Der nächste Moment, an den Alvina sich erinnerte, war, dass sie im Krankenflügel für die Lehrer aufwachte. Die Sonne schien hell und fröhlich durch das Fenster, als wäre niemals etwas geschehen. Doch Alvinas Kopf schmerzte und war schwer wie Blei. Sie konnte sich kaum bewegen, so erschöpft war sie. Es gab ihr das Gefühl, alle ihre Kräfte verloren zu haben und es nur noch zu schaffen, zu atmen. Doch selbst das tat ihr weh.
Noch bevor sie versuchte, darüber nachzudenken, was geschehen war, entdeckte sie ihren Vater, der in einem Sessel an ihrem Bett saß und den Tagespropheten las.
„Die Schüler sind nun alle wieder da. Wir haben sie gerade durch das Portal zurück geholt und sie auf ihre Häuser verteilt. Die Vertrauensschüler wurden über alles informiert und geben es nun weiter. Es sind Eulen an alle Eltern raus gegangen, in denen nochmal genauestens erklärt wird, was geschehen ist und auch für den Tagespropheten habe ich nochmal einen Text geschrieben. Wobei sie das meiste schon in den letzten Tagen gebracht haben. Aber manche Sachen musste ich einfach richtig stellen.", hörte Alvina mit einem Mal auch ihre Mutter aus dem Hintergrund.
„Was ist aus dem Glomenio geworden?", fragte Albus, während er die Zeitung zusammen klappte.
„Mary wollte ihn erst wieder zurück in den Schwarzwald bringen, doch ich finde, aufgrund der vielen Werwölfe, die hier aufgetaucht sind, sollte es im Verbotenen Wald bleiben."
„Es ist aber ein äußerst gefährliches Tierwesen."
„Das sind die Testrale und Acrumentulas auch.", widersprach sie sofort. Albus musste daraufhin lachen und schüttelte den Kopf. Dann klappte er die Zeitung wieder auf und las weiter.
„Und du bist sicher, dass du nicht als Schulleiter zurück kommen möchtest? Es war doch immer dein größter Wunsch gewesen, zu lehren.", fragte sie ihn.
„Ich habe meine Entscheidung gefällt. Und ich denke, dass Mary auf meine Hilfe angewiesen ist. Wenn du die Schule führst, bin ich mir sicher, dass sie in den besten Händen ist."
„Aber wer wird dich begleiten?", fragte sie etwas besorgt.
„Ich habe da schon so meine Ideen. Du wirst sicher wissen, von wem ich spreche."
„Du kannst mich doch nicht mit einem Schlag all meiner jungen Professoren berauben.", fuhr sie ihn entsetzt an.
„Du weißt genau wie ich, dass sein Platz nicht in Hogwarts als Professor ist."
„Möglicherweise hast du ja recht. Aber wo soll ich denn ganz plötzlich einen Lehrer herbekommen. Das Schuljahr ist noch nicht zu Ende und die ZAGs und UTZs sind noch nicht geschrieben. Die Schüler waren nun seit einem Monat nicht im Unterricht."
„Hat Mary sie in Deutschland nicht unterrichten lassen?", fragte er mit hochgezogenen Augenbrauen.
„Was soll dieser Scherz. Als ob einer von ihnen irgendwas für die Schule getan hätte."
„Dann lass die Abschlussprüfungen ausfallen. So wie damals..."
„ALBUS! Du weißt genau, welch schwerwiegende Folgen es hatte. Was sollen die Abschlussjahrgänge ohne Prüfungen denn machen. Jeder von ihnen braucht diese Prüfungen, um sich an der Universität einzuschreiben. Sie können doch nicht das ganze Jahr wiederholen! Und die Briefe für die nächsten ersten Klassen werden demnächst verschickt. Sobald alle Eltern über unseren Vorfall informiert wurden. Das können wir auf keinen Fall machen!", erklärte sie empört und wieder musste Albus lachen.
„Genau deswegen, meine liebe Minerva, braucht die Schule mich nicht länger als Schulleiter.", unterbrach er sie schmunzelnd und sie sah aus, als fühlte sie sich ertappt. Also atmete sie einmal tief durch und rollte mit den Augen, als wolle sie es nicht wahr haben.
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Alvina McGonagall - vor dem letzten Kapitel
Fiksi PenggemarWas geschah eigentlich zwischen dem vorletzten Kapitel und dem letzten Kapitel? Elf Jahre nach dem Ende des zweiten Zaubererkrieges kommt eine Hexe nach Hogwarts. Jedoch nicht als Schülerin, sondern als Lehrerin. Und sie hatte etwas ganz Besonderes...
