss lächeln, „Schon okay, woher solltest du das wissen? Ähm... könntest du mich zum Kunstmuseum fahren? Ich soll mich dort mit Ely treffen!"
Marcos Laune verbessert sich auf einmal auf 100% und er grinst breit, „Du hast also ein Date?"
Brenton läuft die Röte ins Gesicht, „N-nein, es ist kein Date!"
„Ja ja, das glaubst doch nur du! Das ist ein Date!", grinst Marco schelmisch, indem er Richtung Auto läuft.
Schließlich fährt Marco Brenton zum Museum hin. Sie verabschieden sich, indem Marco Brenton frech zuzwinkert. Schlussendlich betrachtet Brenton das große altertümliche Gebäude an. Das Museum strahlt einen Charme aus, der an ein Märchen erinnert. Der markante Fachwerkturm strahlt Reichtum, jedoch aber auch Kunst aus.
„Brent!", eine freundlich Stimme ruft ihn zu. Vor dem großen Eingang befindet sich Eleonor, die Brenton fröhlich zuwinkt. Brenton läuft eilig zu ihr zu und lächelt sie freundlich an.
„Du wolltest mir was zeigen?"
Eleonor lächelt und zieht Brenton schüchtern mit ins Museum. Viele Kunstwerke von der Antike bis in die Gegenwart strecken sich im Museum aus. Kunst und Zeit vereinen sich im Museum. Sie bleiben dann vor einen Bild stehen, welches ein Kind, wie auf einen Surfbrett auf eine gigantische Uhr gleitet.
„Jemand hat mir mal gesagt, die Zeit würde uns wie ein Raubtier ein Leben lang verfolgen. Ich möchte viel lieber glauben, dass die Zeit unser Gefährte ist, der uns auf unserer Reise begleitet und uns daran erinnert, jeden Moment zu genießen, denn er wird nicht wiederkommen. Was wir hinterlassen ist nicht so wichtig wie die Art, wie wir gelebt haben. Denn letztlich sind wir alle nur sterblich", zitiert Gabriela Jean-Luc Picard.
Brenton schaut verlegen auf dem Boden. Dann schweigen die beiden.
Eleonor ist zu eine so intelligenten und schöne Frau geworden. Sie hat ein so gutes Herz und ist immer für Brenton da.
„Sag mal...", Brenton schaut Eleonor tief in die Augen, „Weshalb wolltest du, dass ich hier her komme?"
Eleonors Backen erröten leicht. Sie grinst schief, „Ich will dir helfen. Doch ich weiß, dass du nicht reden kannst oder willst. Deswegen... folge mir!"
Brenton folgt Eleonor bis zu einer Tür. Sie holt einen Schlüssel aus ihrer Hosentasche heraus und schließt die Tür auf. Beide betreten den Raum. Dann schließt Eleonor wieder die Tür hinter sich. Brenton mustert den Raum. Es ist ein kleiner Raum. Ein großes Fenster lässt Licht in den Raum hineindringen. Neben dem Fenster befindet sich ein Tisch mit lauter Papier und Stiften.
„Das ist mein Atelier!", erklärt Eleonor stolz.
„Du hast ein Atelier?", fragt Brenton erstaunt.
Eleonor zuckt verlegen mit den Schultern, „Ich liebe Kunst, deswegen brauchte ich einen Ort, wo ich meine Leidenschaft in Ruhe ausleben kann. Deswegen habe ich diesen Raum gekauft"
DU LIEST GERADE
Verlorene Zeit
Science FictionWas wäre, wenn du für 10 Jahre verschwinden würdest und plötzlich wieder auftauchen würdest? Was wäre, wenn die Zeit für dich buchstäblich stehen geblieben ist und für alle anderen nicht? Was wäre, wenn deine Freunde plötzlich 10 Jahre älter sind al...
