Erfüllte Träume

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     2 1/2 Monate nach der Verlegung
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Deine Sicht

Die vergangenen Monte waren die pure Hölle für mich gewesen. Seid ich in dem neuen Krankenhaus aufgewacht bin, war jeder Tag ein einziger Kampf. Es hatte sich herausgestellt, das die neue *Klinik* wesentlich extravaganter war, als ich es mir jemals hätte vorstellen können. Von der Größe wirkte es eher wie eine mittelgroße Arztpraxis, die bestens für ihre maximal 6 wohlhabenden Patienten ausgestattet war. So sehr ich das handeln *meines Vaters* auch verfluchte.. So sehr berührte es mich auch, was er weiterhin auf sich nahm um für mich eine gute Behandlung zu gewährleisten. Meine Rührung ging dabei tatsächlich soweit, dass ich mich anfangs täglich daran erinnern musste bei ihm keinen freien Willen mehr zu haben. Doch als ich wieder aufstehen konnte erinnerte er mich sehr schnell selbst wieder daran, das ich von ihm und diesem Ort weg musste.

Mehrfach hatte ich versucht mit Hilfe des Personals auf eigene Faust zu verschwinden.. Doch musste ich sehr schnell feststellen, dass mein Vater sogar die geringsten Abweichungen meines Verhaltens gemeldet bekam. Wenn ich versuchte zu türmen, fixierten sie mich mehrere Tage in meinem Bett.. Aß ich nicht, wurde ich zwangsernährt. Randalierte ich aus Verzweiflung, betäubten sie mich. Diese Institution war keine Klinik gewesen, sondern ein Gefängnis um mich unter Kontrolle zu halten. Während meines Aufenthalts ging mir das Gefühl für Zeit völlig verloren, denn die Tage gingen nahtlos ineinander über.. Geschweige denn das ich überhaupt wusste, wo ich mich befand. Resignierend, hatte ich irgendwann aufgehört mich zu sträuben.. Bis sich plötzlich die perfekte Möglichkeit bot. Ihre Wachsamkeit schwand durch mein immer kooperativeres Verhalten so sehr, dass sie unvorsichtig wurden. So schaffte ich es während einer Trainingseinheit auf dem Gang, dem Briefträger bei seinem täglichen Besuch unbemerkt etwas zuzustecken. Als die Polizei schließlich wenige Stunden später vor der Tür stand, hatte das Personal keine andere Wahl als mich auf eigenen Wunsch sofort gehen zu lassen. Sie spielten ihre unschuldige Rolle dabei derart gut, dass die Polizei weitere Ermittlungen für völlig überflüssig erachtete. Es war der Postbote, der es mir ermöglichte Onkel Rob anzurufen und der mir neben dem Bahnticket nach Hause auch noch etwas zu Essen spendierte. 
Er wartete sogar solange mit mir, bis der richtige Zug endlich vorfuhr und ich sicher einsteigen konnte. "Meine Tochter ist 16.." hatte er noch gesagt bevor ich einstieg. "Wenn ihr etwas ähnliches zustoßen würde.. Dann würde ich auch wollen, dass ihr jemand helfen würde." Zum Abschied nahm ich ihn dankbar in den Arm und lies mir für Onkel Rob noch seine Adresse mitgeben.

Als ich Onkel Rob dann endlich in die Arme fallen und alles erzählen konnte, realisierte ich erst was hinter mir lag. Doch meine Probleme sollten hier noch nicht aufhören. Er erzählte mir alles von Levi und ihren Gesprächen seid ich damals verlegt wurde.. Wieviel Energie beide daran gesetzt hatten mich ausfindig zu machen und das Levi es gar nicht erwarten konnte mich wieder zu sehen. Völlig aufgelöst entschied ich mich ihn aufzuklären.. Ich erzählte ihm lang und ausführlich von dem ganzen Dilemma.. Jedenfalls so gut ich es konnte ohne verrückt zu klingen. Dabei leugnete ich erst gar nicht das ich ihn ehrlich liebte.. Aber ich machte ihm deutlich wie aussichtslos und schmerzhaft diese Situation für mich war.. Das Levi neben seinen Verträgen die ihn banden auch noch zusätzlich verheiratet war... Aber auch, dass ich ihm seine Gefühle (auch ohne Gedächtnis) ehrlich abnahm und ich nicht bereit dazu war seine Ehe zu zerstören. 
Onkel Rob hatte sich alles geduldig angehört und sich Zeit genommen meine Aussagen in sich aufzunehmen. Denn er schien sichtlich Mühe zu haben mir meine Worte nach Levis Handlungen zu glauben. Als jedoch *No Name*'s Auftritt in der Late Night viral ging, hatte er seine Antwort. Levi selbst sprach völlig unverfroren über seine Frau, während sie ihren neuesten Song veröffentlichten. An diesem Abend war ich so down gewesen, dass ich mir ihren Auftritt nicht mal zu Ende ansehen konnte...
Es war genau dieser Abend, der mich dazu brachte endlich alles rauslassen zu können, als ich weinend in Onkel Robs Armen einschlief. Da bin ich schon fort gelaufen um nicht länger mit diesem Schmerz konfrontiert werden zu müssen.. und das erste was er tat, ist es *mir* über die Nachrichten erneut unter die Nase zu reiben. Dieses scheiss Leben ist einfach nicht fair...

Levi x Reader Ausflug ins ParadiesWo Geschichten leben. Entdecke jetzt