Kapitel 46

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So, meine Lieben,

das ist jetzt aber wirklich das Letzte für heute. Aber das waren ja auch mehr als genug, oder? 

Nun denn... viel Spaß kann ich ja bald nicht wünschen, oder?

Trotzdem, fühlt Euch mal geherzt.

Eure Schäfchenbetreuerin



Sie hatten zu Mittag gegessen und Ed hatte Louis die Suppe nach oben gebracht, die dieser jedoch nicht angerührt hatte. Stattdessen saß er auf dem Fensterbrett, starrte auf die Berge und hing seinen Gedanken nach.

Er blickte zum Bett hinüber, alles in ihm schrie danach, heute nicht mit Harry in einem Bett zu schlafen. Jede Faser seines Körpers sträubte sich regelrecht. Ob es war, weil ihn sein schlechtes Gewissen förmlich auffraß, oder weil es war, dass sein Mann ihn einmal mehr so sehr verletzt hatte, mit seiner unsensiblen Art.

Entschlossen ging er zum Schrank, zog die zusammengerollte Luftmatratze heraus, griff nach einem Betttuch und schleppte alles nach oben auf den Dachboden.

Diesen nutzen sie eigentlich fast gar nicht und entsprechend staubig war es hier oben auch.

Er hustete leicht, als er die Bettlaken von den Möbeln zog, die sie als Schutz darüber ausgebreitet hatten.

Das alte Sofa, der kleine Tisch und die Kommode tauchten auf. Alles Möbel aus der Wohnung von Louis Oma, die diese nicht hatte mit ins Heim nehmen können.

Sein Blick ging zurück zur Kommode und er öffnete die Schublade. Vor ihm lagen die Papiere des Militärs und er zog das oberste Schreiben heraus.

„.... Hiermit entbinden wir sie per sofort von ihren militärischen Pflichten auf Grund der vorhandenen gesundheitlichen Einschränkung. Eine Wiederaufnahme ihres Dienstes als Pilot im militärischen Dienst, sehen wir nach dem derzeitigen Kenntnisstand als nicht möglich an.

Wir wünschen Ihnen alles Gute. Hochachtungsvoll...", Louis ließ das Schreiben sinken, merkte wie seine Gedanken zu dem Tag zurück gingen, als er am Steuer seines Superpumas kurzzeitig ohnmächtig geworden war und nur durch das Eingreifen seines Copiloten ein Unglück hatte verhindert werden können.

Die Ärzte hatten den Grund für seine Ohnmacht nicht herausfinden können und so hatte die Airforce ihn umgehend vom Dienst entbunden und er hatte sich schweren Herzens für eine andere Ausbildung entschieden.

Traurig faltete er den Brief zusammen. Er hatte das Fliegen geliebt, so sehr.

Nachdem er die Schublade geschlossen hatte, rollte er seine Luftmatratze aus, füllte sie mit Luft und holte dann das Bettzeug aus dem Schlafzimmer.

Anschließend nahm er den Staubwedel und den Sauger und entfernte grob den meisten Staub und fühlte sich augenblicklich etwas wohler.

„Was machst du da oben?", Harrys herrische Stimme schallte zu ihm hinauf und er schreckte zusammen.

„Übernachten!", gab er nur kurz angebunden zurück und hörte daraufhin Schritte auf der Treppe.

„Spinnst du?", die Stimme seines Mannes klang ungläubig und Louis drehte sich weg, als dieser den Raum betrat, sich umsah.

„Nein, ich spinne nicht. Ich halte mich nur an deine Anweisung mich nicht an meinem gewohnten Ort aufzuhalten.", zischte er zurück, ballte die Hände zu Fäusten.

„Das heißt du schläfst nicht in unserem Bett?", Harry trat auf Louis zu, der sich jetzt umdrehte, plötzlich wieder alle Wut und Enttäuschung fühlte.

Ligatus - Larry Stylinson AUGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt