Doch kaum hatte sie die ersten Seiten überflogen, erinnerte sie sich daran, was Edward gesagt hatte. Harry würde staunen, wenn er erfahren würde, wer er war. In diesem Moment fiel Alvina der einzige Professor ein, der wie Alvina nicht davon ausging, dass Snape abgrundtief bösartig war und das war Harry. Der Pate von Edward Lupin.
Wieder ließ sie alles stehen und liegen, um sich auf den Weg zu machen, Harry abzufangen, bevor dieser über ein Portal nach Hause ging.
Zu ihrer größten Erleichterung fing sie ihn gerade in dem Moment ab, als er sein Büro verlassen wollte. Erschrocken sah er sie an, als sie durch das Klassenzimmer in das Büro stürzte und ihn völlig außer Atem ansah.
„Alvina?", fragte er erschrocken und mit weit aufgerissenen Augen.
„Du bist noch da!", stellte sie fest und stöhnte vor Erschöpfung.
„Ja, ich bin noch da... Ist alles in Ordnung?", fragte er verwundert.
Sie merkte erst jetzt, dass sie es so eilig hatte, Harry anzutreffen, dass sie gar nicht darüber nachgedacht hatte, wie sie ihm das beibringen wollte, was sie wusste. Es war schließlich eine große Sache, die alles verändern konnte.
„Geht es um die Schutzwand des Ministeriums?", fragte er sie mit einem Mal besorgt und stellte sich dabei sogar ruckartig hin.
„Was? Was ist damit?", fragte sie überrascht und sein Gesicht entspannte sich.
„Hermine hat uns erzählt, dass der Schutz um die Schule herum auf unerklärliche Weise nach lässt. Keiner weiß warum, doch seit die Erde gebebt hat, schwindet die Stärke des Schutzes. Es muss irgendwie damit zusammen hängen, doch keiner versteht es. Denn an der Magie des Ministeriums hat sich nichts geändert. Es kann gar nicht sein, dass der Schutz schwindet. Aber wenn es so weiter geht, ist Hogwarts bald schutzlos."
„Was?", keuchte sie erschrocken.
„Wusstest du das nicht?", wunderte er sich und vermutete, dass Minerva dafür gesorgt hatte, dass Alvina das nicht erfuhr.
„Ich dachte schon, du wolltest mir sagen, dass der Schutz in sich zusammengebrochen war. Das hätte verheerende Folgen."
„Würde damit auch Snapes Schutz schwinden?", fragte sie ihn nachdenklich.
„Ich ....", setzte Harry nachdenklich an, doch dann sah er sie argwöhnisch an und beendete den Satz: „Ich weiß nicht. Ist das wichtig für dich?"
„Ich muss mit dir über etwas sehr, sehr wichtiges sprechen und du bist der Einzige, dem ich das anvertrauen kann, weil ich denke, dass du der Einzige bist, der das versteht."
Er sah sie mit einem sehr ernsten Blick an und verstand sofort, dass es äußerst wichtig war.
„Moment.", meinte er und schrieb etwas auf einen Zettel, faltete ihn zu einem Papierflieger und warf ihn in den Kamin, wo er in ein grünes Feuer aufging.
„Ich habe Ginny nur gesagt, dass ich etwas später komme."
„Ist das dein Portal?", fragte sie und sah den Kamin an.
„Ja. Ziemlich altmodisch, nicht wahr?", fragte er und lachte. Dann bot er Alvina einen Platz auf einem Sessel an, der am Fenster stand. Dem Sessel gegenüber stand ein weiterer, in den er sich selbst setzte. Kaum hatten sie Platz genommen, schien die kleine Tischplatte des Kaffeetischs sich zu entfalten und im Nu stand dort eine Kanne Tee, zwei Tassen und etwas Gebäck.
„Was ist los, Alvina?", fragte Harry und nahm sich einen Keks.
„Es geht zwar nicht um die Schutzwand des Ministeriums, aber es geht um das Erdbeben."
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Alvina McGonagall - vor dem letzten Kapitel
FanfictionWas geschah eigentlich zwischen dem vorletzten Kapitel und dem letzten Kapitel? Elf Jahre nach dem Ende des zweiten Zaubererkrieges kommt eine Hexe nach Hogwarts. Jedoch nicht als Schülerin, sondern als Lehrerin. Und sie hatte etwas ganz Besonderes...
