Kapitel 28 - die Schatulle, die nicht zu öffnen ist

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Sofort machte Alvina sich auf den Weg zu Dumbledores Büro, um nach Excalibur zu suchen. Sie konnte es noch gar nicht glauben, dass sie die Nachfahrin Merlins sein sollte. Möglicherweise war es auch nur ein Gerücht. Etwas, das in all den Jahren erfunden wurde, um sich zu erklären, warum Albus Dumbledore so mächtig und weise war. Doch das reichte, um Lucius zu verunsichern. Sie konnten ihm Angst machen. Das war viel wert. Und wenn dann noch sein Sohn auf ihrer Seite stehen würde, hätten sie eine große Macht gegen ihn.

Als sie dort war, kam es ihr so vor, als würde Excalibur viel mehr glänzen, als es sonst gewesen war. Als würde es in der gläsernen Vitrine geradezu leuchten. Langsam und ehrfürchtig ging sie darauf zu und legte die Hand auf die Scheibe, in der Hoffnung, es würde irgendwie reagieren. Doch nichts geschah.

Alvina holte einmal tief Luft und legte ihre Hand, die bereits anfing zu zittern, auf den Griff, um die Vitrine zu öffnen.

Doch sie war verschlossen. Alvina konnte sie nicht öffnen.

Selbst ein kläglicher „Alohomora"-Zauber ließ die Tür nicht öffnen.

Alvina runzelte die Stirn und suchte nach einem Schlüsselloch oder einem Schloss, doch es war nichts zu sehen. Man müsste die Tür der Vitrine einfach öffnen können. Doch sie blieb verschlossen.

Vielleicht hatte Severus bereits eine Ahnung gehabt und die Tür magisch verschlossen, so dass niemand Excalibur heraus nehmen konnte.

Enttäuscht und etwas frustriert trat sie zurück und sah sich um, in der Hoffnung, Severus würde in diesem Moment auftauchen. Doch er war nicht da. Sie war vollkommen alleine.

„Schau dir die Erinnerungen an.", hörte sie mit einem Mal eine vertraute Stimme, die eine unendliche Sehnsucht in Alvina aufkommen ließ. Es war das Portrait von Dumbledore, das mit angesehen hatte, wie sie versucht hatte, die Vitrine zu öffnen.

Nachdenklich wandte sie sich zu dem Schrank, in dem die Erinnerungen standen, drehte sich dann doch zu dem Gemälde um. Es war eine Nachbildung des echten Dumbledore und wusste nur, was Dumbledore gewusst hatte.

„Stammen wir von Merlin ab?", fragte sie ihn dann und erhielt ein völlig unbeeindrucktes Kopfnicken.

„Wirklich? Von DEM Merlin?", wollte sie nochmal sicher gehen.

„Dem ersten Zauberer aller Zeiten.", murmelte Dumbledore ganz gemütlich in seinem Sessel und deutete erneut auf die Erinnerungen.

Es schien irgendwie wichtig zu sein, also wandte sie sich wieder zu dem Schrank und versuchte irgendas zu entdecken, das hilfreich war.

Dieses Mal, als sie die vielen hübschen gläsernen Phiolen ansah, fiel ihre Blick auf eine Erinnerung, auf der drauf stand: Dumbledore 1.10.1996 Lucius Malfoy

Das bedeutete, es war das Jahr, in dem bekannt wurde, dass Lord Voldemort zurückgekehrt war. Später in diesem Jahr hatte Dolores Umbridge das Steuer in Hogwarts übernommen und Albus Dumbledore der Schule verwiesen, da sie befürchtete, Dumbledore hätte eine Armee aufgebaut, um das Ministerium zu stürzen.

Sofort zog sie die Phiole aus dem Schrank und sah sich um. Das Denkarium befand sich noch immer in dem Schrank, wie es immer gewesen war, so dass Alvina es heraus holen konnte. Langsam träufelte sie die Erinnerung hinein und neigte ihren Kopf, um die Oberfläche des Denkariums zu berühren.

Sie sah wunderlicher Weise von oben direkt auf das Büro von Albus Dumbledore. Eben dieser Raum, in dem sie sich gerade befand und der sich fas überhaupt nicht verändert hatte.

Sie schien wie von der Decke hinab zu schweben und stand dort nun zwischen Lucius Malfoy und Albus Dumbledore.

Das Herz blieb ihr stehen, weil dies sie mehr bewegte, als sie es hätte sagen können. Auf der einen Seite ihr Vater, der ganz ruhig und entspannt an seinem Tisch saß und Lucius aufmerksam zuhörte. Es war so echt und so nah, dass sie beinahe das Gefühl bekam, sie würde ihn in diesem Moment tatsächlich kennenlernen. Als wäre er gar nicht tot, sondern einfach nur weit weg.

Alvina McGonagall - vor dem letzten KapitelGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt