Harry öffnete die Tür und schob den jetzt wieder vollkommen verunsicherten jungen Mann in den Raum hinein.
„Geh ans Kreuz.", sagte er und deutete auf die Wand.
Niall sah nervös zwischen dem Schwarzhaarigen und dem Kreuz hin und her und ging dann langsam und unsicher darauf zu.
„Ich will dir nur ein bisschen was zeigen.", Harry ging hinter dem Blonden her, griff an seine Schultern und drehte ihn so, dass er mit dem Rücken am Kreuz stand.
„Es ist ein sehr großer Vertrauensbeweis, sich fesseln zu lassen. Ich denke du hast schon ein wenig Vertrauen zu mir aufgebaut, deshalb werde ich dir heute einfach mal das Gefühl zu Teil werden lassen, wie es sich anfühlt, ausgeliefert zu sein."
Die grünen Augen beobachteten jede Regung von Niall ganz genau, der wieder mehr zitterte.
„Du kennst das Wort noch? Sag es mir.", forderte der Schwarzhaarige und hörte sofort ein leises „Feuerwehr".
„Sehr gut.", er griff nach Nialls linker Hand, hob den Arm nach oben, um ihn mit der Manschette zu fixieren.
Nachdem die Seite korrekt angebracht war, wechselte er auf die andere und als er auch da die Manschette schloss, hörte er den hektischen Atem des Kleineren und sah leichte Panik in seinen Augen aufwallen.
„Ganz ruhig atmen. Ganz ruhig bleiben. Ich bin hier und kann die Manschetten mit einem Ruck lösen.", er legte seine große Hand auf die Brust des jungen Mannes und ließ ihm einfach nur Zeit sich an das Gefühl zu gewöhnen.
Es dauerte eine ganze Weile, ehe Niall wieder anfangen konnte sich zu entspannen. Die Fixierung tat nicht weh, war auch nicht unangenehm, aber plötzlich so gar keine Gewalt mehr zu haben über seinen Körper, plötzlich handlungsunfähig zu sein machte ihm eine riesigen Angst.
„Du bist wirklich tapfer.", Harry schenkte ihm ein Lächeln, trat an ihn heran und küsste ihn wie schon im Büro sanft auf die Stirn.
„Es ist schön, dass du ruhiger wirst und mir dein Vertrauen schenkst.", er trat einen Schritt nach hinten, sah den Blonden wie er dort stand. Die Arme gespannt, die Beine leicht gespreizt, damit er vernünftigen Halt hatte.
„Ich gehe nur ein paar Schritte rüber zu deiner Schublade. Liam hat dir doch erzählt, dass jeder von euch eine eigene hat, oder?"
„Ja, hat er.", antwortete Niall sofort und folgte dem Großen mit seinen Blicken. Fühlte sich aber von Sekunde zu Sekunde unwohler, umso weiter der andere sich entfernte.
Wieder setzte leichte Panik ein und Harry hörte sofort die wieder gestiegene Atemfrequenz.
„Ganz ruhig, ich bin sofort wieder da.", er griff in die Schublade und holte das Halsband heraus, was er im Vorfeld schon dort deponiert hatte und lief direkt zu Niall zurück.
„Das hier ist für dich.", sagte er und hielt das feine Lederhalsband hoch, das vorn einen kleinen Ring hatte.
Niall sah auf das Band, sah wie Harry näherkam und es sanft um seinen Hals legte. Es fühlte sich weich und angenehm an.
„Danke.", sagte er leise und sah seinen Dom lächeln.
„Gern geschehen, Kleiner. Ich muss dich ja als mein Eigentum kennzeichnen.", sagt er und zwinkerte dem jungen Mann zu, ehe er die Fesseln öffnete und ihn in seine Arme zog.
„Ich bin stolz auf dich. Das war ein großer Schritt heute.", sagte Harry und leitete den Kleineren mit aufs Bett wo er ihn neben sich setzte und ihn dann an sich drückte.
„Geht es dir gut?", fragte er sanft und Niall merkte, wie er selbst lächelte.
„Ja, ja es geht mir gut. Ich hatte zwar zwischendurch Panik, aber du hast sie mir immer wieder genommen.", sagte er und spürte, wie der Arm sich noch fester um ihn legte.
DU LIEST GERADE
Ligatus - Larry Stylinson AU
FanfictionHarry als Dom und Ehemann von Louis, lebt ein ganz besonderes Leben, in seinem Haus auf dem Berg. Fernab jeglicher normaler Beziehungskonventionen, lebt er seinen Traum vom BDSM in jeglicher Hinsicht, manchmal auch ohne Rücksicht auf Verluste. Tauch...
