Kapitel 11 - Lupin, der Werwolf

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Das Beben hatte die gesamte Schule in Aufruhr versetzt. Die Professoren versuchten herauszufinden, was die Ursache war, doch konnten sie nichts erkennen. Als Einzigste war offensichtlich, dass es kein Naturphänomen gewesen sein konnte. Magie war der Auslöser gewesen.

Die Schutzgrenze wurde zu dem Moment weder angegriffen, noch berührt. Also hatte niemand versucht in Hogwarts einzudringen. Ein großer Schwarm von Auroren Patroullierte rund um Hogwarts und durchsuchte die Schule auf Hinweise.

Selbst eine Suche durch den Verbotenen Wald und Hogsmied brachte überhaupt kein Ergebnis. Außerhalb der Schutzgrenze hatte niemand von einem Erdbeben gesprochen. Es war nur in Hogwarts gewesen und niemand konnte herausfinden, woran es gelegen hatte. Denn nichts deutete darauf hin, dass die Erde gebebt und dass es einen Knall gegeben hatte. Alles stand an seinem Ort und nichts war beschädigt. Weder die Schule, noch das Land um sie herum. Wenn nicht hunderte Anwesende es mitbekommen hätten, wäre man davon ausgegangen, dass es gar nicht passiert war.

Doch das war es, was die Professoren am meisten verunsicherte und in größte Alarmbereitschaft setzte. Denn nachdem etwas so Mächtiges geschehen war, konnte es nicht sein, dass es sich einfach in Nichts aufgelöst hatte. Sie waren sich sicher, dass irgendwas geschehen war, doch dass sie es nicht gefunden hatten.

Selbst Professor Snape war von jeglichem Zweifel ausgeschlossen, nachdem alle bestätigen konnten, dass er sich während des Erdbebens bei dem Duell befand, wo er umzingelt von Schülern und Professoren gewesen war. Sie hatten bei ihm kein magisches Relikt und keinen Zauberstab gefunden und nach einer gründlichen Durchsuchung seiner Gemächer wurde auch dort nichts Verdächtiges gefunden. Was ihn jedoch in den Augen der Professoren nicht von Schuld frei gesprochen hatte.

Alvina war die Einzige, die gesehen hatte, dass er das Beben nicht ausgelöst hatte, denn er war zu ihr herüber gestürmt, da er davon ausging, irgendjemand hatte es auf Alvina abgesehen. Von allen Professoren und Schülern, von allen magischen Wertgegenständen und der leeren Schule, war er als aller erstes zu ihr gerannt und beschützte sie. Er ging selbst davon aus, dass sie angegriffen werden würden und schien zu wissen, dass Alvina ihr Ziel sein musste.

Wäre sich dessen nicht so sicher gewesen, hätte er sich Alvina im Beisein ihrer Mutter und den anderen Professoren nicht genähert.

Es machte ihn ebenfalls verdächtig, doch nicht als derjenige, der etwas getan hatte, sondern als einziger Mensch, der irgendetwas wissen musste.

Die Schüler hingegen vergaßen schnell. Schon nach ein paar Tagen sprachen sie darüber, dass es gar nicht so schlimm gewesen war und dass nichts geschehen sein konnte, denn sonst hätte man bereits irgendwas gemerkt. Da selbst die Slytherin Schüler, von denen man ahnte, dass sie entweder Eltern hatten, die möglicherweise Todesser gewesen sein konnten oder zumindest mit denen in Kontakt standen, sich nicht verdächtig verhielten und ebenso anhungslos waren, wie der Rest, verflog die Angst um einen Angriff recht schnell. Voll naiver Unbefangenheit gingen sie an ihre Tagesprogramm zurück, trainierten Quidditch, machten ihre Hausaufgaben, lernten für Prüfungen oder verbrachten sorglos ihre Freizeit miteinander.

Alvina hingegen war äußerst besorgt. Sie wusste, wie alle anderen Professoren, dass es eine Ursache haben musste und dass Professor Snapes Verhalten darauf hindeutete, dass etwas Schlimmes hätte passieren können. Etwas, das direkt mit ihr im Zusammenhang stand.

Und nachdem Alvinas Mutter sie mehrere Male dazu gedrängt hatte, sich untersuchen zu lassen, da es hätte sein können, dass Snape ihr unmerklich etwas angetan haben könnte, ließ sie sich vollständig von Dr. Kincaid untersuchen.

Sie war eine ausgezeichnete die Ärztin, die sich ausschließlich um Lehrer und Professoren kümmerte. Damals hatte sie im Sankt Mungo gearbeitet, doch da sie den Bedarf in Hogwarts gesehen hatte, kam sie direkt zur Hilfe, nachdem Lord Voldemort besiegt war, um Madame Pomfrey zu unterstützen.

Alvina McGonagall - vor dem letzten KapitelGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt