Kapitel 15

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Er hatte noch ein paar Minuten die Ruhe genossen, bevor er sich auf den Weg zu Eds Zimmer machte. Nach kurzem Klopfen trat er ein, ohne dass er ein „Herein" abwartete. Das war seine Vormachtstellung hier im Haus. Jede Tür stand ihm offen, immer und zu jeder Zeit.

Ed saß noch immer auf dem Fensterbrett und sah zur Tür, als Harry eintrat.

„Bei Fuß.", sagte dieser und Ed fügte sich sofort. Fühlte eine gewisse Erleichterung durch seinen Körper fluten, als er merkte, dass sein bester Freund und Dom gerade wieder die totale Kontrolle über ihn übernommen hatte und er sein Denken zumindest für kurze Zeit ausstellen konnte.

Ed kniete neben Harry, der jetzt auf der Bettkante saß und ließ seine Hand durch das Haar des Kleineren fahren.

„Es ist nicht schön, was dir da passiert ist und ich hoffe, dass wir gemeinsam einen Weg finden werden, sodass du keine deiner beiden Familien verlieren wirst."

Der Kleinere seufzte leise auf und Harry verstärkte die Intensität der Streicheleinheiten.

„Wir werden gemeinsam zu deinen Eltern fahren und mit ihnen reden. Deine Mutter ist sowieso auf deiner Seite und mit deinem Vater werden wir auch noch fertig. Du bist ein erwachsener Mann und hast für dich deine Art zu Leben, gefunden. Sie muss ihnen ja nicht gefallen, aber sie sollten es wenigstens akzeptieren. Daran werden wir arbeiten."

Ed war so unglaublich glücklich zu hören, dass Harry sich für ihn einsetzten würde, dass er für sein Wohlergehen sorgen wollte. Genau jetzt wusste er, warum er sich darauf eingelassen hatte, wirklich diese Beziehung zu seinem Dom einzugehen und ihm wurde klar, dass er das für nichts in der Welt aufgeben würde. Auch nicht für seine Eltern.

„Zieh dich um. Ich hole dich in einer halben Stunde hier ab.", sagte der Schwarzhaarige nun und Ed sah auf.

„Ich sag es dir nicht zweimal.", er packte den Kleineren an den Haaren und zog seinen Kopf so ein Stück zurück. „Das wird dir sicher gut tun, heute."

XXX

„Louis.", Harry fand seinen Mann im Garten vor, dabei gerade eine Hecke zu stutzen.

„Kommst du mit Ed als Puppy klar für den Rest des Tages, und wir verlegen unseren Abend auf morgen? Er braucht das jetzt."

Der Brünette legte die Heckenschere weg, sah seinem Mann in die Augen. Er hatte sich sehr auf ihren Abend gefreut, aber gleichzeitig war ihm klar, dass Harry sich heute sicher nicht komplett drauf einlassen konnte.

„Ja, es ist in Ordnung.", gab er zurück und der Schwarzhaarige sah ihn prüfend an. „Wirklich?", hakte er nochmals nach und Louis nickte. „Ja, kein Problem. Er darf auch mit auf die Couch.", die blauen Augen zwinkerten und Harry lächelte.

„Du bist einfach nur großartig.", er ging auf seinen Mann zu, strich ihm über die Wange.

„Deshalb hast du ja auch gerade mich geheiratet, oder?", kokettierte er und der Schwarzhaarige grinste, „Vermutlich."

XXX

Ed war es warm ums Herz, als er seine Spielkleidung anlegte, die Maske überstülpte und die Handschuhe bereitlegte. Harry hatte nicht gesagt, dass er im Spielzimmer warten sollte und so saß er nun auf dem Bett.

„Es kann losgehen.", die tiefe Stimme riss ihn aus seinen Gedanken und sofort sank der Kleine auf die Knie.

„So ist er artig.", der Schwarzhaarige griff nach den Handschuhen, legte sie dem Kleinsten seiner Subs an.

„Wir gehen gleich ein bisschen raus und sehen Louis dabei zu, wie er die Hecken stutzt. Ich liebe es, wenn er körperlich arbeitet und ich seine Muskeln dabei sehen kann."

Ligatus - Larry Stylinson AUGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt