{chapter 3; kaffee der vergangenheit}

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"Armin, meine Füße tun weh! Können wir bitte uns jetzt irgendwo hinsetzen!", quengelte ich und zog an der Hand meines besten Freundes, der mich hinter sich her zog.

Doch der Blondhaarige ignorierte mich einfach weiter und zog mich durch die Gassen der Stadt. Vorbei an den ganzen Menschenmassen.

Wir hatten mittlerweile späten Nachmittag, da Armin unbedingt darauf bestanden hatte nach der Schule in die Stadt zu gehen, um zu shoppen.

Um zu shoppen!

Armin hasste shoppen, genauso wie ich. Und doch waren wir den ganzen verdammten Tag von einem Laden in den nächsten Laden getappt.

Und das Ergebnis war: Nichts. Wir hatten bis jetzt noch kein einziges Kleidungsstück gekauft.

Fast wäre ich jetzt gegen einen Mann geknallt, hätte ich nicht abgebremst. Das wurde mir jetzt zu bunt. Ich blieb einfach stehen und Armin der immer noch meine Hand hielt, wurde zurückgezogen. Ich war schließlich stärker und größer als Armin.

Der Blonde blickte nun zu mir zurück und zog eine Augenbraue nach oben, ließ endlich meine Hand los und verschränkte seine Arme miteinander.

Schnell zog ich meine Hand an meinen Körper, als könnte mich das davor beschützen, dass mein bester Freund mich wieder so hinter sich her ziehen würde.

"Kannst du mir jetzt endlich mal sagen warum wir das hier machen?", fragte ich hoffnungsvoll. Doch Armin schüttelte einfach nur seinen Kopf.

Ich hatte eine Ahnung warum Armin mich hier in der Stadt hin und her scheuchte. Schließlich hatte ich ihn damit beauftragt meine Party vorzubereiten. Jedoch hatte ich mir das etwas anders vorgestellt.

Ich hatte gedacht wir würden normal nach der Schule nach Hause gehen, dann alles für die Gäste vorbereiten und dann uns die Zeit bei mir zu Hause vertreiben, bis die ersten auftauchen würden.

Doch Armin hatte sich anscheinend irgendwas Größeres überlegt. Dieser Junge machte mich fertig.

"Können wir weiter gehen? Oder streikst du jetzt?"

Das klang verlockend, einfach hier stehen zu bleiben, aber ich wollte nach Hause, auch wenn ich mich dort nicht ausruhen könnte.

Also gab ich mich geschlagen und ging auf Armin zu, bei ihm angekommen, setzte er sich wieder in Bewegung und zusammen gingen wir weiter durch die Straßen.

Armin hatte anscheinend einen genauen Plan wohin er wollte, denn er ging zielstrebig durch die Straßen. Ich folgte ihm einfach nur.

Irgendwann blieb Armin auf einmal vor einem kleinen Café stehen und überrascht riss ich meine Augen weit auf.

Es war das Café, das Armin und ich irgendwann mal nach der Schule aus Zufall gefunden hatten. Ich hätte niemals gedacht, dass es noch existieren würde. Das kleine Café war etwas weiter abgelegen von den Hauptstraßen der Stadt und nur wenn man genau von außen hinschaute, konnte man überhaupt erkennen, dass es sich um ein Café handelte.

"Darf ich dich einladen, Geburtstagskind?"

Armins Blick lag stechend auf mir, er hatte anscheinend meine Reaktion beobachtet.

Kurz musste ich über den Spitznamen schmunzeln, den er mir grad verpasste hatte und nickte dann. Auch wenn ich nicht wirklich wollte, dass Armin für mich Geld ausgab. Jedoch wusste ich auch, dass er nicht lockern lassen würde.

Zusammen gingen wir in das kleine Café und sofort kam mir der angenehme Duft von Kaffee und heißer Schokolade, gemischt mit dem süßlichen Geruch von Kuchen, entgegen.

Another World || Ereri FFGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt