Kapitel 55

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Alle drei sahen dem davonfahrenden Auto nach und hingen in Gedanken.

„Ich denke wir sollten in Ruhe miteinander reden.", sagte Harry nun plötzlich und deutete auf die Haustür. „Kommt rein."

Zayn sah Liam an und dieser nickte, lächelte leicht, bevor er den ersten Schritt auf die Tür zu machte.

Sie gingen ins Wohnzimmer, wo sich Harry auf die Couch und die Jungs jeweils in die Sessel setzten.

Zayn hatte noch immer die Arme abwehrend vor der Brust verschränkt, wohin gegen Liam eher gespannt darauf wartete, was Harry ihnen nun sagen würde.

„Eigentlich geht euch das Ganze nichts an, aber ich denke da ihr ja nun hier seid, Zayn Louis bei sich aufgenommen hat ist es richtig, euch als Familienmitglieder in die Situation mit einzubeziehen."

Liam lächelte, als er das Wort Familienmitglieder hörte und sah kurz auf, sah wie Harry ein Glas in der Hand hielt und es hin und her drehte.

„Es sind hier Dinge vorgefallen, auf die ich nicht stolz bin. Zayn ich kann dir sagen, dass ich noch nie in meinem Leben etwas mehr bereut habe als das. Ich weiß es ist keine Entschuldigung zu sagen, dass mich Louis Geständnis über sein Fremdgehen so aufgewühlt hat, dass bei mir die Sicherungen durchgebrannt sind.", er hielt einen Moment inne. „Aber genau das trifft es leider."

Zayn atmete hörbar ein und aus, sah Harry mit zugekniffenen Augen an.

„Ich kann es nicht rückgängig machen, es ist passiert und ich muss damit leben. Meine Hoffnung ist, dass Louis mir verzeiht, genauso wie ich ihm seinen Fehltrit sofort verziehen habe. Ich weiß, hätte ich Louis die Aufmerksamkeit, die Liebe geschenkt, die er verdient hat, hätte ich gemerkt, dass es ihm nicht gut ging, hätte ich gemerkt, dass ihm in unserer Beziehung etwas fehlte, wäre das nicht passiert. An allem, was schiefgelaufen ist, bin nur ich schuld, keiner sonst."

Liam zog die Augenbrauen hoch, das hätte er jetzt nicht erwartet.

„Das es Ed schlecht geht tut mir ebenfalls unendlich leid. Er ist mein bester Freund und...", Harry strich sich einmal durch die Haare, seufzte. „Ich hoffe das die Freundschaft irgendwann weiter Bestand haben kann, dass er nicht mehr mein Sub sein will, kann ich verstehen."

Zayn nickte. „Ich auch!"

Harry hob seinen Blick, sah den Dunkelhaarigen mit starrem Blick an. „Heißt das, dass du nicht mehr Familienmitglied sein willst?"

Liam schluckte, blickte auf Zayn, der plötzlich mit den Händen über seine Knie rieb. „Ich", begann dieser und Liam schloss die Augen, hoffte dass er Harry nicht auch noch hängen ließ. Man sah ihrem Dom an, wie sehr er litt, wie sehr er alles bereute und wegen einem Fehltritt alles zu verlieren, hatte er nicht verdient!

„Familienmitglied, vielleicht, wenn sich Louis entscheiden würde, dich je wieder in sein Leben zu lassen, Sub, nein!", führte Zayn den Satz zu Ende. „Du hast Louis verletzt, du hast sein Vertrauen aufs Übelste missbraucht. Ich weiß nicht, ob ich einem Mann je wieder vertrauen kann, als Dom, wenn ich das alles weiß. Und das Schlimmste daran ist, dass er dich noch liebt, Harry."

„Genau wie ich ihn.", Harrys Stimme war jetzt leise, sein Blick ging zu Boden und erstmals spürte Zayn so etwas wie Mitgefühl für den Mann vor ihm.

„Ich habe nie jemanden mehr geliebt als Louis. Er ist alles für mich und ihn zu verlieren...", erneut stockte Harry, riss sich zusammen. „könnte ich nicht ertragen. Sollte er sich entscheiden, sollte er die Scheidung wollen, ich weiß nicht, ob mein Leben dann noch einen Sinn hat, ob ich dann überhaupt noch weiter existieren möchte."

Liam schluckte, sah jetzt zu Zayn dessen Miene weicher zu werden schien, doch dann sagte er: „Verdient, dass er dich endgültig verlässt, hättest du aber."

Ligatus - Larry Stylinson AUGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt