Kapitel 10

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Harry hatte Niall nach ihrer Session in sein Zimmer gebracht. Auch wenn man das eigentlich nicht hatte Session nennen können war es für Niall sehr aufwühlend und anstrengend gewesen nach einem vollen Arbeitstag.

„Schlaf ein bisschen, wenn du möchtest und komm nachher einfach ins Wohnzimmer oder in die Küche, ja?"

Der Blonde nickte, sah den Schwarzhaarigen unsicher an. „Danke Sir.", sagte er leise und Harry ging auf ihn zu.

„Die Anrede Sir musst du nur unten im Playroom benutzen. Hier oben heißt es zwar Respekt zeigen und natürlich auch gehorchen, aber die Anrede lassen wir unten. Hier oben sprichst du mich mit Harry an.", die grünen Augen sahen ihn gütig an.

Niall atmete einmal tief durch und korrigierte dann. „Danke Harry."

„Brav so.", der Schwarzhaarige lächelte und deutete auf die Matratze. „Gute Nacht, träume süß und bis später."

XXX

Nachdem Harry die Tür geschlossen hatte, ging er nach oben zu Louis, der immer noch am Schreibtisch saß und ein paar Ordner vor sich liegen hatte.

Als er den Raum betrat, drehte dieser sich sofort zu ihm, „Und, wie ist es gelaufen?"

Der Schwarzhaarige schmunzelte. „Ganz gut eigentlich. Er will das hier scheinbar unbedingt und ist bereit seine Grenzen zu verschieben. Er wird mehr Zeit brauchen als alle anderen, aber das ist mir egal."

Louis sah seinen Mann erstaunt an. Normalerweise war er eher ungeduldig und hasste es, wenn Dinge zu lange brauchten. Niall schien es ihm wirklich angetan zu haben.

„Soll ich uns dann gleich was zu Abend kochen?", Louis stand auf und ging auf seinen Mann zu, der direkt die Arme um ihn schlang und seine Mitte an den anderen drückte.

„Wenn ich nicht so einen Hunger hätte, würde ich ja gern was anderes mit dir machen.", flüsterte er dem Brünetten nur ins Ohr, der leise kicherte.

„Dafür haben wir doch nachher auch noch Zeit, oder?", die blauen Augen glitzerten schelmisch.

„Ich stehe heute Abend für sie bereit, Sir.", sagte er spielerisch, leckte einmal über die Lippen seines Ehemannes und löste sich aus der Umarmung.

„Du kleiner Teufel.", Harry spürte dieses unbeschreibliche Kribbeln und am liebsten hätte er seinen Mann jetzt einfach nur die Klamotten vom Leib gerissen, doch der stand schon wieder nicht erreichbar in der Tür.

„Ich freu mich auf später, Sir!", rief er, zwinkerte noch einmal, ehe er mit einem fröhlichen Lachen die Treppe runtersprang.

Der Schwarzhaarige lachte noch immer leise, als er die Mappe von Niall in den Ordner heftete.

Sein Mann war manchmal, er fand gar keine Worte dafür. Auch wenn er nur das softe Spielen mochte, so genoss Harry es trotzdem unglaublich. Sicher hätte er sich auch andere Spielarten mit ihm gewünscht, aber für ihn war es wichtig, dass er seinen Louis überhaupt an seiner Seite hatte. Dafür hatte er ja die anderen, die eben diese Lücken, die sein Ehemann nicht füllen konnte, beseitigten.

Er blickte auf den Schreibtisch und bemerkte erst jetzt das Chaos, das Louis hinterlassen hatte.

Er grinste, das war ja mal ein gefundenes Fressen für eine kleine Strafe später. Eine harmlose in seinen Augen, aber Strafe musste sein.

XXX

Niall hatte nicht schlafen können und lag die ganze Zeit auf dem Rücken und starrte an die Decke. Für ihn war die Erfahrung überwältigend gewesen. Er dachte an den Freitag vor zwei Wochen zurück als er noch dachte, unterwerfen lassen, einfach ein bisschen spielen wäre toll und einfach. Wie naiv war er doch gewesen, hatte sich von seinen Hormonen und Jugendfantasien leiten lassen. Das sein Kopf ihm dazwischen unken würde, hatte er nicht mal in Betracht gezogen.

Ligatus - Larry Stylinson AUGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt