Kapitel 34

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Louis atmete tief durch, als er unten die Tür klappen hörte. Was hatte sich Harry nur dabei gedacht? Wie konnte er nach so kurzer Zeit überhaupt darüber nachdenken, Ed ersetzen zu wollen, der weitaus mehr gewesen war als sein Sub? Er war sein bester Freund, sein Vertrauter und auch Louis gewesen. Niemand, wirklich niemand würde je seinen Platz einnehmen können.

In dem Moment hörte er, dass eine Nachricht auf seinem Handy ankam, und er entsperrte den Bildschirm.

„Ich habe mich entschieden, ich werde noch eine Woche hier bei meinen Eltern bleiben und dann komme ich zurück. Es ist mir egal, dass ich dann vielleicht nicht den Mann fürs Leben finde, aber ihr fehlt mir so unendlich und ich werde schon damit klar kommen, das zu nehmen, was Harry mir bereit ist zu geben. Bitte sag ihm aber noch nichts. Das möchte ich selbst tun."

Louis ließ sich auf den Stuhl hinter ihm fallen, seufzte und fuhr sich durch die Haare. Es kam wirklich alles auf einmal und er steckte mittendrin und vor allem zwischen den Stühlen.

XXX

Harry saß draußen auf der Bank und nachdem der erste Ärger über Louis Reaktion verflogen war, begriff er, was dieser gemeint hatte.

Er konnte Ed tatsächlich nicht ersetzen, niemand konnte das. Aber es war doch wie eine Wunde, auf die man einfach ein Pflaster kleben konnte und das half dann, oder etwa nicht?

Sein Blick ging hinüber zu den Autos und als er den Mustang sah, setzte sein Herz einen Moment aus.

Erinnerungen kamen in ihm hoch und er schluckte schwer.

Vielleicht hatte Louis tatsächlich Recht und er versuchte nur seinen Schmerz mit einem neuen Sub zu übertünchen, so wie er das mit dem Alkohol getan hatte.

Er hörte die Haustür, sah zu seinem Mann hinüber, der sich unruhig durch die Haare strich.

„Harry, wir müssen reden.", rief er zu ihm und der Schwarzhaarige stand auf und nickte.

„Ja, ich komme."

XXX

Sie hatten sich in die Küche gesetzt und Louis der sich zwischenzeitlich umgezogen hatte, spielte an den Kordeln seines weißen Hoodies.

„Rede.", knurrte Harry irgendwann und sah seinen Mann auffordernd an.

„Ich habe eben ein wenig überreagiert. Entschuldige.", sagte Louis leise und hoffte das sein Plan, den er gefasst hatte, aufgehen würde.

Harry nickte wohlwollend, wartete darauf, dass er weiterreden würde.

„Es ist schon so, dass ich ungern eine fremde Person hier haben möchte, die 24/7 in unserem Haus ist. Ich kann aber deinen Wunsch verstehen. Dennoch möchte ich dich bitten dir und mir Zeit zu geben, Eds Entscheidung zu verarbeiten. Wenn du in vier Wochen noch immer der Meinung bist, einen neuen 24/7 Sub zu wollen, werde ich gemeinsam mit dir auf die Suche gehen. Bis dahin möchte ich aber, dass du das Thema ruhen lässt.", die blauen Augen fixierten Harry und dieser zog die Augenbrauen nach oben, erwiderte den Blick ohne zu blinzeln.

„Das heißt in vier Wochen machst du hier keine Szene mehr, sondern unterstützt mich sogar bei der Suche?", fragte er noch einmal nach und Louis nickte. „Genau, das ist der Deal."

Der Schwarzhaarige lehnte sich in seinem Stuhl zurück, verschränkte die Arme. „Gut. Damit kann ich leben. Den Kontakt werde ich aber weiter aufrecht halten und nicht abbrechen, nur damit du das schon jetzt weißt. Selbst wenn es kein 24/7 wird, könnte er ja ein Ersatz für Shawn werden."

Louis seufzte leise und nickte. „Gut, aber keine Versprechen an den Typen, keine Treffen bis dahin."

Harry nickte. „Ist in Ordnung. Darauf können wir uns einigen."

Ligatus - Larry Stylinson AUGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt