Comeback

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Levis Sicht

"Hey Belle.. Wie lange schläft er schon?" .... "Seid gestern Abend.. Erwin ich mach mir langsam Sorgen!" ... "Ich hab mit dem Arzt gesprochen. Das MRT war vollkommen unauffällig. Solange seine Vitalwerte in Ordnung sind, brauchen wir uns keine Sorgen zu machen.." *seufzen* "Die Kopfschmerzen wieder?" ... "Ja.. Er hatte sie immer mal wieder seid dem Unfall.. Aber diesmal muss es wirklich schlimm gewesen sein." ... "..und sie wissen immer noch nicht woran es liegt?" ... "Nein.. Neurologisch gibt es keine Auffälligkeiten.."

"Könnt ihr nicht einfach mal die Schnauze halten..." murmle ich schwach aber genervt vor mich hin. "LEVI!" kreischt Belle so laut, dass mir sofort die Ohren dröhnen. "Fuck.." knurre ich schmerzhaft. "Schrei doch noch lauter..." Ihre Hände greifen nach meiner linken Hand, während ich mir meine rechte an meine Stirn lege. Mein Kopf fühlt sich unsagbar schwer an und mein Gedächtnis scheint im trüben Wasser zu schwimmen. Was ist nur passiert? Wieso sind meine Erinnerungen an gestern nur so schwer zu greifen? "Kannst du dich an irgendetwas erinnern was gestern passiert ist?" fragt Erwin hörbar besorgt hinter Belle stehend. Sofort reiße ich meine Augen auf und sehe ihn ungläubig an. Erwin?
In einem nicht endenden Strom an Erinnerungen schießt es mir durch den Kopf... Alles was ich bis jetzt vergessen hatte... Paradies.. Marley.. und.. [V]! Sofort setzte ich mich schwungvoll in meinem Bett auf. Zu schwungvoll.. Mit zusammen gebissenen Zähnen versuche ich meinen immer noch dröhnenden Kopf unter Kontrolle zu bekommen. Doch selbst, wenn ich kriechen müsste.. Nichts würde mich davon abhalten sie jetzt zu sehen! "Wo ist sie!" frage ich und klettere bereits aus dem Bett. Belle und Erwin wechseln einen irritierten Blick. "Wen meinst du?" fragt Erwin vorsichtig. Doch es ist Belle die seine Frage beantwortet. "Er redet von ihr.." sagt sie augenrollend. "Von [V].." Für ihren herablassenden Ton, werfe ich ihr einen finsteren Seitenblick zu. "Wie gehts ihr?" frage ich mehr der Vollständigkeit halber während ich mich anziehe.. Ohne wirklich eine konkrete Antwort zu erwarten.
Erwin seufzt zwar irritiert. Dennoch antwortet er mir. "Ich weiss nicht genau. Mike hat sich nach ihr erkundigt. Aber sie geben nicht viele Informationen preis. Alles was ich dir sagen kann, ist das sie sich momentan auf der Intensivstation befindet." Mehr Informationen brauche ich nicht. "Levi.. Wo willst du hin?" fragt mich Erwin skeptisch während er versucht mich halbherzig aufzuhalten. "Nach was siehts denn aus." knurre ich und gehe weiter ohne anzuhalten. Dabei werden meine Schritte mit jedem Schritt immer sicherer und schneller. "Du kannst nicht zu ihr! Auf der Intensivstation herrscht momentan stricktes Besuchsverbot! Ausserdem soll ihr Vater für ziemlich viel Wirbel da unten gesorgt haben" sagt er und legt mir eine Hand auf die Schulter. "Und wer soll mich aufhalten? Etwa du?" funkle ich ihn finster an, bis er seine Hand von meiner Schulter nimmt. Dann verlasse ich ohne ein weiteres Wort die Station. Dabei spielt es für mich keine Rolle, dass mir Belle und Erwin anscheinend auf die Intensivstation folgen.


Schon als ich die Station betrete kann ich Mike und Auruo im hinteren Teil auf dem Gang sitzen sehen. "Wo ist meine Frau!" frage ich fordernd und ohne Umschweife als sie auf mich zukommen, um sämtliche Gesprächsversuche im Keim zu ersticken. Dabei schenke ich Mike einen besonders ernsten Blick. Wir würden noch ein ernstes Wort über das reden, was gestern zwischen ihm und [V] in ihrem Zimmer vorgefallen ist. Doch jetzt folge ich ihren Blicken zu einer nahen Glasfront eines großen Gemeinschaftszimmers. Langsam gehe ich die letzten Schritte auf die grosse Glasfront zu und blicke mit angehaltenen Atem hindurch. Sie lag direkt an der Glasfront.. Meine Miene ist versteinert und meine Haltung steif, während ich meinen Blick langsam über das vorderste Bett gleiten lasse. Sie ist immer noch bewusstlos und an zahlreichen Geräten angeschlossen. All die Schläuche und Kabel fesseln meinen Blick und lassen es mir eiskalt den Rücken runter laufen. Halt durch Baby! Ich komme zu dir! Jetzt wird uns nichts mehr trennen! 
"Du musst Levi sein..." spricht mich eine ältere männliche Stimme von der Seite an, als ich gerade zur Tür gehen will. Aber ich schenke ihm nicht die geringste Aufmerksamkeit. Trotzdem lässt er sich davon nicht aus der Ruhe bringen. "Ich bin Robert.." spricht er weiter und sofort fährt mein Kopf in seine Richtung. Er steht neben mir und blickt genau wie ich auf das erste Bett hinunter. Überrascht mustere ich ihn. Im Vergleich zu seinem Bruder sieht er ungepflegt; schon fast abgewrackt aus. Er schien nicht viel wert auf sein äusseres zu geben, denn seine Kleidung ist unpassend zusammengewürfelt und von mehreren Löchern durchzogen.. Trotzdem ist sie sauber und vor dem tragen gebügelt worden. "Sie sind Robert[N].. [V]'s Onkel." sage ich und blicke in sein freundliches nickendes Gesicht. "Wurde auch Zeit, dass sie sich endlich mal blicken lassen.." sage ich und lass meinen Blick über sein Gesicht wandern. Er war also der Mann den [V] so sehr liebte, dass sie soviel auf sich genommen hatte um ihn nicht zu verlieren.. Der Mann, der so viele Jahre für sie da gewesen; und der jetzt tot krank war. "Wie gehts ihr?" frage ich und blicke zurück durch die Glaswand.
"Sie ist stabil." sagt er nachdenklich und klingt dabei alles andere als Glücklich. "Dr. Bennkova sagt es war ein unentdeckter Milzriss... Das Organ muss schon seid dem Unfall verletzt gewesen sein und wurde durch die Physiotherapie überstrapaziert." Er seufzt. "Anscheinend brauchte es nur noch eine falsche Bewegung um das Ding zum reißen zu bringen." Ich schlucke hörbar bei dem Gedanken wie hart ich sie angefasst hatte, bevor sie ihre Schmerzen offen gezeigt hatte. Wer weiss ob ihm meine Miene irgendetwas verrät, oder er es lediglich vermutet. Jedenfalls legt sich Roberts Hand auf mein Schulterblatt bevor er leise weiter spricht. "Es hätte auch im Schlaf passieren können.. So konnte ihr zumindest direkt geholfen werden." Mein Blick fällt zurück auf die nahe Tür, als Robert seine aufmunternde Hand zurück zieht. "Wir müssen noch etwas warten." beginnt er fast väterlich zu sprechen. "In einer Stunde beginnt Larissa ihre Nachtschicht. Sie ist eine alte Freundin der Familie.. Mit ihrer Hilfe können wir zu ihr... Egal was mein Bruder angeordnet hat."

Levi x Reader Ausflug ins ParadiesWo Geschichten leben. Entdecke jetzt