Als sie gähnte schreckte Remus hoch und sah Hermine in der Tür stehen. Entschuldigend blickte sie ihn an.
"Wie geht es dir?" Fragend betrachtete er sie, bis Teddy wieder seine Aufmerksamkeit forderte und im nächsten Augenblick Hermine entdeckte. Freudig quietschend streckte er seine Arme nach ihr aus. Fragend sah sie ihn an und Remus nickte irritiert. Seit wann fragte Hermine um Erlaubnis? Dann brabbelte Teddy fröhlich los, als sie ihn hochhob.
Die Beiden waren wirklich ein tolles Pärchen. Für Teddy war eindeutig sie die Mutter. Ob dies Hermine bewusst war? Ob sie bereit war, weiterhin eine Rolle in seinem Leben zu spielen? Oder war sie froh, wenn sie die Verantwortung wieder abgeben konnte? Irgendwann würde er sich diesem Gespräch stellen müssen, so sehr er sich auch davor fürchtete. Er wusste nicht wie Teddy und auch er selbst mit einer ablehnenden Antwort umgehen sollten.
Erst jetzt fiel ihm auf, dass Hermine noch nicht auf seine Frage geantwortet hatte. Sanft sprach er sie erneut an. "Hermine war heute Nacht alles ok?" Langsam nickte sie. Doch er wusste, dass noch irgendwas war. "Hermine bitte rede mit mir."
"Ich habe einfach nur schlecht geschlafen. Genaugenommen, habe ich seit Wochen nicht mehr richtig geschlafen. Immer nur ein paar Stunden und ständig irgendwelche wirren Träume. Traumlostrank habe ich schon versucht der wirkt nur bedingt. Dann schlafe ich vier Stunden ruhig, danach bin ich total fertig."
"Kann ich dir irgendwie helfen?" Er konnte ihr zögern sehen. "Hermine?"
"Ich habe das Gefühl je weiter du weg bist, desto schlechter geht es mir." Er konnte sehen wie viel Überwindung sie dieses Eingeständnis gekostet hatte. "Dann lege ich mir eine Matte in dein Zimmer. Ich hoffe das hilft, dass du etwas zur Ruhe kommst." Mit roten Wangen sah sie ihn an. Doch die Müdigkeit siegte über ihren Stolz und sie nickte verlegen.
An diesem Abend war Hermine nervös wie selten zuvor in ihrem Leben. Auch wenn sie sich nicht wirklich erklären konnte warum. Remus würde schließlich nur im gleichen Zimmer schlafen. Auf dem Fußboden, weit weg von ihrem Bett. Doch selbst das war fast zu viel für ihre Nerven. Seit er in der Nähe war, blinkte die Kette immer wieder schneller und kräftiger. Dann setzte sie zeitweise fast komplett aus. Immer mehr Staubwölkchen lösten sich von ihr.
Als sie Beide schließlich in ihre Decken gemummelt lagen, kam Hermine trotzdem nicht zur Ruhe. Sie hatte fast die Befürchtung Remus könnte ihren Herzschlag hören. Doch wie es schien hatte auch er Probleme einzuschlafen. "Hermine?" Sie zuckte kurz zusammen. "Hm?"
"Wie geht es eigentlich weiter? Ich meine du hast deine Schule und kümmerst dich nebenbei um Teddy. Wird dir das nicht langsam zu viel?"
Panisch erhöhte sich ihr Herzschlag. "Nein." Erschrocken schlug sie die Hand vor ihren Mund. Sie musste aufpassen was sie sagt. Nicht das Remus etwas falsch verstand. Andererseits durfte sie Teddy einfach nicht verlieren.
"Also könntest du dir vielleicht vorstellen dich auch zukünftig etwas um Teddy zu kümmern? Ich meine der Kleine hängt unheimlich an dir und ich würde ihn ungern schocken, indem du plötzlich nicht mehr auftauchst." Remus sah sie unsicher und fragend an.
So hätte sie doch noch einen Platz in Teddys Leben. Die Frage ist nur wie lange? Er will sie nicht plötzlich los werden, heißt immer noch, er will sie los werden.
Will er doch oder? Was meint ihr?
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Im Mondschein sieht alles anders aus
FanfictionDer Krieg ist endlich vorbei und Remus hat überlebt. Aber was, wenn er die Zeit mit seinem Sohn nicht genießen kann? Und was hat Hermine eigentlich damit zu tun? Updates immer ein- bis zweimal wöchentlich 😊 Wie immer Gehirn alle Figuren J. K. Rowli...
