Kapitel 6 - Tristaria Smiths dunkle Vergangenheit

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Zuerst wäre Alvina am liebsten direkt mit ihm aufs Quidditchfeld gegangen, doch zu dieser Zeit hatte sie genug zu tun. Und wäre da nicht ein Hausgeist, der jedes Mal dann zu ihr herein schwebte und sie mit unsinnigen Fakten überschüttete, wie dass Ribentiokanninchen gar keinen Winterschlaf hielten, wovon jedoch jeder aus ging, sondern dass sie in sehr tiefen Erdlöchern ruhten und sich gegenseitig mit Vorräten versorgten, oder dass Gismenpflanzen sich über die Wurzeln miteinander verständigen konnten oder dass es die elektronischen Schwingungen waren, die es verhinderten, dass die Magie bei den Muggeln stärker wurde. Denn Elektrizität und Magie konnte nicht nebeneinander existieren. Dies war auch der Grund, warum es in Hogwarts keine Telefone, Computer oder sogar Taschenlampen gab. Außerdem saß er ständig auf ihren Klassenarbeiten und flüsterte ihr plötzlich irgendwelche Dinge ins Ohr, so dass sie sich erschreckte. Hin und wieder fiel dann auch etwas um, wie ein Tintenfass, so dass die Tinte über den ganzen Tisch und Boden lief.

„FRED!", schrie sie ihn dann häufig an, was ihm jedoch ein Grinsen ins Gesicht zauberte. Es war genau das, was er erreichen wollte. Er fühlte sich dazu verpflichtet, die Hexen und Zauberer zu ärgern.

„Entspann dich, Alvina. Ihr Lehrer nehmt immer alles so ernst und stresst euch mit diesem ganzen Schulkram. Gebt den Kindern doch ein bisschen Raum für ..." „Übeltäterei?", unterbrach sie ihn mit hochgezogenen Augenbrauen.

Er grinste und nickte.

„Ja, genau. Schabernack, Schelmerei, Klamauk, Flachs, Jux und Tollerei.", sagte er und schwebte dabei springend und sich drehend durch ihr Zimmer. Dann tauchte er wieder vor ihrem Schreibtisch auf und sah sie trübsinnig an.

„Würde dir auch gut tun.", sagte er nur und schwebte durch die Wand.

Doch gerade, als sie dachte, sie sei ihn los geworden, schwebte er auf der anderen Seite des Raums durch die Wand wieder herein und fing an, irgendwelche Lieder zu singen, die nach Quidditch-Weltmeisterschafts-Gesang klangen.

Es war hoffnungslos. Er würde sie niemals in Ruhe lassen, solange sie versuchte zu arbeiten.

Also legte sie all ihre Arbeit, die sich bereits zu einem hohen Berg türmte, zur Seite und ging eine Runde im Wald spazieren. Sie liebte es, denn es erinnerte sie an die Zeit, wo sie noch ein Kind war und in mitten solch eines Waldes gewohnt hatte.

Da die Kinder nun alle Zauberhölzer gelernt hatten und die Prüfungen hinter ihnen lagen, ging Alvina zu dem Unterricht über den Kern des Zauberstabs an. Dies war ebenso entscheidend, wie das Holz selber. Während das Holz eine Art Schutzhüllle und Zauberkraftträger und Speicher war, sorgte der Kern für die nötige Magie.

„Welche Kerne sind in euren Zauberstäben?", fragte Alvina in die Runde der Gryffindorschüler. Zum größten Teil waren es Einhornhaare oder Drachenherzfasenr. Zwar war beides schwer zu beschaffen, doch wenn man erst einen Schweif oder ein Drachenherz hatte, konnte man so einige Stäbe damit füllen. Schon seltener waren die Phönixfedern, wie auch die Veela-Haare, die meist aus Frankreich kamen und bei den Beauxbartons Schülerinnen sehr beliebt waren.

„Fangen wir mit den Drachenherzfasern an. Um zu verstehen, welche Kraft in den Fasern liegt, beschäftigen wir uns einmal mit den Drachen. Ich nehme an, ihr habt schon einiges bei Mrs. Luna gelernt."

Es war eine Eigenart von Luna, dass sie sich nicht mit dem Nachnamen ansprechen lassen wollte, da ihr das nicht persönlich genug war. Sie erzählte dann immer, welche Verwirrung es stiften könnte, wenn man sie Professor Longbottom nennen würde, da es davon noch andere auf der Welt gab. Außerdem war sie bis vor kurzem noch eine Lovegood gewesen und würde möglicherweise nicht erkennen, dass sie selbst gemeint war. Doch weil sie eine Professorin war und keine Schülerin, konnten sie sie auch nicht nur mit dem Vornamen ansprechen. Also entschied sie sich für Professor Luna.

Alvina McGonagall - vor dem letzten KapitelGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt