Kapitel 13

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Harry hatte das Auto schon gehört und ging in den Flur. Er würde keine Gefangen machen und sicher nicht in Hörweite seiner Subs mit seinem Mann eine Auseinandersetzung führen.

Louis schloss die Tür auf und der Schwarzhaarige trat einen Schritt vor und als der Brünette den Schritt über die Schwelle setzte packte Harry ihn direkt, nahm ihm den Schlüssel ab und sagte: „Kein Wort hier oben.", und zog ihn mit in den Keller, öffnete den Playroom und schubste ihn recht unsanft hinein.

Der Jüngere schluckte hart, als sein Mann hinter ihm lautstark die Tür zuknallte. Er verstand schon, warum er ihn hier runter geschleppt hatte. Dieser Keller war schalldicht und Niall und Liam würden sie nicht hören können. Trotzdem machte es die Sache für Louis nicht besser, sondern eher schlechter.

„Was genau hast du dir dabei gedacht?", Harrys Stimme donnerte regelrecht und Louis zuckte zusammen, drehte sich von ihm weg. Er konnte und wollte ihn jetzt nicht ansehen.

„Es war mir zu viel.", sagte er nur leise, das komplette Gegenteil von dem, wie Harry gesprochen hatte.

„Zu viel? Zu viel, was?", das Blut in den Adern des Schwarzhaarigen pulsierte mit einer Kraft und Geschwindigkeit, dass er das Gefühl hatte gleich zu platzen.

„Niall.", Louis Stimme war kaum zu verstehen und Harry dachte, sich verhört zu haben.

„Bitte was?", fragte er deshalb und griff die Schulter seines Mannes, ehe er ihn mit einem Ruck zu sich umdrehte.

„Das Gym, du hast ihn in unser Gym gelassen.", sagte der Kleinere leise, konnte ihm nicht in die Augen sehen. Harry war im Moment so überwältigend dominant, dass er dem Blick nicht Stand halten konnte.

„Ja und? Das ist doch wohl meine Entscheidung.", der Große begriff nicht, mit welchem Problem Louis gerade zu kämpfen hatte und das sprach er auch aus: „Du verstehst mich nicht, Harry. Auf die Subs lässt du dich ein, versuchst jedes Gefühl zu ergründen, bist sensibel und vorsichtig. Aber bei mir...", er hielt inne stoppte und merkte wie er angefangen hatte zu weinen.

Der Schwarzhaarige sah auf seinen Mann herunter, hatte die bitter gesprochenen Worte gehört und als er die ersten Schluchzer hörte, stellte sich so etwas wie Begreifen bei ihm ein.

Er atmete ruhig durch. „Du, du bist eifersüchtig, weil ich ihn in unserer Gym gelassen habe, was sonst kein Sub darf, richtig?"

Louis nickte unter Tränen, wischte sie energisch weg. „Bei ihm brichst du mit deinen Prinzipien, aber mich verhaust du, weil ich dich ein bisschen geärgert habe. Anstatt bei mir einfach mal Milde walten zu lassen, weil ich eben nicht dein Sub, dein Spielgefährte bin, sondern dein Ehemann!"

Die Worte schlugen bei Harry ein wie eine Bombe und er stolperte einen Schritt nach hinten, sah seinen Mann an, der sich wieder von ihm wegdrehte und auf den Tisch zulief, auf dem eine Kleenexbox stand.

„Louis.", sagte der Schwarzhaarige leise und merkte erst jetzt, wie sehr ihn die Worte seines Mannes getroffen hatten.

Er hatte Recht, mit Allem was er gesagt hatte und jetzt begriff er auch, dass er eigentlich Glück hatte, dass Louis noch immer hier bei ihm war, dass er überhaupt zu ihm zurückgekommen war.

„Es tut mir leid.", Harrys Stimme klang voller Reue, voller Schmerz durch den Raum und Louis horchte auf. „Du hast Recht. Es war nicht richtig es ihm zu erlauben und es war auch nicht richtig, dass ich dich oftmals wie einen Sub bestrafe, obwohl du mein Mann bist und nicht mein 24/7 Sub. Es tut mir so unendlich leid. Ich, ich bin oftmals so in meiner eigenen Welt, dass ich die Grenzen selbst nicht mehr sehe, mit all den Subs um mich. Und du, der sich ja auch gern mal unterwirft, aber eben nicht so....", er stotterte und der Brünette drehte sich zu seinem Mann um und sah erstmals Tränen in den grünen Augen. Sein Herz setzte einen Schlag aus, bevor er die Distanz zu ihm überwand und vor ihm stehen blieb. Ihm direkt in die Augen sah, die nun vor Tränen schwammen.

Ligatus - Larry Stylinson AUGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt