{chapter 32; das wort des kommandanten}

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Pixies war ein älterer, großer Mann mit einer Glatze und einem grauen Schnurbart. Dazu hatte er immer eine Flasche mit Alkohol dabei, aus der er immer wieder trank. Er war außerdem der Kommandant der Mauergarnison.

Wir trafen ihn auf der Mauer Rose. Nach einer kurzen Begrüßung hatten sich die beiden Kommandanten Erwin Smith und Pixies etwas von uns weg verzogen und waren offensichtlich in ein anregendes Gespräch vertieft.

Währenddessen hatten Levi und ich uns auf der Mauer niedergelassen und starrten ohne etwas zu sagen in den Himmel hinauf. Die Stimmung zwischen uns war angespannt, was nicht nur auf den Streit den wir hatten zurückzuführen war. Es war die gesamte Situation in der wir uns befanden.

In der kurzen Zeit auf den Weg zu Pixies, in der wir durch die Stadt geflogen waren, hatte ich unzählige Leichen und kämpfende Soldaten gesehen. Die Bilder hatten sich in meinen Kopf gebrannt. Ich hatte absolut keine Ahnung wie ich damit umgehen sollte. Ich hatte geahnt wie schwer es werden könnte, tote Menschen oder Menschen zu sehen die um ihr Leben kämpften, aber in der puren Realität war es einfach nur unfassbar grausam. Mir viel kein anderes Wort dafür ein, wie ich es sonst beschreiben könnte.

Für einen kurzen Augenblick schaute ich auf Levi. Er hatte seine Augen geschlossen, aber sein Gesicht war trotzdem angespannt zusammen gezogen. Ich wusste, dass er lieber in der Stadt kämpfen wollte, an der Seite seiner Kameraden, anstatt hier zu sitzen und auf die nächsten Befehle seines Kommandanten zu warten.

"Hör auf so zu schauen, Eren.", sagte mein Freund auf einmal und ertappt ließ ich schnell meinen Blick von ihm sinken. Ich spürte wie mir kurz die Röte ins Gesicht schoss.

Ich hörte ein leises seufzen neben mir und plötzlich spürte ich eine Hand an meiner eigenen. Wie von alleine schaute ich wieder zu dem schwarzhaarigen, der seine Seelenspiegel ebenfalls auf mich gerichtet hatte. Sein Blick war besorgt, aber auch sanft verzogen.

"Wie geht es dir?", fragte er leise. Ich spürte einen leichten Druck auf meiner Hand.

Ich schluckte. Tja, wie ging es mir denn?

Ich hatte absolut keine Ahnung. Ich fühlte mich wie taub, als würde ich das alles um mich herum nicht wirklich wahrnehmen. Die Sonne war schon fast vom Himmel verschwunden und ich ließ den Tag noch einmal Revue passieren.

So viel war passiert. Heute Morgen war ich schon mit einem schlechten Gefühl aufgestanden und jetzt war wahrscheinlich das schlimmste passiert, was hätte passieren können. Ich wollte einfach nur, dass es aufhörte.

"Ich weiß nicht, es ist so viel passiert...", flüsterte ich leise und meine Augen waren stur auf meine Beine gerichtet.

Levi sagte nichts dazu und ich spürte einfach nur wie er mit seinem Daumen über meine Hand strich. Ich wusste, dass er noch etwas sagen wollte, doch nichts verließ seinen Mund.

Ich entzog Levi meine Hand und stellte mich wieder auf meine Beine. Dann drehte ich mich in Richtung des Landes innerhalb der Mauer Rose und verschränkte meine Arme ineinander.

Ich wollte mit Levi darüber reden, was hinter der Mauer passiert war, doch ich hatte keine Ahnung wie ich anfangen sollte. Ich war mehr enttäuscht, als sauer auf ihn. Genau genommen war ich überhaupt nicht sauer auf ihn. Es hatte nur wehgetan zu wissen, dass mein Freund mich einfach so weg geschickt hatte und das obwohl ich bei ihm hatte bleiben wollen. Ich wusste nicht was in Levis Kopf vorgegangen war, als er diesen Befehl gegeben hatte.

Hatte er mich als störend in seiner Einheit gefunden?

"Eren, können wir bitte über das was passiert ist reden?", fragte der Schwarzhaarige und war nun ebenfalls aufgestanden. Ich drehte mich wieder zu ihm, nur um direkt in seine grauen Seelenspiegel zu sehen.

Another World || Ereri FFGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt