Kapitel 51

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Louis hatte auf dem Weg nach unten innerlich resigniert. Erstens hatte sein Mann Recht. Er musste mit der Vergangenheit abschließen und zudem hatte er kein, aber auch gar kein Recht ihm zu widersprechen.

Er hatte Harry betrogen und musste jetzt alles dafür tun, seine Schuld zu tilgen, ihm zu zeigen welch guter Mann er für ihn war. Sollte es jemals herauskommen, sollte Demon jemals die Wahrheit sagen, bevor er es tat... Louis wollte sich die Konsequenzen gar nicht ausmalen.

Sein Kampf würde nun der gegen sein eigenes ich sein. Er musste sich Harry beugen, er musste sich Demon beugen. Für beide würde er alles tun müssen, um sein Leben weiterleben zu können.

„Louis?", Ed stupste den Brünetten an, der in der Tür stand und einfach nur aus dem Fenster starrte.

„Hey!", der Rothaarige ließ eine Hand über die Wange des anderen gleiten und dieser schrak aus seinen Gedanken.

„Da bist du ja wieder.", das Lächeln und die warmen Augen weckten Louis endgültig aus seiner Trance und er nickte entschuldigend.

„Setz dich. Ich mache dir gleich eine heiße Schokolade." er drückte den Brünetten zu seinem Stuhl, lächelte zu Harry der nur mit den Schultern zuckte.

„Machst du mir bitte lieber einen Kaffee?", Louis Stimme war fragend, doch sofort schüttelte Harry den Kopf. „Heiße Schokolade, Kaffee wurde dir vom Arzt untersagt, Louis."

Geschlagen nickte er, „Entschuldige, ja das stimmt."

Harry grummelte noch etwas Unverständliches, ehe er nach einem Brötchen griff und es seinem Mann auf den Teller legte.

„Iss.", sagte er und fixierte den Brünetten, der keine Anstalten machte, etwas essen zu wollen. Das ging schon seit Tagen so und Harry machte sich von Tag zu Tag mehr Sorgen. Lag es alles nur daran, dass er durch den Zusammenbruch wieder an die Zeiten von früher erinnert worden war? Konnte es wirklich sein, dass ihn das so sehr beeinflusste? Oder war es immer noch, wegen ihrer Meinungsverschiedenheit?

„Ich bin nachher kurz in der Firma. Ed, du hast ein Auge auf ihn, ja?", der Schwarzhaarige sah seinen Ältesten an, der pflichtbewusst nickte. „Natürlich Harry."

XXX

Harry war losgefahren und Ed ließ sich neben Louis sinken. „Das geht so nicht weiter mit dir.", sagte er fest und griff nach der Hand des Brünetten. „Du siehst aus wie eine Leiche auf zwei Beinen. Es ist an der Zeit, du musst dein Gewissen erleichtern, sonst macht es dich kaputt."

Louis blickte auf, sah die Augen, die ihn musterten, senkte den Blick wieder auf die Tischplatte.

„Ich will es ja, aber ich solche Angst.", die Stimme war leise und Ed drückte die Hand ein bisschen mehr. „Die Angst ist berechtigt, Louis. Aber wenn man etwas falsch macht, wenn man Fehler macht, muss man dazu stehen und die Konsequenzen auf sich nehmen."

Der Ältere wusste, dass seine Worte hart waren, aber was half es etwas an dieser Situation zu beschönigen? Louis hatte Mist gebaut, hatte seinen Mann betrogen und noch immer spürte er die innere Wut in sich, wie der Brünette das hatte Harry antun können.

Wäre er mit Harry zusammen, er hätte nie...

Ein Schmerz durchfuhr ihn als er sich selbst zur Strafe auf die Unterlippe biss. Er durfte so nicht denken!

„Was ist, wenn er mich rauswirft?", Louis Stimme riss Ed aus den Gedanken und er sah den Brünetten schulterzuckend an.

„Dann ist es so.", sagte er schlicht und sah gleichzeitig, wie sich Tränen in den blauen Augen bildeten, deshalb schwächte er seine Aussage direkt ab. „Aber Harry liebt dich und ich bin mir sicher, dass er dir verzeihen wird. Vermutlich wird er Zeit brauchen damit klarzukommen, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass er dich aufgeben wird. Louis, er liebt dich wirklich abgöttisch. Auch wenn er oft ein Arschloch ist, dir gegenüber, würde er sein Leben für dich geben. Glaub mir."

Ligatus - Larry Stylinson AUGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt