Kapitel 25 - Die vier Dracheneier

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Die Zeit schien kaum zu vergehen, während Alvina auf irgendwas wartete. Nervös ging sie mit dem Phönixei in der Hand im Lehrerkorridor auf und ab, während sie aus den Fenstern sah, in der Hoffnung, Lupin würde zurück kehren. Sie war sich nun nicht mehr sicher, ob es eine gute Idee gewesen war, ihn raus zu lassen und doch war ihr klar, dass es ihre einzige Chance war, in diesem Moment an den Stein der Auferstehung zu kommen.

Sofort zuckte sie zusammen, als sie eine Tür ins Schloss fallen hörte. In der Hoffnung, es war ein dreizehnjähriger Junge wandte sie sich um, doch es waren Carter, Neal und Tristaria, die sie entsetzt ansahen.

„Alvina! Was machst du hier? Du sollst doch nicht alleine sein! Und wo ist Lupin? Harry meinte, dass ihr irgendwas mit seinem Zauberstab ausprobieren wolltet.", stockte Tristaria und sah sich um.

„Ich...", setzte sie an und ihr Herz rutschte ihr in den Magen. Die Sorgen waren mittlerweile so groß, dass sie es kaum aushalten konnte und sich schuldig fühlte, etwas Schlimmes begangen zu haben.

„Alvina, WO IST ER?", fragte Tristaria nochmal und konnte ihr die Angst ablesen.

„Ich habe ihn hinter die Grenze geschickt."

„WAS HAST DU GETAN?", rief Neal erschrocken.

„Er ist als Spatz in den verbotenen Wald geflogen, um den Stein der Auferstehung zu suchen. Niemand wird ihn erkennen.", versuchte sie zu rechtfertigen, doch ihre Freunde sahen sie fassungslos an.

„Bist du verrückt geworden? Er ist ein Kind! Du kannst ihn doch nicht da raus schicken! Gleich schließt sich der Schutz und er kommt nicht mehr rein!"

„Das weiß ich! Aber er hat mir versprochen, wieder zu kommen. Severus sagte, dass es sechs Stunden dauert. Jetzt hat er noch drei Stunden. Wenn er es bis dahin nicht gefunden hat, dann soll er zurück kommen."

„Aber wie soll er ihn finden? Der Stein ist seit elf Jahren verloren! Er kann ihn niemals finden.", wandte Neal nun ein und war ebenso bestürzt über Alvinas Entscheidung, wie Tristaria.

„Er kann sich in einen Niffler verwandeln. Ich habe es gesehen.", erklärte sie und sah aus dem Fenster. Sie hoffte so sehr, dass er möglicherweise genau in diesem Moment die Grenze überquerte.

„Na und? Spatz oder Niffler. Er ist ganz alleine da draußen. Alvina..."

„Das ist unsere einzige Chance!", wollte sie gerade sagen, doch Carter hatte es bereits ausgesprochen und alle sahen ihn erschrocken an. Während Neal und Tristaria nicht glauben konnten, dass er auf Alvinas Seite stand, war diese zu tiefst erleichtert, dass wenigstens einer verstand, was sie vor hatte.

„Niemand wird ihn erkennen. Und wenn die Fähigkeiten eines Nifflers auf ihn übergegangen sind, könnte es sein, dass er den Stein findet. Das Gespür dieser Tiere ist so fein und sie werden von allem angezogen, was glitzert und funkelt. Er wird es unbedingt finden wollen und möglicherweise funktioniert es.", erklärte er.

„Und wenn nicht, soll er zurück kommen. Als Spatz oder Falke braucht er nur wenige Minuten, um in Sicherheit zu sein. Es ist nur ein Versuch. Und solange die Gebrandmarkten nicht wissen, wo sich dieser Stein befindet, werden sie dort nicht auftauchen."

Nach dieser Erklärung wurde es still zwischen ihnen. Sie standen nur da, nicht in der Lage zu erkennen, ob es tatsächlich eine gute oder eine furchtbare Idee war.

„Ihr müsst mir helfen, ihn zu decken. Wenn Harry erfährt, zu was ich Edward angestiftet habe, wird er mir den Hals umdrehen.", flüsterte sie.

Tristaria trat an ihre Seite und griff nach ihrer Hand. Dann sahen sie den nächsten Silberfunken, der aus dem Magiacarium in den Himmel geschossen wurde.

Alvina McGonagall - vor dem letzten KapitelGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt