Kapitel 4

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Shawn saß schon frisch geduscht in Harrys Büro. Wenn man hier hinein gebeten wurde hatte es nie etwas Gutes zu bedeuten.

Er wusste, dass er beim Sporttest versagt hatte und er wusste auch, dass es sicher dieses Mal Konsequenzen nach sich ziehen würde.

Der Schwarzhaarige hatte ihm die letzten beiden Male bereits klar gemacht, dass er verlange das sich körperlich endlich was bei ihm tat. Dabei ging es nicht darum, dass er abnehmen sollte, nein schlank war er. Aber ein bisschen Muskelaufbau, Kondition und vor Allem die Arbeit an der eigenen Körperbeherrschung war ihm wichtig gewesen.

Wenn er darüber nachdachte hatte er an keiner dieser Dinge gearbeitet. Er hasste Sport, hasste es zu schwitzen und er war einfach nicht in der Lage sich doch dazu überwinden sich in einem Fitnessstudio anzumelden und das Training dann auch durchzuziehen.

Er erschrak, als plötzlich Harry vor ihm stand und antippte.

Sofort raste sein Herz und er beobachtete, wie dieser sich auf seinen Schreibtischstuhl setzte und ihn ernst ansah.

„Shawn. Ich habe dich die vergangenen Male immer wieder auf dein Defizit hingewiesen, habe dir tatsächlich immer wieder die Chance eingeräumt deinen Fehler zu korrigieren.

Heute hast du mir bewiesen, dass du deine Versprechen, die du mir jedes Mal wieder gegeben hast, nicht ernst gemeint haben kannst. Der Test war schlecht. Nicht ein bisschen schlecht, sondern katastrophal und das hat für dich heute Konsequenzen."

Der Dunkelhaarige knibbelte an seinen Fingernägeln und Harry schlug dazwischen.

„Aufhören.", forderte er, als er ihm wieder in die Augen schaute, erschrocken von dem körperlichen Eingriff.

Sofort hielt er die Hände still, sah den anderen mit aufgerissenen Augen an.

„Du wirst deine Sachen packen, Shawn. Jetzt sofort nach diesem Gespräch wirst du abreisen und du wirst erst wieder mit mir in Kontakt treten, wenn du diese Anforderungen hier", er hielt ihm einen Zettel hin, auf den er einen kurzen Blick warf. „vollständig erfüllst."

Shawn schluckte, merkte wie sich Tränen in seinen Augen bildeten die er versuchte wegzublinzeln.

Jetzt hatte er die Quittung für seine Faulheit und seine Inkonsequenz bekommen und da half ihm heute auch seine Behinderung nicht weiter.

„Geh.", sagte Harry und deutete auf die Tür. „Fahr vorsichtig und melde dich per Nachricht, wenn du zu Hause angekommen bist."

Shawn nickte nur, stand wie betäubt auf und ging an Harry vorbei, der ihn noch einmal stoppte, an sein Kinn griff.

„Ich mag dich wirklich Kleiner, aber wenn man sich nicht an meine Regeln hält, muss man mit den Konsequenzen leben. Ich hoffe sehr dich bald wiederzusehen.", er küsste ihn auf die Stirn und schob ihn dann in Richtung Treppe.

XXX

Der Dunkelhaarige lief ins Gemeinschaftsschlafzimmer und sah Liam, der gerade seine Nachrichten auf dem Handy zu checken schien.

„Shawn.", sagte er erschrocken, als er sah das Tränen über die Wangen des tauben Jungen strömten.

„Ich muss gehen.", schluchzte er leise und Liam ging auf den aufgelösten jungen Mann zu und zog ihn in seine Arme, drückte ihn dann aber wieder von sich, damit er von seinen Lippen lesen konnte.

„Du weißt, das er nicht anders handeln konnte, oder?", er wartete einen Moment, ehe der Kleinere nickte.
„Aber ich weiß du wirst es schaffen. Du wirst deinen Schweinehund überwinden und dann wird alles wieder gut."

Niall kam gerade aus dem Bad, als er in die Situation platzte.

„Muss er gehen?", fragte er Liam der Shawn los ließ und dieser direkt weiter seine Tasche zusammen packte.

Ligatus - Larry Stylinson AUGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt