Deine Sicht
Doktor ..... Der Kreislauf kollabiert ... Wir verlieren sie! ....
Verdammt.. Spritzen sie Adrenalin und ... mg... Beginnen sie mit der Herzdruckmassage...
Immer noch keine Veränderung! ... Defibrillator vorbereiten! ... Weg vom Tisch!
Wieder schrecke ich aus dem Schlaf. Erschrocken schlage ich mir eine Decke aus dem Gesicht und schnappe angespannt nach Luft. Überfordert sehe ich mich um. Was war gerade passiert? Immer noch liege ich auf der Krankenstation. Ich taste nach der Wunde an meiner Flanke und erwarte den bekannten Schmerz. Doch nichts passiert. Verwirrt hebe ich mein Blutverschmiertes Shirt, doch darunter kommt keine Wunde zum Vorschein. Währe das Shirt nicht voller Blut, hätte ich geglaubt mir das Ganze einzubilden.
Draussen ist es immer noch oder schon wieder dunkel. Vorsichtig steige ich aus dem Bett und laufe zur Tür. Dabei fällt mir auf, dass ich etwas schwach auf den Beinen bin. Aber im Grunde geht es mir recht gut. "Das ist eine Katastrophe.." höre ich Erwin auf dem Flur sagen.
Direkt darauf öffne ich die Tür und blicke in 4 schockierte Gesichter.
"Lara!" ruft Hanji als erstes völlig verwirrt.. "Das ist nicht möglich!" stottert der Sanitäter neben Erwin. "Ich schwöre, sie ist seid 2 Stunden tot! Der Hauptgefreite kann das bestätigen."
Mike steht auf der anderen Seite von Erwin und auch sein Blick ist fassungslos auf mich gerichtet. "Ich kann es auch bestätigen.." sagt er langsam.
Mein Blick wandert zwischen den vieren hin und her. "Wo ist Levi?" frage ich in die Runde.
"Er ist nicht hier." antwortet Hanji. Erwin fügt hinzu. "Er ist vor 2 Stunden vom Hof geritten ohne sich abzumelden." Mir fällt der Unterton in seiner Stimme auf. Er ist alles andere als Glücklich darüber. Der Sanitäter fingert parallel an meinem Shirt rum. Dort wo eben noch meine klaffende Wunde gewesen war. Als auch er nichts ausser nackter Haut findet stottert er wieder vor sich hin.
"Lara?" fragt mich Erwin eindringlich. "Was ist passiert?"
Verwirrt über die ganze Situation schüttel ich den Kopf. "Ich bin mir nicht sicher... Ich bin aufgewacht.. nicht hier, sondern zuhause im Krankenhaus... Danach hatte ich diese Wunde und vorhin..." Nachdenklich starre ich vor mich hin. Ich selbst versuche es noch zu verstehen.
"Wir reden später darüber!" sagt Erwin ruhig. "Ruh dich erstmal aus! Morgen wird sich alles aufklären."
"Hey warte mal... Und was ist mit Levi?" fragt Hanji "Willst du ihn bis morgen schmoren lassen?"
Erwins Blick ist nachdenklich aber auch etwas angespannt. "Das müsste er nicht, wenn er nicht auf eigene Faust gehandelt hätte." Schlagartig mache ich einen Satz vorwärts, als Erwin dabei ist sich umzudrehen. Vorsichtig lege ich meine Hand auf seinen Arm und sofort sieht er mich an.
"Lass mich mit Hanji nach ihm suchen! Dann kann morgen bereits alles seinen gewohnten Lauf nehmen... Bitte!" Ich sehe schon wie er meine Frage ablehnen möchte als Hanji sich einmischt.
"Mach dir keine Sorgen Erwin. Ich passe auf sie auf und wir kommen sofort zurück, wenn es zu viel wird." Jetzt spricht er zu Hanji. "Weisst du denn überhaupt wohin er ist?"
Hanji nickt wild. "Klar! Da gibts keinen Zweifel."
"Ich erwarte euch ohne Umschweife zurück und Levi umgehend in meinem Büro!"
Als Erwin sich umdreht, grinsen Hanji und ich uns breit an.
Während ich mir die Uniform überwerfe macht Hanji bereits die Pferde fertig. Verwirrt stelle ich dabei fest, das in meinem Nacken eine Haarsträhne kurz geschnitten ist. Doch für jetzt ignoriere ich es und 20 min später reiten wir bereits vom Hof. "Und? Wo müssen wir hin?" fragt sie mich. Überrascht sehe ich ihr ins Gesicht. "Was? Ich dachte du weisst so er ist?"
"Nö.. Nicht wirklich. Aber Erwin hätte uns sonst nicht gehen lassen." Sie kratzt sich grinsend am Kopf. Fassungslos reite ich neben ihr her. War denn hier jeder, am machen was er wollte. "Er könnte überall sein."
"Nein." sagt Hanji wieder ernst und schweift sofort ins neckische. "Er braucht wegen dir diese Auszeit! Damals bei Furlan und Isabell war es ganz ähnlich... Also worüber habt ihr gesprochen?"
Jetzt grinst sie mich breit an. "Seid ihr überhaupt zum sprechen gekommen?"
Für einen Moment frage ich mich ob sie mich auf den Arm nehmen möchte. Dann denke ich nach. "Ich hab ihm vom Meer erzählt, als der Westwind so stark gewesen war... Aber das liegt weit ausserhalb der Mauern."
Sie schüttelt den Kopf "Hmm hast du noch was anderes?" Da kommt mir nur ein weiterer Ort ausserhalb der Kaserne in den Kopf. Dennoch komme ich mir blöd vor zu glauben, er sei wegen mir dort. "Dann bleibt nur noch der Kanal." Hanji nickt und zusammen galoppieren wir Richtung Kanal. So gut ich kann, versuche ich ihr den Weg zu erklären. Aber sie scheint schnell zu verstehen, welchen Ort ich genau meine.
Schon bald erreichen wir die grosse Schafweide und Hanji drosselt unser Tempo. In der Entfernung kann ich bereits ein Pferd auf der offenen Wiese grasen sehen. Hanji begleitet mich noch ein Stück, dann bleibt sie stehen. "Mir ist das nah genug zum Wasser. Ich warte lieber hier."
Selbst auf Entfernung kann ich im Mondlicht ihre gespielte Angst erkennen. Aber eigentlich ist es mir ganz Recht. Ich steige von Pegasos und reiche ihr die Zügel. Dann mache ich mich auf den Weg die immer noch recht lange Strasse hinunter. Ein leichter Wind weht mir um die Nase und mein Blick fliegt über den riesigen Sternenhimmel. Der Ausblick in dem kleinen Innenhof war schon bemerkenswert gewesen. Aber das hier war fast Atemberaubend. Wenn überhaupt, fehlten nur noch Nordlichter um diesen Anblick zu übertrumpfen.
Ich halte nicht auf den Rappen zu, sondern auf den Ort wo ich ihm Gras gelegen habe.
Schmetterlinge tummeln sich in meinem Magen, als ich tatsächlich jemanden im Gras sitzen sehe. Je näher ich komme, desto mehr erkenne ich. Tatsächlich ist es Levi. Ein Bein angewinkelt; das andere lang gestreckt. Einen Arm auf sein angewinkeltes Bein abgelegt. Den anderen abstützend auf den Boden. Ein paar Schritte später sehe ich, wie er etwas in seinen Fingern dreht. Immer wieder wandert sein Blick vom Sternenhimmel zu seiner Hand und zurück. Dann muss ich fast grinsen, als ich es erkenne. Unwillkürlich greife ich mir in den Nacken zu meiner abgetrennten Haarsträhne. Wieso hatte er das getan?
Wollte er wirklich ein Andenken... An mich?
Als ich nah genug bin, spreche ich ihn an.
"Also von eine Zweitkarriere als Friseur, würde ich dir dringend abraten." Das Grinsen ist deutlich in meiner Stimme zu hören. Schlagartig fährt sein Kopf meine Richtung und sein Blick ist fassungslos auf mich gerichtet. Ich halte nicht an. Auch nicht als er meinen Namen sagt und langsam aufsteht. "[V]?" Beim ungläubigen Klang seiner Stimme muss ich breiter grinsen.
Als ich bei ihm angekommen bin, bleibe ich einen halben Meter vor ihm stehen und mustere ihn neugierig. Seine Stirn liegt in Falten und seine Brauen sind zusammen gezogen.
"Ich hab dich sterben sehen..." sagt er und sein Unglaube ist weiterhin deutlich zu hören.
Jetzt werde ich etwas ernster. "Ich glaube das bin ich auch.. Aber nicht hier.. Ich glaube bei der Operation ist irgendetwas schief gegangen... und ich war tatsächlich für kurze Zeit.. Tod." Es fällt mir schwer das letzte Wort so locker auszusprechen wie die anderen. Denn auch mir selbst wird diese Tatsache jetzt erst richtig bewusst.
Für einen Moment blicken wir uns stumm in die Augen. Als er seine Hand an meinen Kiefer hebt, scheint es als müsste er sich überzeugen das ich echt bin. Bei seinen Worten ist seine Stimme leise aber ernst. "Ich dachte, ich hätte versagt." Fragend blicke ich ihn an. Alles was heute passiert ist, lag ausserhalb seiner Möglichkeiten. "Du bist nicht Schuld daran." sage ich verwirrt. Immerhin bin ich ins Wasser gesprungen und habe mir diese Magenverstimmung eingefangen. Alles danach, lag komplett ausserhalb unseres Einflusses. Er klingt mürrisch als er antwortet.
"Es war meine Aufgabe dich zu beschützen! Da habe ich ja grandios verschissen."
Ich bin zu schnell um zu verstehen, das er sich reine Vorwürfe macht. Stattdessen stürze ich mich gekränkt auf seine Wortwahl und den Ton in seiner Stimme. Mit einer Mischung aus Wut und Schmerz schlage ich seine Hand von meinem Gesicht. "Eine misslungene Aufgabe?" frage ich forsch und gekränkt. "Das bin ich für dich?! Das ist alles was dir dazu einfällt?"
Schon als ich es ausspreche ist mir klar, dass diese Worte alles andere als fair sind. Wieso musste es schon wieder in diese Richtung driften. Gerade heute... Gerade jetzt wollte ich doch alles andere, statt zu streiten. Levi bleibt stumm. Sein Blick ist hart und seine Augen funkeln wütend.
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Levi x Reader Ausflug ins Paradies
Fanfiction!Sex, Liebe und Leidenschaft! 18+ DU? In Paradies? Wie ist das denn passiert? Das *Wie* ist erstmal egal, als dir die Möglichkeiten bewusst werden und du Levi persönlich gegenüber stehst. Doch als dir klar wird was vor sich geht weisst du, dass eue...
