Langsam wollte er nur noch aus dieser Höhle raus. In der kleinen Tasche neben der Laterne hatte er kaum genug Nahrung um die Nacht zu überstehen. Geschweige denn Tage.
Er steckte den Schlüssel ins Loch und dreht ihn. Als er den nächsten Raum betrat hörte er ein knurren. Vor ihm entflammte ein Zauber. Das Wesen sah aus wie eine alte Frau.
"Was führt dich zu mir? Rotkäppchen bist du das?" Die alte Frau schob ihre Brille zu recht. Schien ihn aber nicht erkennen zu können.
In seinem Kopf ratterte es. Rotkäppchen also. Das hieß vor ihm stand der Wolf. Bei dieser Vorstellung schob sich ein Grinsen auf sein Gesicht. Hier gab es definitiv nur einen Wolf.
Er fletschte seine Zähne. "Lass die Maskerade. Du bist der Wolf. Aber ich bin schlimmer."
Bei seinen Worten wandelte sich der Zauber und vor ihm erschien ein lebendiger Wolf. Remus hatte schon damit gerechnet und seine Reflexe übernahmen wieder einmal.
Noch während der Wolf auf ihn zu sprang, trat er einen Schritt zur Seite. Fischte den Wolf aus der Luft und brach ihm mit einer beiläufigen Bewegung das Genick. Die Kräfte eines Werwolfes, waren halt doch überlegen.
Die Erscheinung löste sich in Luft auf. Anscheinend, musste er wohl nur die Rolle des Jägers übernehmen. Und wieder lächelte er in Anbetracht der Ironie.
Im Raum flammten kleine Lichter auf und beleuchteten eine Statue. Sie war aus reinstem Porzellan geschaffen. Perfekt bis ins letzte Detail.
Gedankenverloren beobachtete er sie. Ihre Zügen kamen ihm bekannt vor. Hermine. Wie gern er sie jetzt sehen würde. Wie es ihr wohl ging?
Kümmerte sie sich noch immer um Teddy?
Er schüttelte den Kopf und versuchte sich auf das hier und jetzt zu konzentrieren.
Auf einem winzigen Schild entdeckte er die Aufschrift "Schneewittchen".
So weiß wie Schnee, so rot wie Blut und so schwarz wie Ebenholz. Aber wie half ihm das weiter? Schon wieder Blut?
Erneut öffnete er den Kratzer an seiner Hand und ließ einige Tropfen auf die Statue fallen. Doch nichts passierte.
Diesmal brauchte er fast 20 Minuten um sich an das vollständige Märchen zu erinnern. An die böse Königin, den Jäger und die Zwerge. An den Apfel und den Kuss.
Der Kuss. Langsam trat er an die Staute heran und betrachtete Hermines Gesicht. Noch immer irritierte es ihn, das die Statue wie sie aussah.
Vorsichtig näherte er sich ihrem Gesicht und hauchte ihr einen Kuss auf die Lippen.
Mit einem Knall zerbarst die Statue und Remus brachte sich mit einem großen Sprung in Sicherheit.
Aufmerksam beobachtete er die Szene um nicht erneut überrascht zu werden. Vor ihm kam ein Stein zum Vorschein, welcher wohl in der Statue verborgen gewesen war.
Darin steckte ein Gegenstand. Was sollte das denn sein?
Als er näher trat konnte er sehen, das ein künstlicher Spalt in dem Stein geschaffen wurden war. Es war wohl rein symbolischer Natur, dass das Schwert darin steckte.
Langsam kam ihm eine alte Legende in den Sinn.
Nein das konnte nicht sein. Das alles war doch nur eine Legende?
Anderseits für die Muggel war er auch nur eine Legende. Genauso wie Magie oder Kobolde.
Na wie heißt das Schwert? ^^
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Im Mondschein sieht alles anders aus
FanfictionDer Krieg ist endlich vorbei und Remus hat überlebt. Aber was, wenn er die Zeit mit seinem Sohn nicht genießen kann? Und was hat Hermine eigentlich damit zu tun? Updates immer ein- bis zweimal wöchentlich 😊 Wie immer Gehirn alle Figuren J. K. Rowli...
