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Warme Lichtstrahlen streifen Brentons Wangen. Vögel zwitschern fröhlich durch die Gegend, indem sie den rötlichen Morgen begrüßen. Brenton reibt sich die Augen und öffnet sie. Ein dünner morgendlicher Nebel liegt am Boden. Die Wolken ziehen mit dem Wind und goldene Lichtstrahlen machen ihren Weg auf die Erde. Süßlicher Duft von nasse Erde und nassen Gras liegt in der Luft. Brenton setzt sich vorsichtig hin und schmunzelt, „Wunderschön!"

Schließlich klettert Brenton den Dach herunter. Er klammert sich an die Regenrinne und schwingt sich elegant durch sein Fenster und landet jedoch auf alle Vieren auf dem Boden seines Zimmers. Schnell steht er auf und hofft, dass er nicht allzu laut gewesen ist. Dann läuft er Richtung Kleiderschrank und holt sich trockene Klamotten heraus, da er letzte Nacht auf dem Dach geschlafen hat und es geregnet hat und deswegen seine Kleidungen nass waren.

„Alle sagen der Regen ist traurig... Ich finde ihn magisch, denn er ist das einzige, das mich dazu bringt mit erhobenem Kopf durch die Welt zugehen, wenn meine Augen voller Tränen sind", flüstert Brenton, der an den vorherigen Tag denken muss. Plötzlich vibriert sein Handy und er wird abrupt von seinen Gedanken abgerissen.

Brenton geht zögernd ran, „Hallo?"

„Hey Brent! Wie geht's?", erklingt eine fröhliche Stimme auf der anderes Seite der Leitung.

„Marco?", fragt Brenton unsicher.

„Ja, das bin ich! Ich wollte dich fragen, ob du zum Konzert von Justin Bieber kommen willst? Er ist heute bei uns in der Stadt und da heute Samstag ist, dachte ich, dass du vielleicht Bock hättest mitzukommen. Fast die ganze Klasse geht dort hin!", erklärt er aufgeregt.

Brenton runzelt verwirrt die Stirn. Justin Bieber? Wer zum Kuckuck ist dieser Typ?

„Wer ist Justin Bieber?"

Brenton hört, wie Marco laut anfängt zu lachen, „Du weißt nicht wer Justin Bieber ist? Im welchen Jahrhundert lebst du?"

Da Brenton nicht antwortet und schweigt, hört Marco auf zu lachen, „Sorry! Also... er ist ein berühmter kanadischer Sänger. Er bricht weltweit die Mädchenherzen"

„Aha", gibt Brenton gelangweilt von sich.

„Kommst du dann?", fragt Marco flehend. Brenton beugt sein Kopf leicht nach vorne und fasst sein Kinn an. Eigentlich hatte er keine Lust auf dieses Konzert zu gehen. Doch vielleicht würde dies ihn ein bisschen ablenken und ein bisschen gute Laune verschaffen. Außerdem, was würde es schaden einen Sänger von dieser Zeit kennenzulernen?

„Ich komm!"

„Super", erklingt Marco erleichtert nicht alleine gehen zu müssen, „Ich hole dich in zehn Minuten ab"

Nachdem Marco auflegt, saust Brenton aus seinem Zimmer heraus und geht ins Wohnzimmer, indem den Laptop seiner Mutter auf der Couch findet. Er schaltet diesen an. Nach ein paar verzweifelten Versuchen findet er das Internet und gibt im Google-Sever Justin Bieber ein. Er wollte ja nicht, wie der kompletteste Depp dort auftauchen und nichts über den berühmten Justin Bieber wissen. Die Sänger seiner Zeit waren Snoop Dogg, Michael Jackson, Britney Spears und so weiter. Wer beliebt in der heutigen Jugend war, hatte er keine Ahnung.

„Brent? Du bist schon wach?"

Brenton dreht sich hastig um und entdeckt seine Mutter, die mit zerzausten Haaren und verschlafenen Augen in die Küche geht und sich einen Kaffee macht. Plötzlich klopft jemand wild gegen die Haustür. Die Augen der Mutter weiten sich verwirrt, „Wer könnte das sein?"

Brenton steht auf, zieht seine Schuhe an und nimmt den Schlüssel, um die Tür aufzuschließen, „Ich gehe mit einen Kumpel zu einen Konzert", erklärt Brenton, der die Tür öffnet und Marco ihn, für seinen Geschmack, zu gut gelaunt begrüßt.

Verlorene ZeitWo Geschichten leben. Entdecke jetzt